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Leuchtturm Buk

Geogr. Lage: 54°07´55´´N, 11°41´37´´O    Standort: Signalberg Bastorf    Errichtet: Dezember 1877




   Westlich vom heutigen Ostseebad Kühlungsborn in der "Kühlung" — bis 1938 hieß Kühlungsborn noch Ostseebad Arendsee - Brunshaupten — steht der Leuchtturm Buk, oder wie er auch genannt wird: Leuchtturm Bastorf. Er warnte die Schiffer vor der langgestreckten Sandbank Hannibal vor der Wismarer Bucht.







   Die Reichsregierung ließ im Jahre 1876 die Einrichtung eines Leuchtfeuers auf dem 76,8 m hohen Bastorfer Signalberg prüfen. Noch im gleichen Jahr begann man mit den Bauarbeiten und in nur anderthalb Jahren errichtete der Baumeister Hansen aus Kröpelin mit Arbeitern aus Kühlungsborn den massiven roten Turm und das Wärterwohnhaus.


Königl. preuss. Landesaufnahme 1877, Herausgegeben 1879


1876
Leuchtturm Buk errichtet

1878

   Buk-Spitze (Nachtrag zum Lfv. 1878)

Ein Blinkfeuer mit 6 Blinken von je 6 Sek. Dauer in einer Minute.
weiss von rw. WSW½W über N bis O½N;
roth von rw. SW bis WSW½W.

Bemerkungen: Projektirt. Mit der Ausführung des Baues wird im Jahre 1878 begonnen werden.


Leuchtturm Buk im Dezember 1878 in Betrieb genommen

1899

Tagsignalstelle vorhanden
[NfS. No. 858 v. 25.3.1899]

   Nach Mittheilung des Großherzoglich mecklenburgischen Ministeriums des Innern zu Schwerin befindet sich bei dem Leuchtthurm von Buk eine Tagsignal- und Fernsprechstation mit ständiger Bedienung.
Der Signaldienst erfolgt durch Flaggensignale des internationalen Signalbuches.
1912

   Als einer der ersten Leuchttürme an der Ostseeküste wurde er 1912 elektrifiziert. Seine Laterne wurde von Petroleumdochtfeuer auf elektrischen Betrieb umgestellt. Neben der elektrischen Laterne bestand eine Gasbeleuchtung, die sich bei Stromausfall automatisch einschaltete.
1913

   Buk (800)







Position: 54°8´0´´N, 11°41´52´´O
Kennung: Blk. (4) w. & r. (Petr.)
Höhe über Wasser: 95,3 m
Höhe über Erdboden: 20,8 m
Angaben: roter, runder Turm mit rot-brauner Kuppe, an der S-Seite des Wärterhauses.

1922

Leuchtturm elektrifiziert

1922 erhielt er eine elektrische Glühlampe
1934
Anstrich im Oktober 1934 geändert

Anstrich wird geändert
[NfS. Nr. 3702 v. 29.9.1934]







Zeit der Ausführung: Im Monat Oktober 1934; ohne weitere Nachricht
Geogr. Lage: Ungf. 54°8´N 11°42´O

Angaben: Der rote, runde Turm erhält oben, unter dem Podest des äußeren Turmumganges, einen 4 m breiten, weißen Ringstreifen.
1935

Feuer ztws. verdunkelt
[NfS. Nr. 2691 v. 6.7.1935]

Geogr. Lage: Ungf. 54°08,0´N 11°41,7´O
Angaben: Zum Zwecke wichtiger Vermessungen wird das Buk-Feuer bei dem Dorfe Bastorf in einer der Nächte vom 10. bis zum 16. Juli 1935 nach See zu für kurze Zeit verdunkelt werden. Während der Verdunkelung wird es ungefähr in der Peilung rw. 270° als Festfeuer sichtbar sein.
1946

Den Krieg wurde die Optik beschädigt, so daß Kennung geändert werden mußte.

Buk-Feuer geändert
[NfS. Nr. 1444 v. 12.10.1946]

Geogr. Lage: Ungf. 54°08´N 11°41´O
Karteneintragung: Blk. Grp. (16) w. & r.
Kennungsänderung: Das Blk. w. & r. in ein Blinkfeuer mit einer Gruppe von 16 Blinken: Blink 6s, kurze Pause 9s, nach dem letzten Blink lange Pause 69s, Wiederkehr 5m, mit weißem und rotem Sektor.
Tragweite: Weiß 25, rot 20sm.
1968

Reparaturarbeiten am Buk-Feuer
[NfS. 1736 v. 4.5.1968]

Geogr. Lage: Ungf. 54°08,0´N 11°41,7´O
Angaben: Am Buk-Feuer werden von etwa Mitte Mai bis etwa Mitte Juni 1968 Bauarbeiten ausgeführt. Während dieser Zeit ist damit zu rechnen, daß das Feuer kurzzeitig gelöscht wird.

