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Richtbaken Hullen

Geogr. Lage: ~ 53°51´N, 9°3´O    Standort: Hörner Außendeich     Errichtet: 1912    Niedergelegt: B-Bake: 1930A-Bake: 1983



1912
Hullen Baken errichtet

1923
Wegen Verlagerung der Ostebank Richtfeuerlinie Hullen errichtet

Erbauung einer Richtfeueranlage
[NfS. Nr. 824 v. 24.3.1923]

   Im Laufe des Jahres 1923 wird mit der Erbauung einer Richtfeueranlage auf dem Hullen SO-lich von der Ostebank begonnen werden, deren Richtlinie das Fahrwasser von der Leuchttonne T bis zur Leuchttonne Osteriff bezeichnen soll.







   Das Unterfeuer, ein ringsum sichtbares Blitzfeuer, wird etwa 8 m über H-Wss. auf einem runden auf Holzpfählen stehenden Kessel mit einer gleichgroßen Laterne mit Geländerplattform ungefähr auf 53°51´8´´N, 9°2´4´´ errichtet werden.









   Das Oberfeuer soll als Scheinwerferlaterne mit elbabwärts stehendem Festfeuer auf der etwa 250 m von ihrem jetzigen Standort zu verschiebenden O-lichen Peilbake (neuer Standort ungefähr 53°51´8´´N, 9°3´20´´O, etwa 730 m O-lich vom Unterfeuer) etwa 13 m über H-Wss. angezündet werden.

   Nach Inbetriebnahme der neuen Richtfeuer wird das Leitfeuer Balje gelöscht und in ein nur zeitweilig brennendes, zur Anweisung der Kursänderung bei der Tonne I dienendes Quermarkenfeuer umgewandelt werden.




Feuer-Angaben
[NfS. Nr. 3900 v. 22.12.1923]

   Das Unterfeuer auf ungf. 53°51´N, 9°2´O wird ein Ubr. w. & r. & gn., zeigen;
das Oberfeuer ein F., wird auf einem vierseitigen, spitz zulaufenden Holzgerüst mit Laterne und Geländerplattform brennen.
1924

Südfahrwasser. Befeuerung
[NfS. Nr. 1642 v. 24.5.1924] vgl. NfS. 23—3900







...2. Die Hullen-Richtfeuer auf ungf. 53°51´N, 9°3´O deren Richtlinie das Fahrwasser von der Leuchttonne T bis zur Leuchttonne Osteriff bezeichnen soll, werden in den nächsten Tagen in Betrieb genommen.


Meßtischblatt 737 (Reichsamt für Landesaufnahme, Nachträge 1925)


Probebetrieb der Richtfeuerlinie Hullen

Probeweiser Betrieb der Richtfeuer aufgenommen
[NfS. Nr. 1910 v. 7.6.1924] (bericht.);
vgl. NfS. 24—1642,2

Hullen-Richtfeuer sind zunächst probeweise in Betrieb genommen worden. Sie führen in der Deckpeilung rw. 89° (mw. O 3/4 S) von der Richtlinie der Feuer Osterende-Groden — Altenbruch in die Richtlinie der Feuer Sösmenhusen — Brunsbüttelkoog.

Das Unterfeuer auf 53°51´8´´N, 9°2´40´´ O zeigt ein Ubr. w. & r. & gn., Unterbrechung 1s, Schein 1 s, Wiederkehr 2 s, Lichtquelle Flüssiggas-Glühlicht.
Bei sichtigem Wetter ist das weiße Feuer bei 5 m Augeshöhe 10,5 Sm, das rote 8,5 und das grüne 7,5 Sm sichtbar. Die Tragweite beträgt für das weiße Feuer 14 Sm.

Das Oberfeuer etwa 730 m O-lich vom Unterfeuer zeigt ein bei sichtigem Wetter in der Richtlinie 12,5 Sm sichtbares F. mit Flüssiggas-Glühlicht, das stromabwärts in der Richtlinie und etwa 3° zu beiden Seiten davon sichtbar ist; die Tragweite beträgt in der Richtlinie 17,5 Sm, nach den beiden Seiten zu nimmt sie ab.

Anweisung: Da die Ostebank in der letzten Zeit an ihrem unteren Ende S-lich nach dem Fahrwasser zu vorgerückt ist, muß von der Richtlinie der Oste-Feuer ab das Hullen-Oberfeuer etwas S-lich frei vom Unterfeuer gehalten werden, bis durch verstärkte Baggerungen das Fahrwasser verbessert ist.

"Elbe" 1929



Lageberichtung zum Hullen-Unterfeuer
[NfS. Nr. 2100 v. 21.61924]

steht nicht auf 53°51´8´´N, 9°2´4´´O, wie in den NfS. 23--824 und 24--1910 angegeben ist , sondern auf 53°51´8´´N, 9°2´40´´ O.
1925
Richtfeuer Hullen endgültig am 4. Mai 1925 in Betrieb genommen

Hullen-Feuer endgültig in Betrieb
[NfS. Nr. 1911 v. 9.5.1925]

Die seit Mitte 1924 probeweise gezeigten neuen Hullen-Feuer sind nunmehr am 4. Mai 1925 endgültig in Betrieb genommen worden.
Die Standorte der beiden unbewachten Richtfeuer sind:

Oberfeuer auf 53°51´7,7´´N 9°3´20´´O
Unterfeuer auf 53°51´7,5´´N 9°2´41´´O.

