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Oberfeuer Bassenfleth

Geogr. Lage: 53°36´46´´N 9°32´24´´O     Standort: Innerhalb des Deiches    Angezündet: 1.11.1897     Gelöscht: 5.08.1959



1897

Bemerkung über die beabsichtigten Leitfeuer bei Bassenfleth und auf Stadersand
[NfS. No. 2057 v. 31. Juli 1897]

   Nach Meldung des Kaiserlichen Küstenbezirksamtes V in Bremerhaven befinden sich bei Bassenfleth und auf dem Stadersand Leitfeueranlagen im Bau, welche voraussichtlich zum Herbst dieses Jahres fertiggestellt und dem Betrieb übergeben werden können.

Leuchtfeuer Bassenfleth in Betrieb genommen

Veränderung in der Beleuchtung der Elbe
[NfS. No. 2638 v. 9. Oktober + No. 2934 v. 1897]

   Nach Mittheilung der "Deputation für Handel und Schiffahrt" zu Hamburg werden vom 1. November d.J. an zur besseren nächtlichen Bezeichnung des Theiles des Elb-Fahrwassers zwischen den Tonnen Juels-Ost und b oberhalb Twielenfleht und der schwarzen Tonne No. 4 unterhalb der Insel Pagensand vor Kollmar die nachstehenden näher beschriebenen neuen Leuchtfeuer angezündet und diejenigen von Twielenfleht und Juelsand in veränderter Weise gezeigt werden:

      A. Neue Leuchtfeuer:





1. Auf einer roth angestrichenen Leuchtbake bei Bassenfleht in 53°36´46´´N und 9°32´24´´O wird 35 m über mittlerem Hochwasser ein weißes festes Feuer 4. Ordnung angezündet werden, welches einen Bogen von 131°30´zwischen den rothen Tonnen H vor dem Bützflether Sand und b im südlichen Fahrwasser vor dem Badinger Sand bescheinen wird.

2. Auf einer weißen Leuchtbake auf dem Stadersand ...


"Die Elbe zwischen Hamburg und der Nordsee", 1900

Die vorstehend erwähnten Leuchtfeuer werden vom 1. November d. J. an regelmäßig von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang brennen. ...
1898

Veränderter Anstrich
[NfS. No. 2565 v. 8.10.1898]

   Nach Mittheilung der "Deputation für Handel und Schiffahrt" zu Hamburg vom 27. September 1898 hat die früher rothe eiserne Leuchtbake von Bassenfleth einen weißen Anstrich erhalten.
1902

Bassenfleth-Feuer
[Segel-Handbuch für die Nordsee, 1902]

   ein weißes, festes Feuer, brennt innerhalb des Deiches bei diesem Orte rw. 165,5° (SzO¼O) etwa 850 m vom Stader Sand-Feuer auf einem weißen, eisernen Leuchtthurm.
   Stader Sand- und Bassenfleth-Feuer führen senkrecht übereinander gehalten von der Deckpeilung der Pagen Sand-Feuer in etwa 140 m Abstand vom Kollmar Sand bis zu Rhede von Brunshausen.
1908

Änderung des Fahrwassers
[NfS. Nr. 506 v. 7.3.1908]

   Nach Änderung der Betonnung wird folgende Änderung in der Befeuerung des Fahrwassers der Elbe zwischen Twielenfleth und Juelssand eintreten:

   a) In der Nacht vom 14. zum 15. März 1908 werden die Richtfeuer Bassenfleth — Twielenfleth zuletzt gezeigt. Von Sonnenuntergang am 15. März 1908 wird das weiße Festfeuer Bassenfleth nur einen Winkel von 117° beleuchten von rw. 161° bis rw. 278°; in der letzten Peilung liegt die rote Spierentonne K.
   b) Ebenfalls von Sonnenuntergang am 15. März 1908 wird das unterbrochene Twielenfleth wie folgt erscheinen:
weiß von rw. 132° bis rw. 145°; rot von da bis rw. 282°; weiß von da bis rw. 288°; grün von da bis rw. 293°.
   Der weiße Sektor zwischen den Peilungen rw. 282° und rw. 288° liegt zwischen der rot-schwarzen Bakentonne Juels O und der roten, stumpfen Tonne a, er bezeichnet den Teil des Fahrwassers mit Tiefen von 2,5 bis 3 m bei mt. Nd.-Wss.

Lage des Feuers Bassenfleth: 53°36´45´´N-Br. 9°32´23´´O-Lg.
Lage des Feuers Twielenfleth: 53°36´31´´N-Br. 9°33´29´´O-Lg.

1910

   Bassenfleth (Lfv. Nr. 239), innerhalb des Deiches beim gleichnamigen Orte, etwa 850 m rw. 185° vom Unterfeuer.







Geogr. Lage: 53°36´45´´N, 9°32´23´´O, (Oberfeuer)
Kennung: F., Linse IV. Ordnung, (Petroleum)
Höhe des Feuers über Hochwasser: 35,0 m
Höhe des Leuchtfeuergebäudes über Erdboden: 37,0 m
Sichtweite des Feuers: 17 Sm
Gestalt des Leuchtfeuergebäudes: Weißer, sechsseitiger, eiserner Turm mit roter Laterne.


"Die Elbe von Brunshausen bis Tinsdal", 1900 (Bericht. bis 6.IX.1913)

1927

Flüssiggasglühlicht eingeführt
[NfS. Nr. 1811+5718/1926 + 331 v. 29.1.1927]

Bassenfleth, Oberfeuer brennt nunmehr endgültig mit Flüssiggas-Glühlicht unbewacht und ist zu beiden Seiten der Richtlinie Bassenfleth — Stadersand rw. 165° je etwa 4° sichtbar. Die Sichtweite des Feuers beträgt 17 Sm, die Tragweite 19 Sm.
1944
Ab 1944 war er rot-weiß gebändert
1950

Bassenfleth, Oberfeuer (Lfv. Nr. 995), innerhalb des Deiches bei dem Orte, etwa 4,6 Kblg vom Unterfeuer

Geogr. Lage: 53°37´N, 9°32´O.
Kennung: F.
Höhe des Feuers über Hochwasser: 35 m
Höhe des Turmes über Erdboden: 37 m
Beschreibung: Weiß-rot waagerecht gestreifter, eiserner Turm mit runder Laterne.

1952

Tragweiten geändert
[NfS. Nr. 1387 v. 26.4.1952]

Bassenfleth, Oberfeuer
Geogr. Lage: Ungf. 53°37´N 9°32´O
Tragweite: 22 sm
1959
Leuchtfeuer Bassenfleth Im August 1959 gelöscht


Mit der Inbetriebnahme der neuen Richtfeuer Stadersand wurden die nachfolgenden Feuer gelöscht:

Feuer werden gelöscht
[WSA. Hamburg, 27. VII. 1959 (9); (NfS. Nr. 4848/1958+3099 v. 1.8.1959)]

Zeit der Ausführung: Etwa am 5. August 1959; ohne weitere Nachricht

...
2. Es sind zu streichen:

a) Bassenfleth-Oberfeuer auf ungf. 53°36,8´N, 9°32,2´O.
b) Stadersand-Unterfeuer auf ungf. 53°37,2´N, 9°32,0´O.
c) Brunshausen-Feuer auf ungf. 53°37,9´N, 9°31,6´O.


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