Deutsche Küste > Außen-Jade






Das Feuerschiff Aussenjade, (von M. Bischoff, auf Holz gezeichnet von Theodor Weber)

Feuerschiff-Station "AUSSENJADE"

Erst-Position: 53°52´N, 7°57´O     Station eingerichtet: 22. April 1871     Station aufgehoben: 1939




1871

Feuerschiff in der Jade
[Handels-und Schifffahrtsnachrichten v. 1871]

   Im Laufe dieses Frühjahrs soll in der Außen-Jade unweit der Tonne 5 ein Feuerschiff mit drei Pfahlmasten ausgelegt werden, welches bei Tage zwei Kugeln am Topp des Fock- und Besahnmastes und bei Nacht zwei feste weiße Feuer am Groß- und Fockmast zeigen wird. Das Feuer am Großmast soll 50´rheinl., das am Fockmast 34´über dem Wasserspiegel hoch sein; beide Feuer werden bei klarer Luft mindestens 9 Seem. weit sichtbar sein.
   Das Schiff ist roth gemalt und hat an beiden Seiten die Bezeichnung "Außen-Jade" mit weißen Buchstaben.
Am 22. April 1871 wurde die Station Außenjade in Betrieb genommen.
1874

"Aussenjade No.1" ztw. eingezogen
[NfS. No. 313 v. 20.6.1874]

   Wegen Reparaturarbeiten wird das in der Jade stationirte Feuerschiff "Aussenjade No.1" am 22. Juni d.J. seine Station verlassen und voraussichtlich erst am 7. Juli d.J. dieselbe wieder einnehmen.
1875


"Aussenjade No.1" wieder ausgelegt
[NfS. No. 35 v. 16.1.1875]

   Am 6. Januar d.J. ist das am 30. Dezember 1874 wegen Kettenbruchs eingezogene Feuerschiff "Aussenjade No.1" wieder ausgelegt worden.
1876

Station verlegt
[NfS. No. v. 08. Juli 1876]


   Das Feuerschiff "Außen-Jade" ist verlegt und liegt jetzt in :
53°48´36´´Nord-Br., 8°1´48´´Ost-Lg.

1878

   Aussen-Jade (Lfd.Nr. 120), Feuerschiff in der Jade, wo sich das Jade-Fahrwasser in das sogenannte Wangeroog- und nördliche Fahrwasser theilt, auf 10 m Wasser.




Geogr. Lage des Feuers: 53°48'39´´N-Br. und 08°1´42´´O-Lg.
Lichterscheinung: Zwei weisse feste F., am Gross- und Fockmast, den ganzen Horizont beleuchtend.
Ausserdem am Fockstag eine Ankerlaterne, 1,9 m über der Regeling.

Beschreibung des Leuchtapparates: Jedes Feuer hat drei Linsen-Apparate VI. Ordnung mit je 1 Lampe mit 39 mm weitem Brenner.
Die 3 Laternen hängen in drei Gabeln eines eisernen Gerüstes, welches Abends aufgewunden wird.
Erleuchtungsmaterial: Petroleum
Höhe der Flamme Grossmast-Feuer: 1,7 m, Fockmast-Feuer: 9,4 m
Bei hohem Seegang nur auf 12,6 bezw. 7,9 m.
Sichtbarkeit: 9 Seemeilen

Beschreibung des Leuchtschiffes: Roth angestrichenes Schiff, mit drei Pfahlmasten und dem Namen "AUSSEN-JADE" in weissen 90 cm hohen Buchstaben auf beiden Seiten zwischen den Gross- und Fockwanten.


Führt im Vor- und Grosstop eine schwarze Kugel aus Flechtwerk,




am Heck bei Tage die Flagge der Deutschen Kriegs-Marine mit Lootsenabzeichen.

