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Richtfeuer Robbenplate

Geogr. Lage: 53°40´22´´N 8°24´45´´O    Standort: Robbenplate in der Außenweser     Angezündet: 1913    Gelöscht: > 1939



[Halenbeck, Bremen 1893]:
   Die Robbenplate wurde erstmalig 1580 genannt.


1913

Errichtung der Bake, im Bau
[N.f.S. Nr. 31. T.u.B. Breme n; (NfS. No. 2312 v. 6.9.1913)]

   An der O-Seite der Robbenplate bei der Leuchtglockentonne U werden in der Weser außerhalb des Fahrwassers durch eine Schwimmramme eine Bake und zwei Eisbrecher erbaut. ...

Leuchtbake Robbenplate in Betrieb genommen

Anzündung des Leuchtfeuers
[T.u.B. Bremen 8.10.1913; (NfS. No. 2528+2721 v. 11.10.1913)]

   Die in der Außenweser an der O-Seite der Robbenplate unweit der Leuchttonne U erbaute Leuchtbake Robbenplate ist in Betrieb genommen.
Das Feuer der Bake ist ein weißes und grünes, unterbrochenes Feuer mit Einzelunterbrechungen.

Feuer und Nebelsignal
[NfS. No. 2735 v. 18.10.1913)]

   Die Leuchtbake Robbenplate , die in der Außenweser in der Nähe der später einzuziehenden Leuchttonne U erbaut ist, besteht aus einem Dalbengerüst mit rotem, eisernem Aufbau und roter Laterne; die Bake ist an beiden Seiten in der Stromrichtung mit Eisbrechern versehen.
    Das weiße und grüne, unterbrochene Feuer mit Einzelunterbrechungen von 2,5s, Schein 7,5s, Wiederkehr 10s, auf der Bake brennt 8,3 über H-wss. das weiße Feuer ist 11, das grüne 3 Sm weit sichtbar. Die Lichtquelle ist Ölgasglühlicht mit Linsenapparat. die auf das weiße Licht bezogene Lichtstärke beträgt 500 Hefnerkerzen. Das Feuer leuchtet grün von rw. 153,5° bis rw. 164°, im übrigen weiß.
   Die Bake ist mit einer durch Preßgasbetätigten, ständig in Betrieb befindlichen Nebelglocke versehen, mit der Einzelschläge, Wiederkehr 15s, abgegeben werden.
      Lage: 53°40´22´´N 8°24´45´´O. ...
1914

   Robbenplate, (Lfv. Nr. 1432), an der O-Seite dieser Untiefe.




Geogr. Lage: 53°40´22´´N-Br., 8°24´45´´O-Lg.
Kennung: Ubr. w. & gn, Ölgasglühlicht
Höhe des Feuers über Hochwasser: 8,3 m
Angaben: Bake, bestehend aus einem roten Kessel und Turm aus Gitterwerk mit roter Laterne auf einer mit 2 Eisbrechern versehenen Dalbenanlage.
Bemerkungen: Unbewacht.
Sichtbar: gn. von rw. 153,5° bis 164°, w. im übrigen Teil des Horizonts.
Der grüne Sektor warnt vor der Annäherung an die Robbenplate;

Bei Nebel oder unsichtigem Wetter: Signale mit einer durch Pressgas betätigten, ständig im Betrieb befindlichen Glocke: Einzelschlag, Wiederkehr 15s.
Untersteht dem Bremer Staat.


"Mündungen der Jade und Weser", S-licher Teil, 1913 (bericht. 1917)



Nebelsignal ztws. eingestellt
[NfS. No. 626 v. 7.3.1914]

Die Nebelglocke der Leuchtbake Robbenplate in der Außenweser ist zeitweilig außer Betrieb.
Lage: 53°40´22´´N 8°24´45´´O.

Nebelsignal wieder in Betrieb
[NfS. No. 644 v. 14.3.1914]

Die Nebelglocke der Leuchtbake Robbenplate in der Außenweser ist wieder in Betrieb.
1920

Nebelsignal ztws. eingestellt
[NfS. No. 2125 v. 3.7.1920]

Das Nebelsignal mit Glocke bei der Leuchtbake Robbenplate wird wegen Mangels an Glyzerin bis auf weiteres nicht gegeben.
1921

Robbenplate
[NfS. No. 1832 v. 21.5.1921] vgl. NfS. 2125/1920

1. Wegen W-lichen Vordringens des Zwischensandes in der Nähe der schwarzen Leuchttonne 19, Solthörn gegenüber, ist der weseraufwärts scheinende, weiße, unterbrochene Sektor des Feuers Robbenplate an seiner O- Grenze um 1,5° verschmälert worden. Der nach O daran anschließende rote, unterbrochene Warnungssektor dieses Feuers ist ebensoviel nach W verschoben. Die Grenzen der veränderten Sektoren liegen nunmehr in folgenden Peilungen:

weiß von rw. 161,8° über S und W bis rw. 310,5°,
rot von rw. 310,5° bis rw. 319,5°,
weiß von rw. 319,5° bis rw. 324,5°.


