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Die Insel Hansodt auf der Elbkarte von Melchior Lorichs aus dem Jahre 1568

Hansodt Bake (?) (Hahnöfer Sand)

Geogr. Lage: 53°32´N 9°44´O    Standort: S-lich von Schulau     Errichtet: < 1568     Niedergelegt: < 1690









In beiden Karten des 16. Jahrhunderts ist eine bakenähnliche Darstellung auf der Elbinsel Hansodt Sand abgebildet. Die genaue Bedeutung ist jedoch in der Literatur nicht nachgewiesen
Nordwestlich davon lag die Hamburger Hansodt-Tonne, welche die südliche Grenze des Fahrwassers bezeichnete


Ausschnitt aus der Elbkarte, Nachzeichnung von 1845 durch Eugen Schuback








In der Karte von 1690 ist sie als Sandbank (Hanekloter sant) eingezeichnet.
Die Han hoder Tonne ist noch vorhanden.


"Nobilissimi Albis Fluvii Ostia nec non Hamburgense" (Nicolaes Visscher ll, ca. 1690)








Der Name der Sandbank änderte sich mehrfach über die Jahrhunderte:

—   Hansodt-Sand,

—   Hannoversand,

—   Hanensand,

—   Hanenhöygersand,

—   Hanöfersand

"Die Unterelbe, Hamburg bis Glückstadt" 1865








Im Jahre 1911 übernahm Hamburg die Insel.
   Bis 1913 wurde das Eiland zur heute noch existierenden Gefängnisinsel Hahnöversand ausgebaut.
Für den Transport von Gütern, Personal und Verurteilten wurde an der Nordseite ein Hafen angelegt und eine Fährverbindung Schulau — Hahnöversand eingerichtet, welche noch bis März 1980 die Elbe überquerte, bevor sie eingestellt wurde.


"Die Elbe von Brunshausen bis Tinsdal" (1905; bericht. bis 1913)


1938
Leuchtfeuer auf Hahnöfersand

Für die Fährverbindung Schulau — Hahnöversand wurden 1938 Richtfeuer errichtet

Feuer in Betrieb genommen
[NfS. 187+2164+3588 v. 27.8.1938]

1. Richtfeuer

   Oberfeuer Hahnöfer Sand

Geogr. Lage: 53°32´57´´N 9°44´13,5´´O
Karteneintragung: Ubr.
Feuerhöhe über Wasser: 13 m
Sichtweite: 12 Sm
Feuerträger: 11,3 m hohes, unten weißes und oben rotes, hölzernes Gerüst mit einer auf der Spitze stehenden, roten, viereckigen Tafel als Toppzeichen.

   Unterfeuer Hahnöfer Sand

Geogr. Lage: 53°33´3´´N 9°44´4´´O, etwa 265 m (1,4 Kblg) rw. 315,5° vom Oberfeuer
Karteneintragung: Ubr.
Feuerhöhe über Wasser: 6,1 m
Sichtweite: 10 Sm
Feuerträger: 6,1 m hoher, weißer, hölzerner Mast mit gleichem Toppzeichen.

Kennung: Unbewachte, gleichgängige, weiße, unterbrochene Feuer mit Einzelunterbrechung.

Die Richtfeuer leuchten über einen Sektor von etwa 5° an jeder Seite der Richtlinie und führen in Linie rw. 135,5° von Schulau durch die Sände nach der Insel Hahnöfer Sand

2. Feuer

Geogr. Lage: 53°32´56,5´´N 9°41´34,2´´O, auf dem Westende der Insel.
Karteneintragung: Ubr.
Kennung: Unbewachtes, weißes, unterbrochenes Feuer mit Einzelunterbrechung.
Feuerhöhe über Wasser: 7,5 m
Sichtweite: 10,5 Sm
Feuerträger: 5 m hohes, weißes, viereckiges, hölzernes Gerüst mit weißer Plattform. Die Laterne steht auf dem Geländer der Plattform

Das Feuer dient zur Bezeichnung des Fahrwassers von Mielstack nach der Westspitze der Insel Hahnöfer Sand
Alle Feuer sind Privatfeuer.
1949
Leuchtfeuer auf Hahnöfersand gelöscht

Feuer gelöscht
[NfS. Nr. 943 v. 23.4.1949]

Geogr. Lage:

a) Ungf. 53°33´N, 9°42´O, auf dem W-Ende der Insel
b) Ungf. 53°33´N, 9°44´O, Richtfeuer

Angaben: Die drei Privatfeuer auf der Insel Hahnöfer Sand sind gelöscht, die Feuerträger (hölzerne Baken) sind beseitigt worden; sie sind zu streichen.

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