Nebelsignal-Einrichtung: Bei nebeligem oder unsichtigem Wetter wird in Pausen von 2 Min., mit rasch aufeinander folgenden Schlägen, 2 Min. lang die Schiffsglocke geläutet.
Sonstige Signal-Einrichtungen: 2 Signalgeschütze, mit welchen alle 3 Min. ein Doppelschuss abgegeben wird, wenn Schiffe in der Nähe des Feuerschiffes einen falschen Kurs steuern.
Fernsignalzeichen und Signalflaggen nach dem internationalen Signalbuch.
Nothsignale anderer Fahrzeuge werden repetirt bezw. für dieselben abgegeben, um dadurch Hülfe vom Lande herbeizuführen.

Das Feuer ist errichtet: 1876

Bemerkungen: Feuerschiff "Aussen-Jade" ist beim Einkommen durch das Wangeroog-Fahrwasser an Backbord, beim Einkommen durch das nördliche Fahrwasser an Steuerbord zu lassen.
Wenn nicht auf richtiger Station liegend, werden die Leuchtfeuer nicht angezündet,
bei Tage eine schwarze viereckige Flagge am Besahnstop geheisst und wenn angängig die Topkörbe gestrichen.
1884

Verlegung des Feuerschiffes "Außenjade"
[NfS. No. 756 v. 17.5.1884]

   Wegen Verschiebung der östlichen Kante des Minsener Sandes ist die Verlegung des Feuerschiffes "Außenjade" in östlicher Richtung nothwendig geworden.
Dasselbe wird auf 15 m Wasser in folgenden Peilungen zu liegen kommen:






Leuchtthurm Wangeroog in N 86° 2´W
Leuchtthurm Schillighörn in S 24° 30´W
Feuerschiff Minsener Sand in S 14° 5´O
Minsener Old Oog-Bake in S 50° 8´W


   Die Verlegung des Feuerschiffes wird nach dem 22. Mai d.J., sobald die Witterungsverhältnisse es gestatten, stattfinden.
1890

Beabsichtigte Verlegung des Feuerschiffes
[NfS. No. 1396 v. 5.7.1890]

   Wegen Änderungen im Wangerooger Fahrwasser der Jade soll das Feuerschiff "Außenjade" im Laufe des Monats Juli verlegt werden, und zwar in ungefähr: 53°48´40´´N-Br. 8°3´17´´O-Lg.

Station verlegt
[NfS. No. 1568 v. 26.7.1890]; vgl. No. 1396 d.J.

   Wegen Änderungen im Wangerooger Fahrwasser der Jade ist am 23. Juli d. J. das Feuerschiff "Außenjade" verlegt worden; dasselbe liegt auf 15 m Wasser in folgenden Peilungen:

Leuchtthurm Rothe Sand in N35°36´O
Leuchtthurm Schillighörn in S21°3´W
Minsener Old Oog-Bake in S42°40´W
Leuchtthurm Wangeroog in S89°35´W

Geogr. Lage: 58°48´41´´N-Br. 8°3´3´´O-Lg.
1891

Feuerschiff "Außenjade" wird verlegt
[NfS. No. 1546 v. 18.7.1891]

   Die Verschiebung des Minsener Sandes erfordert, daß das Feuerschiffes "Außen Jade" ca 250 m nach östlicher Richtung verlegt wird bis in die Deckpeilung
"Feuerschiff Minsener Sand und Mellum-Bake"

Diese Verlegung soll nach dem 20. Juli d. J. so bald als thunlich vorgenommem werden. ...

Feuerschiff "Außenjade" ist verlegt
[NfS. No. 1595 v. 25.7.1891]

   Die Verlegung des Feuerschiffs "Außenjade" hat jetzt stattgefunden. Dasselbe liegt auf 17,5 m Wasser in 53°48´41´´N-Br. 8°3´23´´O-Lg.
1893

Beabsichtigte Veränderung der Betonnung
des Jade-Fahrwassers
[NfS. No. 1199 v. 17.6.1893]

   Ende dieses Monats wird das Minsener Fahrwasser als Hauptfahrwasser für größere Schiffe betonnt werden. Zur besseren Bezeichnung desselben soll das Feuerschiff "Außenjade" weiter westwärts verlegt werden, die Deckpeilung dieses Feuerschiffes und des Feuerschiffes "Bremen" wird die Richtung des Fahrwassers im Wangerooger Fahrwasser angeben.

