Deutsche Küste > Außenweser




aus: "Die Schiffahrtszeichen an der deutschen Küste, 1878"

Leuchtturm Hohe Weg

Geogr. Lage: 53° 42,74' N 08° 14,59' E     Standort: Hohe-Weg-Rinne     In Betrieb seit: 1. Dezember 1856



Nach jahrelangen Streitigkeiten wurde am 31. Dezember 1855 endlich der Vertrag zwischen der Freyen Hansestadt Bremen und der Großherzoglich Oldenburgische Regierung u.a. über den auf dem "Hohen Weg" von Bremen zu erbauenden Leuchtturm unterzeichnet.


1856
Bremer Bake wird Baustellenunterkunft für neuen Leuchtturm


Leuchtturm Hohe Weg am 21. August 1856 errichtet

Leuchtturm in Betrieb genommen
[NfS. v. 10.11.1856, den Leuchtthurm an der Weser auf dem Hohen Wege betreffend.

   ⇒    Bremer Bake
1857
Telegraphische Verbindung des Leuchtturmes

Eröffnung der telegraphischen Verbindung
[Bremer Handels-Archiv v. 11. December 1857]

1.   Nachdem die telegraphische Verbindung zwischen dem Leuchtthurm auf dem Hohen Wege und den Stationen des Oldenburg-Bremer Staatstelegraphen (zur Zeit in Bremen, Oldenburg, Elsfleth, Brake und Fedderwarden) nunmehr hergestellt ist, können bei der Telegraphenstation im Leuchtthurm Depeschen nicht nur nach Bremischen und Oldenburgischen, sondern auch nach allen fremden Telegraphenstationen, mit welchen eine telegraphische Verbindung besteht, nach den Bestimmungen für die Benutzung des Oldenburg-Bremer gemeinschaftlichen Telegraphen aufgegeben werden.

2.   Da zum Zweck der Communication mit den Schiffen das Marryatsche Signalsystem bei der Station im Leuchtthurm eingeführt ist, so können auch vermittelst dieses Systems von den Schiffen solche Depeschen an die Leuchtthurmstation gelangen und befördert werden, welche nach einer der Stationen des Oldenburg-Bremer Staatstelegraphen gerichtet sind. Für die auf diese Weise der Station im Leuchtthurm zugeführten findet eine Vorausbezahlung der Gebühr nicht statt, diese ist vielmehr von den Adressaten zu entrichten, wenn und sobald er die Depesche annimmt und eröffnet.


3.   Depeschen, welche bei einer Station des Oldenburg-Bremer Staatstelegraphen zur Beförderung durch die Station im Leuchtthurm nach auf dem Strome liegenden oder vorbeifahrenden Schiffen vermittelst des Marryatschen Signalsystems aufgegeben werden, müssen den Bestimmungen dieses Systems gemäß abgefaßt sein.


Marryat-Signalcode (Wikipedia)

4.   Da die Station im Leuchtthurm Nachrichten über die Weser einsegelnde und aussegelnde Schiffe an die Station Bremen regelmäßig ertheilen wird, so werden alle Schiffe aufgefordert bei dem Passiren des Leuchtthurmes ihre Nationalflagge und Signalnummer aufzuhissen, um die Namen ihrer Schiffe auf diese Weise der Station zu erkennen zu geben.

   Beschlossen Bremen in der Versammlung des Senats am 9. und bekannt gemacht am 11. December 1857

1858

Eissignale am Leuchtthurm Hohe Weg
[Bremer Handels-Archiv v. 17. November 1858]

   Das unterzeichnete Amt bringt hiedurch den Seefahrern und Lootsen zur Kenntniß, daß hinsichtlich der am Leuchtthurm auf dem Hohen Wege (innerhalb der Wesermündung) auszuhängenden Eissignale den Wärtern am Leuchtthurm die folgende Instruction ertheilt worden ist:

   1) daß sie eine Kugel aufzuziehen haben, wenn zwar Treibeis im Wasser ist, jedoch bei Anwendung großer Vorsicht und bei nordöstlichem und östlichem Winde das Aussegeln nach Bremerhaven noch als möglich angesehen werden kann.

   2) daß sie zwei Kugeln aufzuziehen haben, wenn die Weser unterhalb Bremerhaven so sehr mit Treibeis angefüllt ist, daß das Einsegeln in die Weser nicht gewagt werden darf.

   Bremerhaven, den 17. November 1858
      Das Hansestadt Bremische Amt Bremerhaven

1859






Bremen (No. 9)

Geogr. Lage: 53°42,9´N-Br., 8°14,7´O-Lg.
Beschaffenheit: 2 feste Feuer
Klasse: 2
Höhe bei Niedrigwasser: 107/38 rheinl. Fussen
Höhe über Boden: 34
Sichtbarkeit: 16/7 mill.
Bemerkungen: Thurm achteckig


"Die Gartenlaube",1859

1860

   Bremen (No. 23), auf dem hohen Wege; ein festes Feuer.
   Auf demselben Thurme, 38´ über Wasser, ist noch ein kleines Feuer aufgestellt, welches 7m zu sehen ist und in der Linie der rothen Tonne einen röthlichen Schein annimmt.

