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Grodener Bake mit Leuchtfeuer Neufeld (links) (Quelle: sdtb; WSV Stralsund-Archiv; A 033b)

Groden(er)-Bake

Geogr. Lage: 53°51´3´´N 8°44´30´´O    Standort: bei Altenbruch-Gröden     Errichtet: 1836    Niedergelegt: 1968



    Von Cuxhaven bis Altenbruch wurden zur Stromkorrektion vom Deiche aus Stacks stellenweise bis an das tiefe Fahrwasser hinausgebaut, welche von vorbeisegelnden Schiffen vermieden werden mußten.


    Aus diesem Grunde wurde 1836 auf dem gleichnahmigem Stack die Groden-Bake errichtet. Sie war eine gute Leitmarke für die Richtung: "Altenbruch-Kirche in Linie mit der Groden-Bake", sowie Landmarke für die Lotsen.


1836
Erste Groden-Baake errichtet







[F.A. Becker, Hauptlehrer in Cuxhaven, "Cuxhaven und das Amt Ritzebüttel", 1880]

... die 19 (?) Meter hohe grodener Baake, die hart an an der Deichbiegung des Neufeldes auf dem grodener Stack 1836 errichtet ist.

1852
Groden-Baake neu errichtet

Ausschnitt aus der dänischen Seekarte: "Helgolands Bugt", 1862

Die Bake wurde um 4,53 m zur besseren Sichtbarkeit erhöht.
1871

Betr. die Auslegung der Leucht- und Lootsenschiffe
[Hamburgische Gesetzsammlung v. 6.3.1871, No. 30]

...    Die beim Ausbruch des Krieges zerstörten und weggenommenen Grodenerbaak, Kugelbaak, Grandbaak, Ostbaak, Nordbaak und Scharhörnbaak sind noch nicht wieder aufgerichtet, doch wird solches so bald als möglich geschehen und inzwischen ist durch Aufstellung provisorischer Zeichen thunlichst Abhülfe getroffen worden.
Groden-Bake neu errichtet









Durch die große rhombische Form ergab sie
eine bessere Erkennung und Unterscheidung.
1878

Beschreibung der Bake
[Die Schiffahrtszeichen an der deutschen Küste, 1878]

   Groden, am Fusse des Stacks beim Dorfe gleichen Namens

Geogr. Lage: 53°51´12´´N, 8°44´40´´O
Zweck: Bezeichnet das Stack und dient als Landmarke für die Lootsen

Beschreibung: Gerüst aus 4 Ständern, welche ein mit der Spitze nach oben gerichtetes Viereck aus Lattenwerk tragen
Erkennungsmerkmale: Schwarz
Höhe der Spitze des Zeichens über Hochwasser: 19 m
Höhe der Spitze des Zeichens über Erdboden: 18,7 m
Sichtweite des Zeichens: 4 Sm

1895

Beabsichtigte Anzündung von Leitfeuern bei Altenbruch
[N.f.S. No. 1517 v. 22.6.1895]

   Der Kommandant des S.M.S. "Albatross" berichtet, daß beabsichtigt ist, zwischen Altenbruch und der Kirche von Groden ein festes Feuer und am Deich bei der Groden-Bake sowie am Eingange zum Hafen von Altenbruch je ein Blinkfeuer anzuzünden. Die Blinkfeuer mit dem festen Feuer in Linie sollen das Fahrwasser elbabwärts bis zum Feuerschiff "Elbe IV" und elbaufwärts bis zur Oste-Bank kennzeichnen; von dort soll dann das Blinkfeuer von Soesmenhusen weiterführen.