   Das Minsener Fahrwasser wird an der Westseite durch die Tonnen F, G, H, J und K und an der Ostseite durch eine Leuchttonne No. 7, Tonne No. 8, Feuerschiff "Minsener Sand" und Tonne No. 9 bezeichnet werden.
Das Jade-Fahrwasser östlich vom Minsener Sand und der Jade Plate erhält den Namen "Alte Jade" und soll durch Tonnen mit entsprechender Bezeichnung betonnt werden.

Verlegung des Feuerschiffes "Außenjade" und
"Minsener Sand"
[NfS. No. 1369 v. 8.7.1893]; vgl. No. 1199

   Mit Bezug auf die beabsichtigte Veränderung in der Betonnung der Jade sind die Feuerschiffe "Außenjade" und "Minsener Sand" verlegt worden.
Geogr. Lage des Feuerschiffes "Außenjade": 53°48´57´´N-Br., 8°0´35´´O-Lg.
1895

Warnung gegen unrichtige Benutzung der Feuerschiffe "Außenjade" und Minsener Sand" zur Orientierung
[NfS. No. 608 v. 9.3.1895]; vgl. No. 1369

    Nach der im Jahre 1893 erfolgten Verlegung der Feuerschiffe "Außenjade" und "Minsener Sand" führt deren Deckpeilung nach nördlicher Richtung nicht mehr frei von Untiefen, sondern über die flache Stelle der Jade Plate, die bei Niedrigwasser beinahe trocken fällt. Das Fahren in der vorher erwähnten Deckpeilung ist also selbst für flachgehende Fahrzeuge gefährlich.

Bemerkung über die Deckpeilung der beiden Feuerschiffe "Außenjade" und "Minsener Sand" zur Orientierung
[NfS. No. 694 v. 23.3.1895]

   Die Deckpeilung der beiden Feuerschiffe "Außenjade" und "Minsener Sand", welche von nicht tiefgehenden Fahrzeugen früher vielfach als Richtungslinie für das Einlaufen in die Jade benutzt wurde, kann hierzu nach der 1893 stattgefundenen Verlegung der Feuerschiffe nicht mehr benutzt werden. Die angegebene Linie führt jetzt über die flachsten Stellen der Jadeplate, die bei Niedrigwasser nahezu trocken fallen.
1898

Feuerschiff Außen-Jade, dreimastig mit je einem schwarzen Ball im Vor- und Großtopp, liegt vor 200 m Kette ohne Muring vor der Einfahrt in die Alte Jade.

Seetelegraphenanstalt auf dem Feuerschiff Außen-Jade.
Lotsen. Das Außen-Jade-Feuerschiff ist Lotsenabhol- und Absetzstelle, wenn Lotsenfahrzeug abwesend ist. Nachtsignale. Das Feuerschiff Außen-Jade ist mit Morseblinklaterne für Nachtsignale ausgerüstet.

Funkentelegraphiestation (Telefunken) auf dem Außen-Jade-Feuerschiff gehört zu den Küstenstationen mit beschränktem öffentlichen Verkehr, d. h. sie befördert nur Telegramme, die ihr von Schiffen auf anderem als funkentelegraphischem Wege (Flaggensignal nach dem internationalen Signalbuch, Winkersignal, Boot) zugehen. Im Marineverkehr und bei außergewöhnlichen Ereignissen tauscht Feuerschiff Außenjade alle Nachrichten mit der Funkentelegraphenstation Wilhelmshaven, in allen andern Fällen dagegen mit der öffentlichen Küstenstation Cuxhaven aus. Mit Schiffen in See ist nur in Notfällen (Seegefahr) zu verkehren.
Rufzeichen "F A U", normale Reichweite 100 km,
Wellenlänge 300 m,
Dienststunden: ununterbrochen.

Rettungsstelle mit Boot auf dem Außen-Jade-Feuerschiff.