Position: 53°42,9´N-Br., 8°14,9´O-Lg.
Klasse: 2
Höhe über Hochwasser: 10´
Sehweite: 15--16 sm
Erbaut: 1856

1864

Aufziehen von Sturmsignalen
[Bremer Handels-Archiv v. 21. Mai 1864]

Da erfahrungsmäßig westliche Stürme, welche die Nordsee und deren Küsten treffen, häufig %#8212; wenn auch nicht immer — schon 24 bis 48 Stunden an der Küste des atlantischen Oceans und im Canal zum Ausbruch gekommen sind, so ist die Einrichtung getroffen worden, daß die Nachricht von einem an letztgenannter Küste oder im Canal im Ausbrechen begriffenen Stürme telegraphisch nach Bremerhaven und dem Leuchtthurm auf dem Hohen Wege gelangt. Es wird dann zur Nachricht für Seefahrer:

   "daß überhaupt ein Sturm, ohne Rücksicht auf dessen Richtung, an der atlantischen Küste und im Canal im Ausbrechen begriffen, oder schon ausgebrochen sei"

sowohl am Schleusenthurme zu Bremerhaven als auch an dem Leuchtthurm auf dem Hohen Wege ein Kegel mit der Spitze nach unten ausgehängt werden. Der Wortlaut der Nachricht ist sodann im Lootsenlokal des Schleusenthurms, sowie auch im Leuchtthurm einzusehen und mag ein Jeder nach diesem Wortlaut beurtheilen, ob eine Verbreitung des Sturmes bis an die Nordsee erwartet werden kann und er demgemäß seine Maßregeln zu treffen habe.

   Bremerhaven, 21. Mai 1864
1877
1878

Hohe-Weg (No.119), auf dem bei Niedrigwasser 1,4 m, hohen schmalen Rücken des Sandes gl. N., etwa ½ Kabellänge von der Niedrigwasserkante

Geogr. Lage: 53°42´51´´N-Br., 8°14´32´´O-Lg.

Art der Lichterscheinung: 1. Ein weißes, festes F.
Beleuchtet 240° des Horizonts, von NW. z. W.¼W. über N. und O. bis S.

Beschreibung des Leuchtapparates: Fresnelscher Linsen-Apparat II. Ordnung komb. mit Spiegeln. Besteht aus 4 Linsenschirmen von Glas, acht Schirmen mit dreiseitigen prismatischen Ringen oberhalb und unterhalb der Linsenschirme und mit Silber plattirten Reverbèren. Innerer Durchmesser der Linsen 1,40 m. Der Apparat hat drei konzentrische Dochte.

Leuchtmaterial: Rüböl

Höhe der Flamme über Mittelwasser: 27 m
Höhe der Flamme über Erdboden: 28, m
Sichtweite: 16 Sm

Höhe des Leuchtfeuergebäudes: 33 m
Beschreibung des Leuchtfeuergebäudes: Rothbrauner Thurm aus Ziegeln im Rohbau, die breite Basis bis auf 1,30 m über Hochwasser mit einer Steinböschung umgeben. Auf 6,20 m über Hochwasser ein Absatz mit eisernem Geländer. Darüber achteckiger Thurm mit dunkler Kuppe.

Bedienung: 3 Wächter, 1 Koch und Telegraphist
Sonstige Einrichtung zum Signalisiren: Bei leichtem Eisgange wird ein Korb, bei schwerem werden 2 Körbe aufgezogen.
Das Feuer wurde errichtet: 1856

Art der Lichterscheinung: 2. Ein weißes und rothes, festes F.
nur in der Richtung der rothen Rhedetonne roth
Beleuchtet 120° des Horizontes von NzW¾W durch N. bis OzS.
Leuchtmaterial: Rüböl

Höhe der Flamme über Hochwasser: 7,40 m
Höhe der Flamme über Erdboden: 9 m
Sichtweite: 7 Sm

Bemerkungen: Das kleine weiße Licht dient zur besseren Orientirung für die in die Weser einsegelnden Schiffe, ohne übrigens den Gebrauch des Loths überflüssig zu machen. Es wird unsichtbar, wenn man der Linie der schwarzen Tonnen in der Gegend der H- und J-Tonne zu nahe kommen.
In das Dwarsgat einsegelnd nimmt, sobald man in die Linie der rothen Tonne kommt, dasselbe einen röthlichen Schein an und wird unsichtbar, wenn man in die Linie der schwarzen W.A-Tonne gelangt.
An der Ostseite des Thurms befindet sich eine nach SO sich erstreckende 39 m lange Brücke zum Anlegen von Booten.
Telegraphische Verbindung mit Fedderwarden.