NO-lich vom Signalberg wurden drei Meilenbaken-Richtlinien in Betrieb genommen.
1974

Sturmsignalstelle eingegangen
[NfS. 2376 v. 13.7.1974]

Geogr. Lage: Ungf. 54°08,0´N 11°41,7´O, beim Feuer.
Angaben: Die Sturmsignalstelle ist zu streichen.
1975

Tragweite geändert
[NfS. Nr. 550 v.. 8.2.1975]

Geogr. Lage: Ungf. 54°08,0´N 11°41,7´O.
Tragweite: Weiß 24, rot 20 sm.
1979

Leuchtturm automatisiert

Nach der Automatisierung verließ der letzte Leuchtturmwärter den Turm.
Die Überwachung erfolgt jetzt durch die Fernsteuerzentrale des "Seehydrographischen Dienstes der DDR"
Das Wärterhauses wurde zum NVA-Kinderferienlager .
1991

Er wird unter Denkmalschutz gestellt und an die Gemeinde Bastorf übergeben.
Bau der Zufahrtsstrasse zum LT.
1992
Komplette Sanierung des Leuchtturmes, einschließlich des ehemaligen Wärterhauses, von 1992 —1999

   Buk

Position: 54°08´N, 11°42´E
Kennung: Blk. (4) w/r. 45 s
Höhe über Wasser: 95 m
Höhe über Erdboden: 21 m
Tragweite: 24/20 sm
Angaben: roter, runder Turm mit rot-brauner Kuppel und oben mit einem breiten, weißem Band, an der S-Seite des Wärterhauses.

1993

Der rot-weiße Anstrich des Mauerwerks wurde 1993 im Zuge einer Grundinstandsetzung des Turmes entfernt, ebenfalls entfernt wurde das Vogelschutzgitter.

Feuer ztws. gelöscht
[NfS. Nr. 21 v. 28.5.1993]

Gelöscht bis 14.6.1993
1995

   Buk (C1400)




Position: 54°08´N, 11°42´E
Höhe über Erdboden: 21 m
Angaben: rot-brauner Turm mit roter Kuppel, N-lich des Wärterhauses.

2001



Das Wappen von Bastorf mit dem Leuchtturm Buk wurde am 20. Juli 2001 durch das Innenministerium unter der Nr. 248 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.
2003






Seit Juni 2003 ist der Turm auch besteigbar. Über 55 Stufen erreicht man die Aussichtsgalerie. Durchgängig von 11.00 - 17.00 Uhr.
2007















Sanierungsarbeiten am Mauerwerk



Die Telekom errichtete in unmittelbarer Entfernung vom Leuchtturm zwei Kommunikationsmasten für verschiedene Dienstleistungsanbieter.
Gleichfalls konnte hier im Jahre 2007 die neue Ausflugsgaststätte "Valentins" ihren Betrieb aufnehmen.
2008

Am 07.Juni 2008 feierte das WSA Lübeck/Außenbezirk Wismar und die Gemeinde Bastorf den 130. Geburtstag des Leuchtturmes

2010

   Buk (C 1400; 12000)







Position: 54°08´N, 11°42´E
Kennung: LFl. (4) WR. 45 s
Höhe über Wasser: 95 m
Höhe über Erdboden: 21 m
Tragweite: 24/20 sm
Angaben: rot-brauner, runder Turm mit roter Kuppel, N-lich des Wärterhauses.



   Lichtquelle: Halogenmetalldampflampe HQI-T 400 W (Haupt- und Reserve)
2011

   Die Antennen der ehemaligen Richtfunkstation wurden entfernt.
2014
   Am 03.07.2014 gab die Deutsche Post neue Leuchtturm-Marken heraus: Leuchtturm Pellworm und Leuchtturm Buk.

   Neue Richtfunk-Antennen an den Kommunikationsmasten.
2018

Leuchtfeuer Buk außer Betrieb
[BfS. 76/18; WSA Lübeck, 08.05.2018]

Geogr. Lage: ~54°07,9085´N 010°41,6086´´E
Zeit der Ausführung: Ab sofort, ohne weitere Nachricht
Gültig von: 08.05.2018
Gültig bis: 24.05.2018

Das Leuchtfeuer Buk (Lfv. Südwestliche Ostsee, lfd. Nr. 212000) wird vom 14.05. bis zum 24.05.2018 wegen Wartungs-/Umbauarbeiten außer Betrieb genommen.



Leuchtfeuer Buk außer Betrieb
[BfS. 158/18; WSA Lübeck, 22.08.2018]

Geogr. Lage: ~54°07,9085´N 010°41,6086´´E
Zeit der Ausführung: Vom 22. bis 23.08.2018, ohne weitere Nachricht
Gültig von: 22.08.2018
Gültig bis: 23.08.2018

Das Leuchtfeuer Buk (Lfv. Südwestliche Ostsee, lfd. Nr. 212000) wird in der Nacht vom 22.08. zum 23.08.2018 außer Betrieb genommen.