1900

Abgabe von Wasserstandssignalen
[NfS. No. 418 v. 17.2.1900 + No. 722 v. 1901]

   Vom 1. März d. J. werden für Schiffe der Kaiserlichen Marine und großen Handelsdampfer vom Leuchtthurm Wangeroog für einkommende und vom Feuerschiff "Außenjade" für ausgehende Schiffe Wasserstands-Tagessignale von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf der Außenjade gemacht.
   Die Signale werden nach der Zahlentafel des internationalen Signalbuches gemacht und geben in dcm Decimeter) an, wie hoch das Wasser über dem mittleren Spring-Niedrigwasser (Kartenniveau) steht.
   Wird daher z.B. die Zahl 12 signalisirt, so bedeutet das Signal, daß in der Außenjade 12 dcm mehr Wasser vorzufinden sind als in der Karte der Außen-Jade angegeben ist.
   Wenn ausnahmsweise der Wasserstand unter dem mittleren Spring-Niedrigwasser steht, wird über dem Zahlensignal ein schwarzer Ball geheißt. In diesem Falle sind also geringere wassertiefen vorhanden als die Karte der Außen-Jade angiebt.
   Die Signale werden dem Stande des Wassers entsprechend von 2 zu 2 dem geändert und nur so lange gezeigt, bis die aus- bezw. einlaufenden Schiffe in Signalweite der Signalstelle sind.
1903

Ersatz und Änderung der Befeuerung
[NfS. No. 1385 v. 4.7.1903]



   Nach Mitteilung des Lotsenkommandos in Wilhelmshaven vom 30. Juni d. J. wird voraussichtlich Mitte Juli d. J. das alte Feuerschiff "Außen-Jade im Wangerooger Fahrwasser eingezogen und durch das neue Feuerschiff Außen-Jade ersetzt werden. Letzteres soll zunächst versuchsweise im Fahrwasser "Alte Jade" bis zur Ermittlung des geeignetsten Ankerplatzes auf der geogr. Lage: 53°50´23´´N-Br. 7°59´6´´O-Lg. verankert werden.
   Das neue Feuerschiff "Außen-Jadewird bei nebligem oder unsichtigem Wetter in jeder Minute ein Signal mit einer Sirene abgeben.
Kann dieses Signal bei plötzlich eintretendem Nebel oder aus einem anderen Grund nicht sofort gemacht werden, so treten an dessen Stelle 2 min lang kurz aufeinander folgende einzelne Glockenschläge mit darauf folgenden Pausen von 2 min Dauer.
   An Stelle des alten Feuerschiff "Außen-Jade soll im Wangerooger Fahrwasser die Leuchttonne Nr. 5 mit einem weißen unterbrochenen Feuer ausgelegt und die schwarze spitze Tonne Nr. 5 eingezogen werden.


Auswechslung verschoben
[NfS. No. 1529 v. 18.7.1903]

   Nach Mitteilung des Lotsenkommandos in Wilhelmshaven vom 11. Juli d. J. ist die in Aussicht genommene Auslegung des neuen Außenjade-Feuerschiffes wegen Ausführung dringender Arbeiten vorläufig verschoben worden.

Station vorübergehend verlegt
[NfS. No. 1728 v. 15.8.1903]

   Nach Mitteilung des Lotsenkommandos in Wilhelmshaven vom 8. und 11. August d. J. ist das Feuerschiff "Außen Jade" nach dem Fahrwasser Alte Jade zunächst versuchsweise auf die geogr. Lage: 53°50´23´´N-Br. 7°59´6´´O-Lg. verlegt und die Leuchttonne AJ/1 eingezogen und durch eine schwarze spitze Tonne AJ/1 ersetzt worden.
1904

Station verlegt
[NfS. Nr. 243 v. 6.2.1904]

   Das Lotsenkommando in Wilhelmshaven hat Anfang Februar d. J. mitgeteilt, daß das Feuerschiff "Außen-Jade" auf die geogr. Lage: 53°50´32´´N 7°59´14´´O-Lg. in 12 m Tiefe verlegt ist und seine Ankerbojen eingezogen worden sind.
Bei Nacht einlaufende Schiffe haben das Feuerschiff 100 m B-B. zu lassen.
Die Leuchttonne AJ/1 ist eingezogen und die Leuchttonne Nr. 8 ausgelegt worden.