"Mündungen der Elbe, Weser & Elbe", 1878

1889

Nebelsignale
[NfS. No. 1152 v. 1.6.1889] (Ber. No. 301/1891)

   Das "Tonnen- und Bakenamt" zu Bremen hat am 28. Mai d. J. bekannt gemacht, daß bei nebligem oder unsichtigem Wetter auf dem Leuchtthurm Hohe Weg jede Minute zwei rasch auf einander folgende Doppelschläge mit einer Glocke gegeben werden.
1893
Errichtung der Semaphorstation

Errichtung der Semaphorstation
[NfS. No. 1499 v. 22.7.1893]

   Bei dem Leuchtthurm Hoheweg in der Weser ist eine Semaphorstation errichtet worden.

Beabsichtigte Veränderung des Leuchtfeuers
[NfS. No. 2347 v. 18.11.1893]

   Das "Tonnen- und Bakenamt" zu Bremen hat bekannt gemacht, daß Anfang Dezember d. J. der rothe Schein vom Orientierungsfeuer Hoheweg derartig verbreitert wird, daß er einen durch die Bakentonne an der Nordspitze der Robbenplate und durch die Tonne No. 9 bestimmten Sektor bestreichen wird.

Veränderung des Leuchtfeuers
[NfS. No. 2722 v. 30.12.1893]; vgl. NfS. 2347/1893

   Das "Tonnen- und Bakenamt" zu Bremen hat am 21. Dezember d. J. bekannt gemacht, daß die in Aussicht gestellte Änderung an den Leuchtfeuern der Außenweser nunmehr zur Ausführung gelangt ist.
1895

Berichtigte Höhe des Feuers
[NfS. No. 3005 v.14.12.1895]

   Die Höhe des oberen Feuers auf dem Leuchtthurm Hohe Weg beträgt nicht 28,9 m, sondern 27,4 m, und die Höhe des Thurmes ist 36 m.
1899

See-Telegraphenanstalt eingerichtet
[NfS. No. 2815+2974+3133 v. 18.11.1899]

   Am 1. Oktober d. J. sind in Einverständnis mit der Kaiserlichen Post- und Telegraphenverwaltung auf den Leuchtthürmen Rother Sand und Hoheweg der Außenweser See-Telegraphenanstalten eröffnet worden, durch welche während der Tagesstunden Mittheilungen zwischen den Thürmen und vorbeipassirenden Schiffen gemacht werden können. Die Vermittelung dieser Mittheilungen geschieht nach dem Internationalen Signalbuche bezw. nach dem im allgemeinen Handelscodex vorgeschriebenen Verfahren durch Flaggensignale, die Beförderung derselben zwischen den Thürmen und dem Lande und umgekehrt mittels Telegraphenkabel.

"Deutsche Bucht" (Reichs-Marine-Amt Berlin, 1888, berichtigt bis 1899)

1900
Errichtung einer Wasserstands-Signalstation

Errichtung einer Wasserstands-Signalstation
[NfS. No. 2701 v. 1.12.1900]







   Am 1. Dezember d. J. wird auf dem Leuchtthurm Hoheweg eine Signaleinrichtung in Betrieb gesetzt werden, welche die Höhe des jeweiligen Wasserstandes über Niedrigwasser der Weser in Abstufungen von je einem halben Meter angiebt und gleichzeitig anzeigt, ob Ebbe oder Fluth daselbst herrscht.
   Bei Tage geschieht das Anzeigen der Gezeiten mittels eines beweglichen Flügels, welcher an der Spitze eines senkrecht zur Stromrichtung am Thurme angebrachten horizontalen Auslegers sich befindet. Bei Ebbe ist der Flügel nach unten, bei Fluth nach oben, bei Hochwasser horizontal gerichtet.
   Das Anzeigen der Wasserstände geschieht bei Tage mittels Signalkörper, welche unter dem Ausleger neben dem Thurm aufgezogen werden.