Bemerkung über die beabsichtigten Feuer bei Altenbruch
[N.f.S. No. 1764 v. 20. Juli 1895]
vgl.No. 1517 d. diesj. NfS

   Die "Deputation für Handel und Schiffahrt" zu Hamburg hat mitgeteilt, daß eine Errichtung von Leuchtfeuern bei Altenbruch und Groden zur besseren Bezeichnung des Fahrwassers vom Elb-Feuerschiff No. IV nach dem Feuerschiff "Oste-Riff" wohl in Vorbereitung, aber von einer beabsichtigten Anzündung dieser Feuer noch nicht die Rede ist.
1896


1897

Bemerkung über die Leuchtbaken bei Neufelde, Groden, Altenbruch und Otterndorf
[N.f.S. No. 2056 v. 31.7.1897]

    Nach Mittheilung des "Kaiserlichen Küstenbezirksamtes V" in Bremerhaven werden die Leuchtbaken bei Altenbruch und Otterndorf nach Einrichtung der im Bau befindlichen neuen Befeuerungsanlagen voraussichtlich im Herbst d.J. außer Benutzung kommen.
Die Leuchtfeuerapparate sollen theils in Cuxhaven, theils im oberen Elbe-Bezirk anderweitige Verwendung finden. Die Neubefeuerung bei Neufelde, Groden und Altenbruch für die Fahrwasserstrecke zwischen den Feuerschiffen "Elbe IV" und "Oste-Riff" ist soweit vorgeschritten, daß im Herbst d.J. die Inbetriebsetzung erfolgen kann.
Der aus rothen Ziegeln errichtete Leuchtthurm bei Neufelde ist bereits fertig.

Veränderte Beleuchtung der Elbe
[N.f.S. No. 3064 v. 20.11.1897]

   Nach Mittheilung der "Deputation für Handel und Schiffahrt" in Hamburg vom 15. November d. J. werden am 25. November d. J. zur besseren nächtlichen Bezeichnung des Fahrwassers der Elbe vom Feuerschiff "Elbe No. 4" bis zum Feuerschiff "Oste-Riff" die folgenden Feuer angezündet, verändert bezw. ausgelöscht werden:

A.     Neue Leuchtfeuer

1.    Neufeld.    Auf einer in Rohbau ausgeführten, auf der NO-Ecke des Grodener Neufelder Deiches neu errichteten viereckigen Leuchtbake wird 15 m über mittlerem Hochwasser ein weißes festes Feuer 4. Ordnung mit zwei Blitzapparaten angezündet werden. ...
Ungef. geogr. Lage: 53°51´6´´N-Br. 8°44´44´´O-Lg.

2.    Osterende Groden. ...

3.     Altenbruch. ...

   Das feste Leuchtfeuer von Osterende Groden und das Blitzfeuer von Neufeld senkrecht übereinander gehalten, führt in der Mitte des Fahrwassers von der schwarzen Tonne No. 15 bis zum Feuerschiff "Oste-Riff".
   Die Sichtweite dieser neuen Feuer beträgt 10 bis 12 Sm.

1910

1921
Groden-Bake zerstört, Ersatzbake errichtet

Bake im Oktober zerstört
[N.f.S. No. 4041 v. 5.11.1921]

Die Bake auf 53°51´11´´N, 8°44´55´´O ist umgeweht.
1922

Ersatzbake errichtet
[N.f.S. No. 453 v. 11.2.1922] vgl. NfS. 21--4041







Groden-Bake auf 53°51´11´´N, 8°44´55´´O
ist durch eine 10 m hohe Bake ersetzt worden,
die 4 m über dem Erdboden in Dreiecksform mit Brettern benagelt ist.


1927

Wiederaufbau geplant
[N.f.S. Nr. 3044 v. 16. Juli 1927]
vgl. NfS. 21-4041 und 22-453

   Grodener Bake, die während eines Sturmes Ende Oktober 1921 eingestürzt und dann durch eine Bake in Form einer 10 m hohen Spierenbake ersetzt worden ist, wird voraussichtlich im Monat August 1927 auf 53°51´11´´N, 8°44´55´´O in ihrer früheren Gestalt erneuert werden. Sie wird dann aus einem hölzernen Gerüst bestehen, das als Toppzeichen in zwei zueinander senkrechten Richtungen je eine Tafel in Form einer auf der Spitze stehenden Raute und darüber einen Zylinder trägt.
    Die Bake wird schwarz gestrichen. Die Oberkante des als Toppzeichen dienenden Zylinders liegt 20,4 m über mittlerem Hochwasser.