Masthöhe der Feuerschiffe
[NfS. Nr. 1451 v. 23.7.1904]

   Die Küstenbezirksämter haben die Masthöhen der deutschen Feuerschiffe in den Gewässern der Nordsee, wie folgt angegeben:

Außen Jade

   Höhe in m von der Wasserlinie bis zur Oberkante der Tagesmarke:

Fockmast: 20,2 m
Großmast: 21,2 m



Nachtsignaldienst eingerichtet
[NfS. Nr. 1748 v. 3.9.1904]

   Nach Mitteilung des Lotsenkommandos in Wilhelmshaven vom 27. August d. J. ist das Feuerschiff "Außen-Jade" mit einem elektrischen Nachtsignalapparat ausgerüstet worden;
der Nachtsignaldienst wird vom 1. September d. J. beginnen.

Station verlegt
[NfS. Nr. 1749 v. 3.9.1904]

   Nach Mitteilung des Lotsenkommandos in Wilhelmshaven vom 30. August d. J. mitgeteilt, daß infolge von Veränderungen des Fahrwassers folgende Seezeichen verlegt worden sind:

Das Feuerschiff Außenjade auf 11,5 m Tiefe auf die geogr. Lage: 53°50´45´´N-Br. 7°59´0´´O-Lg.



Veränderung beabsichtigt
[NfS. Nr. 2384 v. 19.11.1904]

   Das zur Zeit eingezogene Feuerschiff Außenjade soll bei Eintritt geeigneter Witterung auf 53°51´30´´N-Br. 7°56´40´´O-Lg. ausgelegt werden

Station verlegt
[NfS. Nr. 2438 v. 26.11.1904]

   Nach telegraphischer Mitteilung des Lotsenkommandos in Wilhelmshaven vom 25. November d. J. ist das Feuerschiff Außenjade auf der neuen Station wieder ausgelegt worden.
Geogr. Lage: 53°51´30´´N-Br. 7°56´40´´O-Lg.
1905

Feuerhöhe verändert
[Küstenbezirksamt Wilhelmshaven 27. September 1909; (NfS. Nr. 2272 v. 9.10.1909)]

   Die Feuer auf dem Feuerschiff "Außen Jade" sind erhöht worden.
Das Feuer am Großmast befindet sich jetzt unter gewöhnlichen Seeverhältnissen 16,7 m, das am Fockmast 10,5 m über Wasser.
Bei hohem Seegang werden die Feuer wie bisher auf 12,6 und 7,9 m Höhe herabgefiert.
Lage: 53°51´30´´N-Br., 7°56´40´´O-Lg.
1906

Tagsignal verändert
[NfS.No. 1030 v. 12.5.1906]

   Als einheitliches Tagsignal für vertriebene oder nicht auf Station aber auch in See befindliche deutsche Feuerschiffe wird von diesen künftig eine schwarze oder dunkle Flagge größeren Formats gezeigt werden.
Das bisher hierzu benutzte internationale Signal QE wird nicht mehr gezeigt.
Das für diesen Fall vorgeschriebene Abnehmen der Bälle aus den Toppen der Masten bleibt bestehen, wenn es ausführbar ist.
1910

   Außen-Jade (Nr. 413), Feuerschiff auf 16,5 m Wassertiefe vor dem Fahrwasser Alte Jade.


Geogr. Lage: 53°51´30´´N 7°56´40´´O
Kennung: 2 F. am Fock- und Großmast, (Lins. VI., Petroleum)
Höhe des Feuers über Hochwasser: 16,7 m
Höhe des Fockmastes: 20,2 m
Höhe des Großmastes: 21,2 m
Sichtweite: 9 Sm
Angaben: Rotes, dreimastiges, eisernes Schiff mit der weißen Aufschrift "Außen-Jade" an beiden Seiten;
im Vor- und Großtopp je ein schwarzer Ball.