   Zur Bezeichnung der vollen Meterstände des Wassers dienen Halbkugeln, welche untereinander aufgezogen werden. Die Anzahl der gesetzten Halbkugeln bedeutet die Zahl der vom Wasserstand erreichten vollen Meter über Niedrigwasser oder Null.
   Zur Kennzeichnung der halben Meter-Abstufungen der Wasserstände des Wassers dient ein Doppelkegel, der seinen Platz seitlich von den Halbkugeln hat. Ist derselbe aufgezogen, so befindet sich der Wasserstand einen halben Meter und mehr über dem durch die Halbkugeln gemeldeten vollen Meterstande.
   Bei Dunkelheit geschehen sämtliche Anzeigen mittels Laternenfeuer, die an denselben Stellen aufgezogen werden, an denen bei Tage die Signalkörper sich befinden.
   Ebbe wird mittels zweier unter einander aufgehängter grüner Laternenfeuer, Fluth mittels eines grünen Laternenfeuers angezeigt. An Stelle der Halbkugeln, zur Bezeichnung der vollen vollen Meter-Wasserstände, treten unter einander aufgehängte weiße Laternenfeuer, während der Doppelkegel, welcher die halben Meter-Stufen kennzeichnet, durch ein rothes Laternenfeuer ersetzt wird, das unter den grünen Laternenfeuern neben den weißen geheißt wird.
   Wasserstände unter Niedrigwasser werden ausschließlich mit dem Zeichen für Ebbe, Wasserstände höher als 4,5 m über Null mit dem Zeichen für diesen Wasserstand und den Gezeitensignalen angedeutet.
   Betriebsstörungen der Signaleinrichtungen werden bei Tage durch eine vom Ausleger horizontal ausgesteckte rothe Flagge, bei Nacht durch zwei unter einander aufgeheißte rothe Laternenfeuer mitgetheilt.


Errichtung einer Pegelanlage
[NfS. No. 2807 v. 15.12.1900]







   Etwa 350 m NO½N (40°) vom Leuchtthurm Hoheweg ist in 4 m Tiefe bei Niedrigwasser zur Aufnahme der Luftglocke eines Pegels ein bis zum Niedrigwasser reichendes Gerüst erbaut worden.
   Die Pegelanlage ist bezeichnet durch eine an dem Gerüst angebrachte Bakenstange mit grünem Trommeltoppzeichen und durch zwei grüne stumpfe Tonnen mit der Aufschrift "Hoheweg Pegel".

"Mündungen der Jade und Weser", 1902

1902

Wasserstandsignale zeitweilig eingestellt
[NfS. No. 2509 v. 20.12.1902]

   Die Wasserstandsignalstation des Hohe Weg-Leuchtthurmes wird bis auf weiteres keine Signale geben, da die Pegelanlage daselbst durch Eisgang beschädigt ist.

Hoheweg-Feuer verstärkt
[NfS. No. 2510 v. 20.12.1902]

   Das Nebenfeuer auf dem Hoheweg-Leuchtthurme wird durch die Verwendung einer leistungsfähigeren Petroleumdochtlampe für die Folge ein kräftigers Licht zeigen.
1903

Wasserstandsignalstation wieder in Betrieb
[NfS. No. 172 v. 17.1.1903]; vgl. NfS. 2509/1902

   Nachdem die Pegelanlage bei dem Hoheweg-Leuchtturme wieder in stand gesetzt ist, werden von diesem Turme wieder Wasserstandsignale gezeigt.

Wasserstandsignale zeitweilig eingestellt
[NfS. No. 253 v. 24.1.1903]; vgl. NfS. 172/1903

   Auf dem Hoheweg-Leuchtturme werden bis auf weiteres keine Wasserstandsignale gezeigt.

Wasserstandsignale wieder in Betrieb
[NfS. No. 319 v. 31.1.1903]; vgl. NfS. 253/1903

   Die Wasserstandsignalstation auf dem Hoheweg-Leuchtturme ist wieder in Betrieb gesetzt worden..
1906

Quermarkenfeuer eingerichtet
[NfS. No. 2252 v. 6. Oktober 1906]

   Durch Veränderung des Fahrwassers im Dwarsgat ist eine Verschiebung des Leuchtfeuers Meyerslegde und eine Abänderung der bisher bestehenden Befeuerung des Dwarsgats notwendig geworden.
Aus diesem Anlaß ist N-lich von dem Leuchtturm Meyerslegde auf 53°43´56´´N-Br., 8°24´38´´O. ein neuer, massiver Leuchtturm an Stelle des alten Leuchtturmes Meyerslegde erbaut worden, dessen Leitsektor zusammen mit dem auf dem Leuchtturm Solthörn vorhandenen Leitsektor, mit dem auf Eversand-Oberfeuer neu eingerichteten Quermarken und mit den am Hauptfeuer des Hoheweg-Leuchtturmes noch anzubringenden Quermarken den Weg durchs Dwarsgat angibt.
   Das neue Leuchtfeuer Meyerslegde und die neuen Quermarken am Hauptfeuer des Hoheweg-Leuchtturmes werden am 15. Oktober d. J. in Betrieb genommen werden.
1914






Hohe Weg (Nr. 1415), auf dem Watt an der W-Seite des Fedderwarder Fahrwassers gegenüber der W-Einfahrt des Dwars Gats.

