Deutsche Küste > Nordsee > Nordfriesische Inseln > Pellworm





Unterfeuer Pellworm

Geogr. Lage: 54°29,3´N, 8°39,2´O.    Standort: auf dem Ochsensand     Angezündet: 26. Mai 1908    Gelöscht: 2002



1907

Neue Feuer geplant
[NfS. Nr. 346 v. 16. Februar 1907]

   Im Laufe des Jahres 1907 werden an der Westküste von Schleswig-Holstein folgende Feuer in Betrieb gesetzt werden:

1. Hörnum-Richtfeuer ...

2. Pellworm-Richtfeuer an der S-Seite der Insel Pellworm

   Sie sollen zur Auffindung der Reede O-lich von Pellworm, zur Bezeichnung der Einfahrt in die Norder-Hever von der Tonne E der Mittel-Hever bis zur Tonne B der Norder-Hever dienen.
   Die Richtfeuer besten aus:

a) dem Oberfeuer ...

b) dem Unterfeuer, das etwa 1500 m in der Richtung rw. 223° vom Oberfeuer auf dem Watt errichtet werden soll.



   Es wird auf einem etwa 16 m über H-Wss. hohen, roten, schmiedeeisernen Gerüst brennen und als Lichtquelle elektrisches Glühlicht erhalten. Es zeigt 14 m über H-Wss. ein weißes und rotes, unterbrochenes Feuer mit Einzelunterbrechungen von etwa 1sek Dauer, Wiederkehr 5 sek. Seine Lichtstärke beträgt etwa 12 000 Hefnerkerzen im Richtfeuer und 300 Hefnerkerzen in den Quermarken, seine Sichtweite 12,3 Sm, die mt. Tragweite 20 Sm im Richtfeuer, 9,8 Sm im weißen, 6,7 Sm im roten Quermarkensektor.
   Ungf. geogr. Lage: 54°29,3´N-Br. 8°39,2´O-Lg.


3. Ochsensand-Quermarkenfeuer ...

4. Westerheversand-Feuer ...
1908

Anzündung geplant
[NfS. Nr. 1002 v. 9. Mai 1908] vgl. N.f.S. 346/1907

   1. Das Pellworm-Unterfeuer wird voraussichtlich Mitte Mai 1908 probeweise in Betrieb gesetzt werden. Die Laterne und das schmiedeeiserne Geländer der Plattform erhalten einen weißen Anstrich statt des vorgesehenen roten Anstriches.
Ungf. Lage: 54°29,3´N, 8°39,2´O.
Unterfeuer Pellworm angezündet

Unterfeuer angezündet
[NfS Nr. 1235 v. 6. Juni 1908]







   Das Pellworm-Unterfeuer und das Feuer Westerheversand sind am 26. Mai 1908 probeweise angezündet worden.
1909

Störungen
[NfS. Nr. 2626 v. 13.11.1909]

   Wegen Störungen in den Kabeln nach dem Pellworm-Unterfeuer und dem Ochsensand-Feuer ist auf ein regelmäßiges und ständiges Brennen dieser Feuer für die nächste Zeit kein Verlass.
1910

    Pellworm (Unterfeuer), auf dem Watt, etwa 1500 m rw. 223° vom Oberfeuer






Geogr. Lage: 54°29,3´N-Br.. 8°39,2´O-Lg.
Kennung: Ubr. w. & r., App. etwa 12 000 H.K. in der Richtlinie und 300 H.K. in den Quermarken, Elektr. (Glühlicht)
Höhe des Feuers über Hochwasser: 14,0 m
Höhe des Turmes etc. über Watt: 17,8 m
Sichtweite: 12 Sm
Angaben: Rotes, schmiedeeisernes Gerüst; Laterne und schmiedeeiserne Geländer der Plattform weiß. Bemerkungen: Probeweise in Betrieb.

1948
Neuer Feuerträger errichtet









Das Unterfeuer wurde 1948 durch einen, nur wenige Meter entfernten, Neubau auf dem Ochsensand auf der neuen Position 54°29´14´´N 08°39´09´´O ersetzt.
Bei Ebbe erscheint das Fundament der dreieckigen Leuchtbake aus dem Jahre 1908 aus dem Watt.
1950

Unterfeuer Pellworm, auf dem Watt, etwa 8 Kblg vom Oberfeuer

Geogr. Lage: 54°29´N 8°39´O
Kennung: Ubr. w. & r.
Höhe des Feuers über Hochwasser: 14 m
Höhe der Bake über Watt: 17,6 m
Beschreibung: Verzinktes, eisernes Gerüst mit weißer Laterne und Plattform.

1985

Unterfeuer Pellworm (B 1676)

Geogr. Lage: 54°29´N 8°39´O
Kennung: Ubr. w/r. 5 s
Höhe des Feuers über Wasser: 14 m
Höhe des Turmes über Erdboden: 17 m über Watt
Sichtweite: 11/8 Sm
Beschreibung: Graue Gitterbake mit Plattform und weißer Laterne.

2002
Richtfeuerlinie beseitigt

Unterfeuer gelöscht
[BfS 36 v. 6.9.2002; WSA Tönning 67/02] © elwis

Streiche alle Angaben

Nr. 07300 Pellworm, U-F.


< < zurück