Sie führen in Linie rw. 89° (mw. O¾S) von der Richtlinie der Feuer:
Osterende-Groden — Altenbruch in die Richtlinie Sösmenhusen — Brunsbüttelkoog.

a) Das Unterfeuer zeigt ein Ubr. w. & r. & gn., Unterbrechung 1s, Schein 1s, Wiederkehr 2s, Flüssiggas-Glühlicht.
Das Unterfeuer ist weiß 10,5, rot 8,5, grün 7,5 Sm sichtbar; seine Tragweite beträgt weiß 14 Sm.

b) Das Oberfeuer zeigt ein F., Flüssiggas-Glühlicht, das stromabwärts in der Richtlinie und etwa 3° zu beiden Seiten davon sichtbar ist.
Seine Sichtweite beträgt in der Richtlinie 12,5 Sm, die Tragweite 17,5 Sm; nach beiden Seiten zu nimmt sie ab.

1930
Richtfeuer Hullen gelöscht

Richtfeuer Hullen gelöscht
[NfS. Nr. 2133 v. 14.6.1930] Frühere N.f.S.: 29—4055

Geog. Lage: Ungf. 53°51´N, 9°3´O.
Angaben: Die mit der endgültigen Inbetriebnahme des Leuchtfeuers Osteriff entbehrlich gewordenen Richtfeuer Hullen,
und zwar das Hullen-Unterfeuer, SO-lich von der Ostebank, und das dazugehörige Hullen-Oberfeuer, etwa 4 Kblg östlich vom Unterfeuer, sind gelöscht worden.

Abbau der Hullen-Leuchtbaken
[NfS. Nr. 2249 v. 21.6.1930] Frühere N.f.S.: 30—2133

   Nach Löschung der Richtfeuer Hullen werden folgende Änderungen vorgenommen:

1. Hullen- Unterfeuer
Geog. Lage: 53°51´8´´N, 9°2´40´´O.
Angaben: Der Feuerträger des Unterfeuers Hullen wird einschließlich des Dalbenunterbaues vollständig beseitigt.

2. Hullen-Oberfeuer
Geog. Lage: 53°51´8´´N, 9°3´19´´O.
Angaben: Von dem Oberfeuer Hullen werden die Leuchtfeuereinrichtungen (Gaskessel, Seelaterne nebst Umgang) beseitigt.
Das Bakengerüst bleibt bestehen und erhält wieder die frühere Bezeichnung Bake A

3. Osteriff-Leuchtbake
Geog. Lage: 53°51´17´´N, 9°1´27´´O.
Angaben: An der Leuchtfeuerbake Osteriff wird der rote, eiserne Kessel und die Seelaterne mit Umgang gegen den eisernen Kessel und die Laterne des früheren Unterfeuers Hullen ausgewechselt.
Der neue Kessel wird mittels eines eisernen Stuhles auf den Betonunterbau gesetzt.


Unterfeuer Hullen beseitigt; Oberfeuer (Bake A) bleibt erhalten

Abbau der Richtfeuer Hullen
[NfS. Nr. 4132 v. 25.10.1930]
Frühere N.f.S.: 30—2249 und 38011

   Von den mit der früheren N.f.S. angekündigten Änderungen sind inzwischen ausgeführt worden:

1.    Die Beseitigung der Leuchtfeuereinrichtungen des Unterfeuers Hullen auf 53°51´8´´N, 9°2´40´´O.
2.    Die Auswechslung des roten, eisernen Kessels und der Seelaterne mit Umgang des Leuchtfeuers Osteriff auf 53°51´17´´N, 9°1´27´´O gegen den eisernen Kessel und der Laterne des früheren Unterfeuers Hullen.

Der Dalbenunterbau des Unterfeuers Hullen bleibt einstweilen noch stehen.

Dalbenunterbau beseitigt
[NfS. Nr. 4812 v. 6.12.1930] Frühere N.f.S.: 30—41321

Geogr. Lage: 53°51´8´´N, 9°2´40´´O.
Angaben: Der Dalbenunterbau des Unterfeuers Hullen ist beseitigt worden.
1956
Bake B niedergelegt

Bake B zerstört
[N.f.S. Nr. 921 v. 10.3.1956]

Bake B
Geogr. Lage: Ungf. 53°50´45,5´´N, 9°01´46,0´´O.
Angaben: Die Bake ist zu streichen.
1965
Bake A neu errichtet

Bake A ztwg. beseitigt und wieder errichtet
[NfS. Nr. 3018 (T) v. 31.7.1965]







Geogr. Lage: Ungf. 53°51,1´N, 9°03,2´O, etwa 2,5 sm O-lich der Oste-Mündung.
Angaben: Die Peilbake A vor dem Hörner-Außendeich ist vorübergehend niedergelegt.


Bake A ohne Toppzeichen
[NfS. Nr. 4119 v. 16.10.1965]







Geogr. Lage: Ungf. 53°51,1´N, 9°03,2´O.
Angaben: Die Bake hat kein Balltoppzeichen mehr.
1977
Quermarkenfeuer Hullen wird errichtet

Leuchtfeuer in Bau
NfS. Nr. 4751 v. 3. Dezember 1977]







Geogr. Lage: 53°50´25,6´´N 9°02´19,4´´O,
Quermarkenfeuer Hullen.
1983
Letzte Hullen-Bake (Bake A) niedergelegt

Bake A beseitigt
[NfS. 3546/45 v. 17.9.1983]

Bake A. Auf ungf. 53°51,1´N, 9°03,2´E. ist die Bake A zu streichen.


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