Geogr. Lage: 53°42´50´´N, 8°14´48´´O.
Kennung: F. w. & r. (Petroleum)
Feuerhöhe über Wasser: 27,4 m
Höhe des Turmes: 36 m
Tragweite: 16/15 sm
Feuerträger: Rotbrauner, achteckiger Turm mit schwarzer Kuppe auf steinernem Unterbau;
eine 35 m lange Brücke an seiner SO-Seite. Die breite Basis, auf der der Turm steht, ist mit einer Steinböschung umgeben;
etwa 6 m über Hochwasser befindet sich ein Absatz mit einem eisernen Geländer.
Bemerkungen: Beim Versagen des Petr.-Glühlichtapparates brennt eine Petr.-Dochtlampe von wesentlich gelberer Färbung des Lichtes.
Bei Nebel oder unsichtigem Wetter: Signale mit Glocke (Uhrwerk)
Untersteht dem Bremer Staat.


"Mündung der Jade und Weser, 1914" Reichs-Marine-Amt Berlin 1914 (bericht. -1917 II.)

1924

Hohe Weg. Wasserstandssignale
[NfS. No. 2596 v. 26.7.1924]

werden wegen Reparaturarbeiten an der Pegelanlage auf ungf. 53°43´N, 8°15´O bis auf weiteres nicht gezeigt. Die Wiederinbetriebnahme wird bekanngegeben.

Hohe Weg. Wasserstandssignale
[NfS. No. 2626 v. 2.8.1924]

auf ungf. 53°43´N, 8°15´O ist wegen Instandsetzungsarbeiten bis auf weiteres außer Betrieb; die Wiederinbetriebnahme wird bekanngemacht.

Hohe Weg. Semaphor
[NfS. No. 2872 v. 16.8.1924]

1. Auf der Außenweser sind auf dem Leuchtturm auf ungf. 53°42,8´N, 8°14,8´O die Instandsetzungsarbeiten an der Pegel- und Semaphoranlage beendet. Die Wasserstände werden wieder gezeigt und die Semaphoranlage ist wieder in Betrieb.
1931

Schiffsmeldedienst erweitert
[NfS. Nr. 3528 v. 3.10.1931]

   Auf dem Hohe Weg-Leuchtturm ist vom 1. Oktober 1931 ab ein erweiterter Schiffsmeldedienst eingeführt worden.
   Die den Turm passierenden Schiffe haben, einlaufend und ausgehend, bei Tage ihre Nationalflagge und ihr Unterscheidungssignal zu zeigen und bei Nacht ihre Nationalität und ihr Unterscheidungssignal durch Morselichtsignalzeichen erkennbar zu machen.
1939

In Höhe des unteren Umgangs wurde ein zweistöckiger Anbau für Soldaten, als vorgeschobener Posten errichtet.

Wasserstandsanzeiger außer Betrieb
[NfS. Nr. 3290 v. 12.8.1939]

Geogr. Lage: Ungf. 53°43´N 8°15´O
Angaben: Der Wasserstandsanzeiger auf dem Leuchtturm Hohe Weg wird am 14. August 1939 wegen Umbauarbeiten außer Betrieb gesetzt.

Wasserstandsanzeiger wieder in Betrieb
[NfS. Nr. 4399 v. 4.11.1939]

Angaben: Die Wasserstandssignale auf dem Leuchtturm Hohe Weg werden am Tage wieder gezeigt.
1941

Lichtquelle wird geändert
[Kriegs-NfS. Nr. 970 v. 13.11.1941]

Geogr. Lage: Ungf. 53°43´N 8°15´O
Angaben: Die Elektrifizierung des Leuchtfeuers befindet sich in der Ausführung.
1949

Sektoren geändert
[NfS. Nr. 257+759 v. Februar 1949]

Geogr. Lage: Ungf. 53°43´N 8°15´O
Angaben: Im weißen, stromabwärts scheinenden Sektor wird ein Leitsektor eingebaut.
1950

   Hohe Weg (Nr.: 1416), auf dem Watt an der W-Seite des Fedderwarder-Fahrwassers, gegenüber der W-Einfahrt des Dwars Gats.

Geogr. Lage: 53°43´N 8°15´O
Kennung: F. w. & r. & gn.
Höhe des Feuers über Hochwasser: 27,4 m
Höhe des Turmes über Hochwasser: 31,6 m
Höhe des Turmes über Watt: 33,4 m
Tragweite: 15,5 Sm

Beschreibung: Rotbrauner, achteckiger Turm mit schwarzer Kuppel auf steinernem Unterbau; Brücke an der SO-Seite. Die breite Basis, auf der der Turm steht, ist mit einer Steinböschung umgeben;etwa 6 m über Hochwasser befindet sich ein Absatz mit einem eisernen Geländer, an der SW-Seite des Turmes ein zweistöckiger Anbau.