Meilenbaken Buk

Geogr. Lage: 54°08N, 11°46´O,    Standort: Auf dem Bastorfer Berg     Richtfeuer-Linie errichtet: 1968    Richtfeuer-Linie gelöscht: 1994    Richtbaken-Linie beseitigt: ?










[Ostsee-Handbuch, 1967 (Nachtrag)]

   "Eine Meßmeile vor Kühlungsborn verläuft in Richtung 90°—270°. Sie wird durch die Deckpeilung dreier Richtfeuerpaare und durch drei schwarz-weiße Spitztonnen in zwei Strecken von je 1 sm unterteilt. Zwei schwarz-weiße Leuchttonnen "Meile West" bzw. "Meile Ost" bezeichnen die Anlaufpunkte beiderseits der Meile."


1968
Drei befeuerte Meilenstrecken in Betrieb genommen

Meilenbaken errichtet, Richtfeuer angezündet
[NfS. Nr. 2135 v. 1.6.1968 (N.M.f.S. Nr. 20/1126. Rostock 1968)]


1. Meile 1-Richtfeuer

Geogr. Lage:
   a) 54°08´00´´N, 11°46´39´´O, Oberfeuer
   b) 54°08´25´´N, 11°46´39´´O, Unterfeuer.
Karteneintragung: Jeweils Ubr.
Feuerträger: Jeweils weiße Gitterbake mit rotem Dreiecktoppzeichen.


2. Meile 2-Richtfeuer

Geogr. Lage:
   a) 54°07´36´´N, 11°45´00´´O, Oberfeuer
   b) 54°08´00´´N, 11°45´00´´O, Unterfeuer.
Karteneintragung: Jeweils Ubr. Grp. (2)
Feuerträger: Jeweils weiße Gitterbake mit rotem Dreiecktoppzeichen.


3. Meile 3-Richtfeuer

Geogr. Lage:
   a) 54°07´51´´N, 11°43´18´´O, Oberfeuer
   b) 54°08´30´´N, 11°43´10´´O, Unterfeuer.
Karteneintragung: Jeweils Ubr. Grp. (3)
Feuerträger: Jeweils weiße Gitterbake mit rotem Dreiecktoppzeichen.

Angaben: Die Richtfeuer bezeichnen eine Meßstrecke von 2 sm. Die beiden Leuchttonnen und die in den Deckpeilungen der Richtfeuer ausliegenden Tonnen Meile 1, Meile 2 und Meile3 dienen zur Bezeichnung des Ablaufkurses 270° bzw. 90°.
1991

Richtfeuerlinie Meile 1 nur noch bei Anforderung
[NfS. 15 v. 12.4.1991]


Die Feuer auf

54°08,0´N 11°46,7´E
54°07,6´N 11°45,0´E
54°07,9´N 11°43,3´E

brennen "ztws.".
1993


Meile 1, Unterfeuer (C 1401.4)
Position: 54°08´N, 011°47´E
Kennung: Ubr. 5 s; Auf Anforderung
Nenn-TW: 11 M
Angaben: Graue Gitterbake mit rotem



Meile 1, Oberfeuer (C 1401.41)

Position: 54°08´N, 011°47´E
Kennung: Ubr. 5 s; Auf Anforderung
Nenn-TW: 11 M
Angaben: Graue Gitterbake mit rotem



Bemerkungen: Je Ubr. (2) 10 s, Rcht-F-L. Meile 2 (C 1401.2, 1401.01); und
je Ubr. (3) 15 s, Rcht-F-L. Meile 3 (C 1401, 401.01);
Bezeichnen mit Rcht-F-L. Meile 1 eine Meßstrecke von 2 sm. Die g. bakenförmige Lcht-Tn. Meile Ost mit x Blz. g. 4s sowie die g. bakenförmige Lcht-Tn. Meile West mit x Ubr. (2) g. 9s bezeichnen des Ablaufkurses 270° bzw. 90°.

1994
Feuer der Meilenbaken gelöscht

Richtfeuer- in Richtbakenlinien geändert
[NfS. 39 v. 30.9.1994]


Baken mit

r. auf 54°08,5´N 11°43,3´E
r. auf 54°07,8´N 11°43,3´E
r. auf 54°08,0´N 11°45,0´E
r. auf 54°07,6´N 11°45,0´E
r. auf 54°08,5´N 11°46,7´E
r. auf 54°08,0´N 11°46,7´E.

1996

Meile-Leuchttonnen beseitigt
[NfS. 7 v. 16.2.1996]

gelbe Leuchttonne Meile O auf 54°11,5´N 11°48,3´E
gelbe Leuchttonne Meile W auf 54°11,5´N 11°41,5´E


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