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Feuerschiff-Station "GENIUS BANK"

Erst-Position: 53°45´23´´N, 8° 5´6´´O    Station eingerichtet: 1877     Station aufgehoben: 1920



1875

Beabsichtigte Einrichtung von Leuchtfeuern in der Jade
[NfS. No. 197 v. 27.3.1875]

   Zur besseren Beleuchtung der Jade wird beabsichtigt, an nachstehenden Punkten Leuchtfeuer zu errichten resp. Feuerschiffe auszulegen:

1. Bei dem Minsener Sand ein Feuerschiff mit einem rothen festen Feuer.
2. Auf Schillighörn, der NO-Spitze des Festlandes, in der Nähe des gleichnamigen Ortes, 2 Feuer.
3. Bei der Genius Bank ein Feuerschiff mit einem weißen festen Feuer.
4. Bei Varel, in der Nähe des gleichnamigen Ortes, ein rothes und ein weisses festes Feuer.

1877
Feuerschiff-Station "Geniusbank" eingerichtet
1878

Genius-Bank (Lfd. Nr.: 122), Feuerschiff in der Innen-Jade, östlich der Genius-Bank

Geogr. Lage des Feuers: 53°45´23´´N, 8° 5´6´´O
Lichterscheinung: Ein weisses festes F., ausserdem am Fockstag eine Ankerlaterne
Beschreibung des Leuchtapparates: Das Feuer hat 3 Linsen-Apparate VI. Ordnung, mit je 1 Lampe mit 39 mm weitem Brenner.
Die 3 Laternen hängen in 3 Gabeln eines eisernen Gerüstes, welches Abends aufgewunden wird.
Erleuchtungsmaterial: Petroleum
Sichtbarkeit: 7 - 8 Seemeilen

Beschreibung des Leuchtschiffes: Roth angestrichenes Schiff, mit 1 Pfahlmast und dem Namen "GENIUS-BANK" in weissen Buchstaben mittschiffs auf beiden Seiten.
1907/09

Führt im Grosstop eine schwarze Kugel aus Korbgeflecht.
Bei Tage am Heck die Flagge der Deutschen Kriegs-Marine mit Lootsen-Abzeichen.

Nebelsignal-Einrichtung: Bei nebeligem oder unsichtigem Wetter wird in Pausen von 3 Min., 2 Min. lang mit langsam aufeinander folgenden Schlägen mit der Schiffsglocke geläutet.
Sonstige Signal-Einrichtungen: 2 Signalgeschütze, mit welchen alle 3 Min. ein Doppelschuss abgegeben wird, wenn Schiffe in der Nähe des Feuerschiffes einen falschen Kurs steuern.
Fernsignalzeichen und Signalflaggen nach dem internationalen Signalbuch.
Nothsignale anderer Fahrzeuge werden repetirt bezw. für dieselben abgegeben, um dadurch Hülfe vom Lande herbeizuführen.

Das Feuer ist errichtet: 1877

Bemerkungen: Auslegung beabsichtigt.
Wenn nicht auf richtiger Station liegend, wird das Leuchtfeuer nicht angezündet,
bei Tage eine schwarze viereckige Flagge am Top geheisst und wenn angängig der Topkorb gestrichen.

1894

Veränderte Lage des Feuerschiffes
"Genius-Bank"
[NfS. No. 2723 v. 1894]

   Wegen besserer Bezeichnung der südlich vom Feuerschiff "Genius-Bank" liegenden 6,5 m Stelle ist das Feuerschiff ca 150 m südlich verlegt, in: 53°34´43´´N, 8°10´46´´O.

1900

Feuerschiff ztw. eingezogen
[NfS. No. 138 v. 20.1.1900]

   Nach Mittheilung des Kaiserlichen Lootsenkommandos an der Jade vom 15. Januar d.J. ist das Feuerschiff Genius-Bank wegen des Eisganges zeitweilig eingezogen worden.

Wiederauslegung des Feuerschiffes
[NfS. No. 207 v. 27.1.1900]; vgl. NfS. 138 d.J.

   Nach Mittheilung des Kaiserlichen Lootsenkommandos an der Jade vom 20. Januar d.J. ist das Feuerschiff Genius-Bank am vorhergehenden Tage wieder auf seiner Station ausgelegt worden.

1904

Masthöhe der Feuerschiffe
[NfS. Nr. 1451 v. 23.7.1904]

   Die Küstenbezirksämter haben die Masthöhen der deutschen Feuerschiffe in den Gewässern der Nordsee, wie folgt angegeben:

Genius Bank

   Höhe in m von der Wasserlinie bis zur Oberkante der Tagesmarke:

Großmast: 15,2 m.

1906

Tagsignal verändert
[NfS.No. 1030 v. 12.5.1906]

   Als einheitliches Tagsignal für vertriebene oder nicht auf Station aber auch in See befindliche deutsche Feuerschiffe wird von diesen künftig eine schwarze oder dunkle Flagge größeren Formats gezeigt werden.
Das bisher hierzu benutzte internationale Signal QE wird nicht mehr gezeigt.
Das für diesen Fall vorgeschriebene Abnehmen der Bälle aus den Toppen der Masten bleibt bestehen, wenn es ausführbar ist.
1908

Neue Lage
[NfS. No. 51 v. 11.1.1908]

   Das Feuerschiff Geniusbank ist wieder ausgelegt worden und befindet sich jetzt auf: 53°34´43,5´´N-Br. 8°11´2,5´´O-Lg.
1914

   Genius-Bank (Lfd. Nr.: 2151), Feuerschiff auf 11 m Wassertiefe am S-Ende dieser Bank



Geogr. Lage: 53°35´N, 8°11´O
Kennung: F.
Feuerhöhe: 12 m, bei hohem Seegang nur 8 Sm
Höhe des Großmastes : 15,2 m
Sichtweite: 8 Sm

Angaben: Rotes, einmastiges, hölzernes Schiff mit der weißen Aufschrift "Genius-Bank" an beiden Seiten; schwarzer Ball im Topp.
Am Heck die Reichsdienstflagge der Marine.
Beschreibung: Ankerlaterne,
Genius-Bank-Feuerschiff liegt ohne Muring vor 200 m Kette.
Unterstehen der Kaiserlichen Marine.


"Mündung der Jade und Weser" (Reichs-Marine-Amt Berlin, bericht. bis 1917

1919

Feuerschiff "Geniusbank" ausgelegt
[NfS. Nr. 2518 v. 6.9.1919]

   Das Genius-Bank-Feuerschiff in der Innenjade ist wieder auf seiner Station ausgelegt und die Leuchttonne, die zeitweilig als Ersatz des Feuerschiffes auslag, eingezogen worden.
Das Feuerschiff liegt vor 135 m Kette auf 11 m Wasser und zeigt 16,5 m über Wasser ein weißes Festfeuer.
    Bei Nebel oder unsichtigem Wetter gibt es mit einer Sirene Gruppen von drei Tönen.
Wenn die Sirene unklar ist, werden mit einer Glocke Gruppen von drei schnell aufeinander folgenden Tönen abgegeben.
Lage: 53°34´46´´N, 8°10´39´´O.
1920
Feuerschiffs-Station "Geniusbank" aufgehoben

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