1956














Der Leuchtturm Hohe Weg mit Richtfunkspiegeln für erste Übertragungsversuche mit Hochfrequenzwellen

Quelle: "Radar auf dem Leuchtturm Hohe Weg" von Dipl.-Ing. Gerhard Schiwy

1960
Wasserstandssignale werden nicht mehr gezeigt

Pegel beseitigt
[NfS. Nr. 266 v. 23.1.1960]

Geogr. Lage: Ungf. 53°43,1´N 8°15,0´O
Angaben: Die weiße Bakentonne Hoheweg Pegel-S ist zu streichen.

Umfangreicher Umbau; Erhöhung des Turmes; Aufbau einer Radaranlage

Hohe Weg-Feuer werden geändert
[NfS. Nr. 2576 v. 2.7.1960]

Zeit der Ausführung: Etwa Mitte Juli 1960




Angaben: Von Mitte Juli bis Oktober 1960 werden am Turmkopf des Leuchturms Hoheweg Umbauarbeiten durchgeführt, die eine zeitweilige Änderung der Befeuerung und eine Einschränkung der Signalgebung erforderlich machen.

Quelle: "Radar auf dem Leuchtturm Hohe Weg" von Dipl.-Ing. Gerhard Schiwy



Hohe Weg mit Radarantenne ausgerüstet
[NfS. Nr. 2820+5377 v. 31.12.1960]

Geogr. Lage: Ungf. 53°42,8´N 8°14,6´O
Sektoren: Sichtbar
   F. von 11° bis 141,5°; dann weiter wie bisher und
   F. von 287,5° bis 330° (auf dem Watt Der Hohe Weg verdunkelt)
Feuerhöhe über Hochwasser: 29,8 m
Höhe des Turmes über Hochwasser: 34,7 m
Höhe des Turmes über Watt: Etwa 36,4 m
Tragweite: Weiß 24,7, rot 19,6, grün 17,5 sm.
Sichtweite: 16 sm.
Feuerträger: Roter, achteckiger Turm mit zwei Galerien und Radarantenne auf grüner Laterne; an der SO-Seite Brücke mit Windanzeiger, an der SW-Seite ein Anbau.
Angaben: Am Hohe Weg-Leuchtturm werden Wasserstandssignale nicht mehr gezeigt. Der Nebelschallsender ist zu streichen.

1971

Nebelsuchfeuer wird angezündet
[NfS. Nr. 4984 v. 24.12.1971]

Zeit der Ausführung: Demnächst, ohne weitere Nachricht.
Geogr. Lage: Ungf. 53°42,8´N 8°14,6´O
Karteneintragung: N-Such-F.
Sektoren: Sichtbar

Weiß von 11° bis 70,9°, dann
grün von 70,9° bis 102°
weiß von 102° bis 138,5° und weiter wie bisher. Angaben: Der grüne Sektor von 70,9° bis 102° deckt die Tonnen P und Reede 1 auf der Jade.

1972
Semaphorstation endgültig außer Betrieb

Sturmwarn- und Semaphorstelle eingegangen
[NfS. Nr. 3279 v. 26.8.1972]

Geogr. Lage: Ungf. 53°42,8´N 8°14,6´O
Angaben: Die Sturmwarn- und Semaphorstelle (in Karten Sgn-S.) ist zu streichen.
1973
Leuchtturm Hohe Weg automatisiert










Als ältester Turm in der Außenweser wurde er 1973 als letzter automatisiert.
Am 2. Juli 1973 wurde die letzten Leuchtturmwärter, Jonny Koopmann, Franz Jabs, Bernhard Neeland und Rudi Lüken, abgezogen.
1975












Hohe Weg (B 1198)

Feuerträger: Roter, achteckiger Turm (36 m) mit zwei Galerien, Radarantenne auf grüner Laterne,
Brücke mit Winanzeiger an der SO-Seite, an der SW-Seite ein Anbau,
auf dem Watt an der W-Seite der Rinne.
Geogr. Lage: 53°43´N 8°15´O
Kennung: F.w/r/gn.
Tragweiten: 19/16/15 (16) sm
Höhe; 30 m
Bemerkungen: N-Such-F.


"Mündung der Jade und Weser , 1914" (DHI Hamburg 1958, bericht. -1975)

1981

Befeuerung wird geändert
[N.f.S. Nr. 3134 v. 29.8.1981]

Zeit der Ausführung: Mitte bis Ende September 1981

Hohe Weg-Feuer, Sektoren werden geändert
Geogr. Lage: Ungf. 53°42,8´N, 8°14,6´O.
1982

Durch Aufhebung der Tegeler-Plate-Reede und Einrichtung der Fedderwarder Reede wurden die Sektoren angepasst.

Sektoren geändert
[N.f.S. Nr. 3594 v. 2.10.1982]

Geogr. Lage: Ungf. 53°42,8´N, 8°14,6´O.
Sektoren: Sichtbar

von 11,0° bid 145,5° wie bisher, dann
rot von 145,5° 184,0°
weiß von 184,0° bis 278,5°, dann verdunkelt bis 11°.