"Die Mündungen der Jade & Weser" (Reichs-Marine-Amt, Berlin 1902; berichtigt bis 1910)

1918

Wiederauslegung
[NfS. Nr. 2324 v. 4. Dezember 1918]

   Das Feuerschiff Außenjade ist auf 53°49´34´´N, 8°5´0´´O. ausgelegt.
Es zeigt zwei weiße Festfeuer, im Großmast etwas höher als im Vormast.
Bei Nebel oder unsichtigem Wetter werden mit einer Preßluftsirene Gruppen von vier Tönen, Wiederkehr 1m abgegeben.
1922

Außen-Jade-Feuerschiff, rot, dreimastig, je ein schwarzer Ball im Vor- und Großtopp, liegt vor 200 m Kette ohne Muring vor der Einfahrt in die Alte Weser

Nebelsignale, Unterwasserglocke, Warnungssignale, Marinenachrichtenstelle, Funkstelle, Seetelegramme, Nachtsignale mit Morseblinklaterne auf dem Außenjade-Feuerschiff.
Die Marinenachrichtenstelle ist zum Nachrichtenaustausch mit Flaggen, Morselampen und Winkflaggen ausgerüstet und Tag und Nacht betriebsfähig.
Mangels einer unmittelbaren Kabelverbindung erfolgt die Weitergabe der aufgegebenen und abzugebenden Telegramme funkentelegraphisch über die Funkstelle Wilhelmshaven.
In Fällen von Seenot steht die Funkstelle auch Schiffen zur Verfügung.

Lotsenstation auf dem Außenjade-Feuerschiff.
Lotsenflagge auf dem Feuerschiff, wenn ein Jade-Lotse an Bord ist.

Rettungsboot auf dem Feuerschiff "Außen-Jade".

1929

Verlegung beabsichtigt
[NfS. Nr. 2303 v. 29.6.1929]

   Infolge Veränderung der Sände ist beabsichtigt, in nächster Zeit das Feuerschiff Außenjade etwa 700 m in westsüdwestlicher Richtung auf 17 m Wasser nach 53°51´26´´N, 7°56´11,5´´O zu verlegen.

Verlegung ausgeführt
[NfS. Nr. 2385 v. 6.7.1929]

Angaben: Die mit der früheren Nachricht angekündigte Verlegung der Feuerschiffe Außenjade und Minsenersand und der roten Spierentonnen AJ/A und AJ/b ist ausgeführt.

Außenjade-Feuerschiff verlegt
[NfS. Nr. 4766 v. 14.12.1929]

Das Feuerschiff Außenjade hat wegen Kettenbruchs die Station verlassen und liegt jetzt 1,5 Sm vom Bremen-Feuerschiff vor Anker.

Ersatz-Feuerschiff ausgelegt
[NfS. Nr. 4783 v. 21.12.1929]

Feuerschiff Reserve Jade ist als Ersatz für das wegen Kettenbruchs vorübergehend eingezogene Stammfeuerschiff Außenjade etwa 0,8 Sm mw. NW¾ W von dessen Station ausgelegt worden, auf 53°51´47´´N 7°55´2´´O.
1930

Außenjade-Feuerschiff wieder ausgelegt
[NfS. Nr. 336 v. 1.2.1930]

Das Feuerschiff Außenjade ist auf seine Station auf 53°51´26´´N 7°56´11,5´´O wieder ausgelegt und das Reserve-Feuerschiff eingezogen. worden.

Feuerschiff verlegt
[NfS. Nr. 677 v. 22.2.1930]

Neue geogr. Lage: 53°51´34´´N, 7°56´13´´O.
Angaben: Das Außenjade-Feuerschiff ist etwa 230 m in nördlicher Richtung auf die obige Lage verlegt worden.

Feuerschiff vertrieben
[NfS. Nr. 4582 v. 15.11.1930]

Geogr. Lage: Ungf. 53°51´N, 7°56´O.
Angaben: Das Feuerschiff hat infolge Kettenbruchs die Station verlassen.

Feuerschiff zeitweilig ausgewechselt
[NfS. Nr. 4613 v. 22.11.1930]

Bisherige geogr. Lage: Ungf. 53°52´N, 7°56´O.
Angaben: Das Außenjade-Feuerschiff ist zur Ergänzung seines Ankergeschirrs eingezogen und durch das Reservefeuerschiff ersetzt worden, das zeitweilig für die Dauer der Sucharbeiten nach dem verlorenen Ankergeschirr auf 53°51´44´´N 7°55´21´´O liegt.

