Deutsche Küste > ehemalige Insel Bant






"Wad en buiten-kaart", M. Guitet 1708/10

Bant oder Bandt-Kapen

    Standort: Insel Bant    Errichtet: 1611    Niedergelegt: ~ 1781/1782



1611
Errichtung der zwei Bandt-Kapen







Die Stadt Emden unterhielt von 1611 bis 1782 zwei Kapen.

   Zur Einfahrt in die Wester- und Osterems wurde das Fahrwasser der "Westerbalje" genutzt. Deshalb wurden durch die Stadt Emden im Jahre 1611 zwei große hölzerne Kaape auf der InselBant errichtet.
Beide Kaapen hatten Topzeichen.
Bis 1782, als die Sandbank entgültig von der See verschlungen wurde, unterhielt die Stadt Emden die beiden Bant-Kaapen.

"Pascaerte en Beschrijvinghe van de seer vermaerde Riviere Ooster ende Wester Ems", Karte von M. Faber, 1642

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1682


"Paskaart van een gedeelte van Vrieslant, Groeninger, en Emderland" Johannis van Keulen, vor1682

1743






Die beiden abgebildeten Emder Kapen dienen der Sicherung der Durchfahrt durch die Westerbalje, der Verbindung von Wester- und Oster-Ems südöstlich von Borkum.

"Carte von der Insul Bandt, wie selbige den 29. Sept 1743 gemessen worden, von A. Fuchs Conduktor"

1758
   1758 wurden die Kaapen auf Bant neu errichtet.
1766

   Da der ständig nach Osten wandernde Sand die Fundamente der Kaapen ständig freispülte musste ein Einsturz befürchtet werden. Deshalb erteilte man den Auftrag

"zwei Kistdämme .... um die Kapen auf der Insul Bandt unten gegen die Kreutze"

herzustellen. Diese kistenartigen, aus starken Bohlen hergestellten, oben offenen Gevierte wurden nach Fertigstellung mit Feldsteinen beschwert.
1768
   Bereits zwei Jahre später musste man feststellen, daß die Naturgewalten die Fundamente schon wieder teilweise fortgerissen hatten. 1768 wurden deshalb zwei neue Kaape errichtet.
1775
Fuß des letzten 1775 auf Bant errichteten Seezeichens

Bauzeichnung (Emden, Stadtarchiv), [A.W. Lang, "Juister Watt" 1955, S. 46]

1780
1780 wurde die ganze Insel überflutet.
1781
   Letztmalig gab es 1781 schriftliche Nachweise zum Vorhandensein der Kaapen.
1782
   Die Insel Bant wird erstmalig als Sandplate bezeichnet, bevor um die Mitte des 19. Jahrhunderts der Bant-Sand gänzlich verschwand.

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