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Holzhafenbake Bremen

Geogr. Lage: 53°6´7´´N-Br. 8°45´33´´O-Lg.    Standort: Holz- und Fabrikhafen Bremen
    Errichtet: 1. September 1894     Niedergelegt: 1903 ?



Der Freihafen Bremen wurde 1891—1900 um den Holz- und Fabrikenhafen erweitert und ist damit der älteste von Seeschiffen angefahrene Hafen Bremens.


1894

Beabsichtigte Anzündung eines Hafenfeuers zu Bremen und Molenfeuer daselbst
[NfS-No. 1356 v. 9. Juni 1894]

Nach Mittheilung der "Deputation für Häfen und Eisenbahnen" zu Bremen wird daselbst auf dem südlichen Vorlande der Mündung des Holz- und Fabrikenhafens ein Hafenfeuer errichtet. Nach Anzündung dieses Feuers soll demnächst erfolgen, und wird das Nähere alsdann bekannt gemacht werden.
Ungef. geogr. Lage: 53°6´6´´N-Br. 8°45´33´´O-Lg.
Auf dem Nordmolenkopf des Freihafens brennt ein rothes festes Feuer und auf dem Südmolenkopf des Freihafens ein grünes festes Feuer.
Leuchtbake in Betrieb

Anzündung des Hafenfeuers am Holz- und Fabrikhafen zu Bremen
[NfS-No. 2092 v. 15.September 1894]







Am 1. September d.J. ist an der Mündung des Holz- und Fabrikhafens zu Bremen ein weisses festes Feuer mit einem grünen und einem rothen Sektor angezündet worden (vgl.No. 1356 d. diesj. NfS).
Dasselbe ist weserabwärts zwischen den Peilungen SO 1/2 S und OSO 1/2 O grün, weseraufwärts zwischen den Peilungen NW 3/4 N und NNW 1/4 W roth und im übrigen weiss. Das Feuer befindet sich 9 m über Bremer Null auf einer hellgrauen Bake mit rother Laterne.
Linsen-Apparat 6. Ordnung
Das Erscheinen des grünen Feuers macht bei Lankenau auf die Kursänderung aufmerksam. Die weseraufwärts bestimmten Schiffe lassen dasselbe an B.B. und steuern nach Anleitung dieses Feuers und der Molenfeuer in den Freihafen.
Das rothe Feuer wird auf der Strecke "Holzhafen und Freihafen" sichtbar, wenn man dem rechten Weser-Ufer zu nahe kommt.
Die nach dem Holzhafen bestimmten Schiffe steuern nach Anleitung des grünen Feuers in den Hafen, wobei dasselbe an St.B. zu halten ist.
Geogr. Lage: 53°6´7´´N-Br. 8°45´33´´O-Lg.
1895

Anstrich der Leuchtbaken
[NfS. 2208 v. 14.9.1895]

   Auf der Weserstrecke von der Mündung der Geeste bis Bremen sind die nachstehenden provisorischen Leuchtbaken und Laternen-Aufzugsmasten, um dieselben auch für die Tageszeit nutzen zu können, versuchsweise in der folgenden Weise angestrichen worden:

... 13. Bremen-Holzhafen, Bake weiß. (III: 299)

1903
Bisherige Einfahrt zum Holz- und Fabrikenhafen am 24. September 1903 geschlossen

Neue Einfahrt erüffnet und befeuert
[NfS. Nr. 2069 v. 3.10.1903]

   Die "Deputation für Häfen und Eisenbahnen" in Bremen hat am 21. September d.J. bekannt gemacht, daß die bisherige Einfahrt zum Holz- und Fabrikenhafen in Bremen bei km 4,5 am 24. September d.J. für den Verkehr geschlossen worden ist. Der Zugang zum Holz- und Fabrikenhafen hat durch die Einfahrt des neuen Hafens II bei km 5,5 und durch den unteren Teil des Hafens II zu erfolgen.
Bei Nacht wird für einkommende Schiffe die neue Einfahrt in provisorischer Weise durch ein rotes festes Feuer auf der rechten Seite (S-Mole) gekennzeichnet, die 8,0 m über dem Bremer Nullpunkt liegen.
Die Durchfahrt durch den unteren Teil des neuen Hafens II ist am oberen und unteren Ende durch je zwei weiße feste Feuer bezeichnet, die, sich gegenüberstehend, an den Ufern auf besonderen Holzgerüsten in der Höhe von 5,0 m über dem Bremer Nullpunkt angebracht sind.
   Das vorhandene Feuer an der bisherigen Einfahrt zum Holz- und Fabrikenhafen bei km 4,5 kommt mit der Schließung der Einfahrt nicht mehr als Hafenfeuer in Betracht, wird jedoch nach Wegnahme des grünen Sektors bis auf weiteres für die Befeuerung der Weser von Lankenau bis zum Freihafen in Betrieb bleiben.

Leitfeuer angezündet, Molenfeuer ausgelöscht
[NfS. Nr. 2373 v. 7.11.1903]

   1. Am 29. Oktober d.J. sind zur Bezeichnung der Fahrwasserstrecke Lankenau — Freihafenmündung am linken Ufer der Weser zu Lankenau zwei Leitfeuer angezündet worden, die eine weseraufwärts führende Richtungslinie bilden
...
S-Mole gelöscht
2. Das Feuer auf der S-Mole der ehemaligen Einfahrt in den Holz- und Fabrikenhafen ist ausgelöscht werden.
  Geogr. Lage: 53°6′7″N-Br. 8°45′33″O-Lg

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