1993
|
1996
Sanierung und Umbau des Leuchtturmes Hohe Weg

Turm vor dem Umbau 1993Quelle: Infozentrum Wasserbau (IZW),
Historisches Bildarchiv der Bundeswasserstraßen; HBdia00056

Der achteckige Turm erhält u.a. eine hinterlüftete Aluminium-Vorhangfassade.
Die Brücke wurde um ca. 50% zurückgebaut und mit Gitterrostplatten belegt
2003












Hohe Weg (B 1198)

Geogr. Lage: 53°43´N 8°15´E
Höhe des Feuers über Wasser: 29 m
Höhe des Feuers über Erdboden: 36 m

Roter achteckiger Turm mit zwei Galerien, Radarantenne auf grüner Laterne,
an der SW-Seite ein Anbau.


Foto: Ralph Schmidt

2013
Neuer Anstrich

Feuer abgeschaltet
[BfS. 52/13 WSA Hamburg, 11.6.2013] © elwis

Gültig vom: 11.06.2013
Gültig bis: auf Widerruf
Angaben: Am 10.06.13 wurde das Feuer des Leuchtturmes Hohe Weg wegen Bauarbeiten am Turm abgeschaltet.
Ersatzweise ist ein reines Leitfeuer für die Hohewegrinne in Betrieb genommen worden.

weisser Leitsektor, wie bisher 142,5° — 145,5°
grüner Steuerbordsektor 138,5° — 142,5°
roter Backbordwarnsektor 145,5° — 149,5°

Die Lichtstärke ist geringfügig kleiner als bisher. Die übrigen Sektoren bleiben dunkel.
Der Zustand dauert etwa 6 Wochen an.

Feuer wieder ordnungsgemäß
[BfS. 61/13 WSA Bremerhaven, 18.7.2013] © elwis

Gültig vom: 18.07.2013
Gültig bis: auf Widerruf
Angaben: Die BfS 52/13 WSA Bremerhaven wird hiermit aufgehoben. Das Leuchtfeuer des Leuchtturms Hohe Weg brennt wieder hell und klar.


   Die Glocke befindet sich heute im
   ⇒   Deutschen Technik Museum Berlin


   Die alte Optik, steht heute im
   ⇒   Schiffahrtsmuseum Bremerhaven.






Semaphor Hohe-Weg

Geogr. Lage: 53°43´N, 8°15´O    Standort: Leuchtturm Hohe Weg     In Betrieb seit: 1. Oktober 1893     Außer Betrieb: 1972     Abgebaut: 1976



1893
Semaphorstation errichtet

Errichtung der Semaphorstation
[NfS. No. 1499 v. 22. Juli 1893]

   Bei dem Leuchtthurm Hoheweg in der Weser ist eine Semaphorstation errichtet worden.

Beschreibung der Semaphorstation
[NfS. No. 2075 v. 14.10.1893]


   Die bei dem Hohe Weg-Leuchtthurm errichtete Semaphor-Signal-Station ist am 1. Oktober d. J. in Betrieb gesetzt worden.
   Um den aussegelnden Schiffen vor dem Verlassen des Dwarsgats von den auf Helgoland und Borkum herrschenden Windverhältnissen Kenntniß zu geben, ist auf der Landungsbrücke des Weser-Leuchtthurmes auf dem Hohe Weg ein Semaphor aufgestellt, welcher die zweimal des Tages, auf 8h a. m. und 2h p. m. bezügliche, durch Telegramme dorthin gemeldete Winstärke und Windrichtung von Helgoland und Borkum zur Anschaung bringt.    Derselbe besteht aus einem Mast mit einer Raa, an welcher an jedem Ende ein Kreis mit einem beweglichem Zeiger angebracht ist. Darüber befinden sich am Mast auf jeder Seite je sechs Flügel, die horizontal gestellt werden können. Unter der Raa befindet sich links vom Beschauer der Buchstabe H, welcher anzeigt, daß die auf der linken Mastseite gezeigten Signale sich auf Helgoland, rechts vom Beschauer der Buchstabe B, welcher anzeigt, daß die auf der rechten Mastseite gezeigten Signale sich auf Borkum beziehen.
   Die Gesichtsfläche des Semaphors zeigt nach Osten.
Die Signale sind erkennbar, wenn der Semaphor vom Beschauer aus in der Richtung zwischen SW1/2S und NW1/2W gepeilt wird.
Die Stellung der beweglichen Zeiger auf dem Kreise giebt die Windrichtung von zwei zu zwei Kompaßstrichen an, so daß jeder Zeiger in 16 verschiedenen Stellungen gesehen werden kann.
Die Kreise sind mit Norden oben, Süden unten, Westen links und Osten rechts vom Beschauer orientirt.
Die Anzahl der horizontal ausgestreckten Flügel auf einer Mastseite bedeutet die doppelte Nummer der Beaufort´schen Windskala, also 2 Flügel Windstärke 4, 3 Flügel Windstärke 6 etc.
Ist eine ungerade Zahl der Beaufort´schen Skala gemeldet, so wird die nächsthöhere gerade Zahl signalisirt, also für 3 zwei Flügel, gleich Windstärke 4, für 5 drei Flügel, gleich Windstärke 6.
   Ist von Helgoland oder Borkum keine Meldung eingegangen, oder ist der Semaphor an einer Seite ungangbar geworden, oder ist aus Versehen ein falsches Signal gezeigt worden, so wird auf der betreffenden Mastseite ein schwarzer Ball gehißt.
Das gezeigte Signal bezieht sich stets auf die letzte eingegangene telegraphische Meldung.
1902