Ersatzbake durch neue Groden-Bake ersetzt

Bake erneuert
[N.f.S. Nr. 4319 v. 24. September 1927]








Grodener Bake, auf 53°51´11´´N, 8°44´55´´O ist gemäß NfS. 27—3044 erneuert worden.
1931

Benutzung der Deckpeilung
Ritzebüttel Kirche — Groden Bake
[Bekanntmachung der WSD Hamburg v. 24.8.1931]



   Die in der Deutschen Admiralitätskarte Nr. 139 eingetragene Deckpeilung Ritzebüttel Kirche— Groden-Bake wird von Schiffsführern und Lotsen gelegentlich zum Befahren der Elbe-Strecke bei Altenbruch gebraucht. Ebenso wird, wenn die Ritzebütteler Kirche nicht auszumachen ist, die etwa 400 m westlich der Groden Bake auf dem Deiche stehende Rote Bake im Verein mit jener als Richtlinie benutzt in der irrtümlichen Annahme, daß die Deckpeilung Rote Bake—Groden-Bake über diesselben Wassertiefen führt wie die Deckpeilung Ritzebütteler Kirche—Groden-Bake.
   Da in der letzten Zeit im Hauptfahrwasser der Elbe zwischen den schwarzen, spitzen Tonnen 17 und 18 Grundberührungen vorgekommen sind, wird darauf verwiesen, daß die Rote Bake nicht in der Richtlinie Ritzebütteler Kirche—Groden-Bake steht, sondern südlich von ihr. Infolgedessen gelangen bei Benutzung der beiden Baken als Richtlinie die Schiffe zu nahe an den nördlichen Tonnenstrich, wo Tiefen von 6 m bei mittlerem Niedrigwasser angetroffen werden.
   Die Verbindungslinie Rote Bake—Groden-Bake liegt bei der Tonne 17 etwa 125 m und bei der Tonne 18 etwa 265 m nördlicher als die Linie Ritzebütteler Kirche—Groden-Bake. Die Rote Bake dient in Verbindung mit dem Leuchtturm Osterende Groden ausschließlich zur Bezeichnung der Ostgrenze der Reede von Cuxhaven.
1940

Schutz kriegswichtiger Kabel
[St-K. Whv 26.2.1940 (AH780); Kriegs-NfS. Nr. 88 v.7.3.1940]

Das Ankern unterhalb des Grodener Stacks zwischen den Deckpeilungen Grodener Bake — Leuchtturm Neufeld und Rote Bake — Grodener Kirche ist verboten. Bei Nacht wird dieses Gebiet von dem roten Sektor des Neufeld-Feuers etwa gedeckt und kann als Anweisung dienen. ...
1959

Leuchtfeuer Neufeld, im Hintergrund die Grodener Bake

1968
Groden-Bake beseitigt und Ersatz-Mast errichtet

Groden-Bake beseitigt
[N.f.S. Nr. 1220 v. 23.3.1968]

Geogr. Lage: Ungf. 53°51,2´N, 8°44,8´O
Angaben: Die Bake ist zu streichen.

Mast errichtet
[N.f.S. Nr. 2428 v. 22.6.1968]

Quelle: WSA Cuxhaven, 1967



Geogr. Lage: 53°51´10,5´´N, 8°44´45,0´´O
Karteneintragung: Mst. mit Radarreflektor.
Beschreibung: 16 m hoher Mast mit rautenförmiger Tagmarke.
1974
Groden-Seezeichen beseitigt

Groden-Mast beseitigt
[N.f.S. Nr. 1899 v. 1.6.1974]

Geogr. Lage: Ungf. 53°51,1´N, 8°44,8´O
Angaben: Der Mast mit Rautentoppzeichen und Radarreflektor ist zu streichen.

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