Lage des Feuerschiffes
[NfS. Nr. 5037 v. 20.12.1930+ Nr. 5145]

Neue geogr. Lage: 53°51´41´´N, 7°55´36´´O.
Angaben: Das Stammfeuerschiff Außenjade ist endgültig auf die obige Lage gelegt worden; das Reservefeuerschiff ist eingezogen.
1933

Feuerschiff wird zeitweilig ausgewechselt
[NfS. Nr. 972 v. 25.3.1933]

Geogr. Lage: Ungf. 53°52´N, 7°56´O.
Angaben: Das Feuerschiff wird Ende März 1933 ohne weitere Nachricht zum Einbau einer Motorenanlage als Fahrmaschine für mehrere Monate eingezogen und durch das Reserve-Feuerschiff ersetzt werden.
Kennungen bleiben unverändert. Geogr. Lage: Ungf. 53°52´N, 7°56´O zu verlegen.


Feuerschiff wird wieder ausgelegt
[Seez. Wilhelmshaven 22. September 1933; (NfS. Nr. 3522 v. 30.9.1933)]


Geogr. Lage: Ungf. 53°52´N, 7°56´O
Angaben: Das Stammfeuerschiff Außenjade wird nach erfolgtem Umbau seine Station voraussichtlich Anfang Oktober 1933 ohne weitere Nachricht wieder einnehmen und das Reservefeuerschiff eingezogen werden.
   Das Feuerschiff Außenjade ist 6 m verlängert worden, hat eine Motorenanlage als Fahrmaschine, eine verstärkte Luft-Nebelsignalanlage und eine vor dem Großmast stehende Kommandobrücke erhalten.
Die Tagmarke, ein schwarzer Ball, befindet sich jetzt am Vortopp, Oberkante 17 m über Wasser. Die Laterne ist am Großmast geblieben. Feuerhöhe 16,7 m über Wasser.

1936

   Bei einem Orkan wurde das Feuerschiff am 27. Oktober 1936 schwer in Mitleidenschaft gezogen. Der Sturm aus West drückte das Schiff auf der Leeseite unter Wasser, wodurch der Ankerspill stark beschädigt wurde. Die einzige Möglichkeit sich aus der mißlichen Lage zu befreien, war das Kappen der Ankerkette. Dadurch konnte die "Außenjade" noch mit eigener Kraft die "Weser" erreichen und ankerte am Leuchtturm Hohe Weg.
   Es war derselbe Orkan, der zu dem tragischen Untergang des Feuerschiffes Elbe I führte.

Station verlassen
[St-K. Wilhelmshaven und Feuerschiff Außenjade 27./28. Oktober 1936;
(NfS. Nr. 4919 v. 31.10.1936)]

a) Geogr. Lage: Ungf. 53°52´N, 7°56´O.
Angaben: Das Feuerschiff hat wegen Bruch des Ankerspills die Station verlassen.

b) Leuchttonne
Geogr. Lage: 53°51´57´´N, 7°55´36´´O.
Angaben:Auf der Station des Feuerschiffes "Außenjade" ist zeitweilig eine schwarz-rote Leuchttonne ausgelegt.

Station wieder besetzt
[NfS. Nr. 5198 v. 21.11.1936]

Geogr. Lage: Ungf. 53°52´N, 7°56´O.
Angaben: Das Feuerschiff "Außenjade" ist wieder ausgelegt und die Leuchttonne eingezogen worden.
1938

Feuerschiffe "Minsenersand" und "Außenjade" werden verlegt
[NfS. Nr.1913+3820 v. 10. September 1938]

   Wegen Änderung des Fahrwassers werden die Feuerschiffe wie folgt verlegt:

a) Das Feuerschiff Außenjade nach 53°51´51´´ N, 7°56´27´´O auf 18 m Wasser,
b) Das Feuerschiff Minsenersand nach 53°50´9´´ N, 8°4´42´´O auf 13 m Wasser

1939
Feuerschiff-Station Außenjade aufgehoben

< < zurück