Windsemaphorsignale ergänzt
[NfS. No. 1088 v. 14.6.1902]

   Nach Mittheilung der Direktion der Seewarte in Hamburg vom 6. Juni d. J. gelangt auf den Windsemaphorstationen bei dem Leuchtthurme zu Cuxhaven, Elbe-Mündung, und bei dem Hoheweg-Leuchtthurme an der Weser-Mündung das früher erwähnte besondere Signal am 15. Juni d. J. zur Einführung:

Beschreibung und Bedeutung des besonderen Signals:

   Eine halbe Stunde vor jeder Beobachtungszeit der Windmeldestationen am Mittag und Abend und mit Eintritt der Dunkelheit werden auf jeder Seite des Semaphors der oberste Windstärkeflügel unter einem Winkel von 45° zur Horizontalen nach oben gerichtet eingestellt, die übrigen Flügel und der Richtungsanzeiger auf den Scheiben aber gesenkt. Auf dieses Weise soll der Verwechslung der Beobachtungen von verschiedenen Zeiten des Tages vorgebeugt werden.
   Ist jedoch ein Extra-Telegramm mit einer Windmeldung eingetroffen, so bleibt das dem Extra-Telegramm entsprechende Signal bis zur Ankunft des nächsten Telegrammes bezw. bis Eintritt der Dunkelheit hängen.
   Liegen Störungen vor, die das signalisiren des Windes unmöglich machen, oder sind Windmeldungen ausgeblieben, so wird ebenfalls das oben beschriebene Signal gezeigt; dieses bleibt während der ganzen Dauer der Störung bestehen.

1921

Windsignale
[NfS. No. 632 v. 26.2.1921]

Der Windsemaphor auf dem Hoheweg-Leuchtturm auf ungf. 53°43´N, 8°15´O zeigt seit dem 1. Februar 1921 wieder dreimal täglich die Windmeldungen von Borkum und Helgoland.
1924

Hohe Weg. Wasserstandssignale
[NfS. No. 2596 v. 26.7.1924]

werden wegen Reparaturarbeiten an der Pegelanlage auf ungf. 53°43´N, 8°15´O bis auf weiteres nicht gezeigt. Die Wiederinbetriebnahme wird bekanngegeben.

Hohe Weg. Wasserstandssignale
[NfS. No. 2626 v. 2.8.1924]

auf ungf. 53°43´N, 8°15´O ist wegen Instandsetzungsarbeiten bis auf weiteres außer Betrieb; die Wiederinbetriebnahme wird bekanngemacht.

Hohe Weg. Semaphor
[NfS. No. 2872 v. 16.8.1924]

1. Auf der Außenweser sind auf dem Leuchtturm auf ungf. 53°42,8´N, 8°14,8´O die Instandsetzungsarbeiten an der Pegel- und Semaphoranlage beendet. Die Wasserstände werden wieder gezeigt und die Semaphoranlage ist wieder in Betrieb.
1929

Windsemaphor außer Betrieb
[NfS. No. 632 v. 26.2.1921]

Geogr. Lage: 53°43´N, 8°15´O
Angaben: Bei dem Hohe Weg-Leuchtturm werden wegen Beschädigung der Windsemaphoreinrichtung bis auf weiteres keine Signale über die Winrichtungen und Windstärken bei Borkum und Helgoland gezeigt.

Windsemaphor wieder in Betrieb
[NfS. No. 4926 v. 28.12.1929]

Geogr. Lage: 53°43´N, 8°15´O
Angaben: Bei dem Hohe Weg-Leuchtturm ist der Windsemaphor wieder in Betrieb.
1972
Semaphorstation außer Betrieb genommen
1976
Semaphorstation entfernt

Windsemaphor abgebaut


Seit 2005 steht der rekonstruierte fast 20 m hoher Semaphor des Leuchtturmes Hoher Weg auf der Nordmole der Einfahrt zum Neuen Hafen in    ⇒    Bremerhaven


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