2. Das Nebelglockenläutewerk auf der Leuchtbake Robbenplate ist wieder in Betrieb.
Ungf. Lage: 53°40´N, 8°25´O
1922

Leuchtbake Robbenplate

   Roter Turm aus Gitterwerk, steht auf einer mit Eisbrechern versehenen Dalbenanlage auf dem Ostrande dieser Bank an der Westseite des Wurster Fahrwassers der Weser. Von der Robbeplate sind mehrere Buhnen gegen das Fahrwasser vorgebaut, an den äußeren Enden mit grünen, stumpfen Tonnen gemarkt. Passierende Schiffe müssen diese Tonnen in gutem Abstand lassen.


   Schiffahrtspegel,

ist am nördlichen Wellenbrecher der Leuchtbake angebracht, dessen Nullpunkt mit Kartennull übereinstimmt, der also die Wassertiefe über und unter Kartennull direkt abzulesen gestattet.



Hauptfahrwasser wird verlegt
[NfS. Nr. 2830 v. 26.8.1922]

   Wegen weiterer Verflachung des Wurster Fahrwassers soll in den nächsten Tagen das Fedderwarder Fahrwasser als Hauptfahrwasser mit roten Spierentonnen und großen schwarzen, spitzen Tonnen betonnt und vorläufig für die Nachtzeit nur durch Leuchttonnen bezeichnet werden. ...
... Für die Dauer der Betonnungsarbeiten kann das Fedderwarder Fahrwasser nicht befahren werden, da zeitweise die Bezeichnung dort fehlen wird. Zur Warnung für die Schiffahrt wird während der in Frage kommenden Zeit tagsüber vom Hoheweg- und vom Brinkamahof-Leuchtturm eine grüne Flagge gezeigt werden.

Hauptfahrwasser ist verlegt
[NfS. Nr. 2964 v. 9.9.1922]

   Auf der Außenweser ist jetzt zwischen Hoheweg und Imsum das Hauptfahrwasser aus dem Dwarsgat und Wurster Arm in den Fedderwarder Arm und das Wremer Loch verlegt. ...
... Das Ubr. der Robbenplate-Bake wird verstärkt und für die Befeuerung des unteren Teiles des Fedderwarder Armes verwendet. Dasselbe wird später im Wurster Arm nur als Ubr. erscheinen. ...

Änderung des Feuers
[NfS. Nr. 3527 v. 28.10.1922]

   Das Ubr. der Robbenplate-Bake auf ungf. 53°40,3´N 8°24,7´O wird wegen Verstärkung des Linsenapparates demnächst zeitweilig gelöscht. Dafür wird unweit O-lich von der Bake auf 53°40´21´´N 8°24´48´´O in 6 m Wasser eine rote Leuchttonne mit Ubr. ausgelegt.

Änderung des Feuers
[NfS. Nr. 3915 v. 2.12.1922]

   Das Ubr. der Robbenplate-Bake auf ungf. 53°40,3´N 8°24,7´O ist zeitweilig gelöscht. Dafür ist 100 m O-lich von der Bake auf 53°40´21´´N 8°24´48´´O in 7 m Wasser eine rote Leuchttonne mit Ubr. ausgelegt.
Die Wiederinbetriebnahme des verstärkten Robbenplate-Feuers wird demnächst bekanntgemacht. Das Nebelglockensignal dieser Bake ist dauernd eingegangen.
1925

Robbenplate-Leuchtturm in Betrieb
[Seez. Bremen 19. Januar 1925; NfS. Nr. 319 v. 24.1.1925]

   ... Das alte Feuer Robbenplate-Leuchtbake auf 53°40´21´´N 8°24´48´´O brennt entgegen der NfS. 24-4504 als Ubr. w. & gn. wie folgt: grün von rw. 151,7° bis rw. 162,3°, weiß von da über S und W bis rw. 321,5°, grün von da bis rw. 330,6°, nicht sichtbar im Fedderwarder-Hauptfahrwasser von da über N und O bis rw. 151,7°.
1928

Feuer verstärkt
[NfS. Nr. 2039+2223 v. 23.6.1928]

Auf der Außenweser wird für die Kleinschiffahrt und Fischerei der Wurster Arm zur Befahrung während der Nachtzeit folgende verbesserte und erweiterte Befeuerung erhalten:

Robbenplate-Leuchtbaken-Feuer

Geogr. Lage: Ungf. 53°40´N 8°25´O
Angaben: Im Wurster Arm der Außenweser ist das unterbrochene Feuer weiß und grün der Robbenplate-Leuchtbake verstärkt worden.
Die weißen und grünen Sektorengrenzen dieses Feuers sind dabei unverändert geblieben.



Zeitmaße geändert
[NfS. Nr. 3326 v. 16.9.1928] vgl. NfS. 28-2223

Geogr. Lage: Ungf. 53°40´N 8°25´O.
Angaben: Das unterbrochene Feuer mit Einzelunterbrechungen und weißen und grünen Sektoren brennt jetzt wie folgt: Unterbrechung 1,5s, Schein 3,5 s, Wiederkehr 5s.
1939
Mit Kriegsausbruch wurden die Leuchtfeuer der Weser gelöscht

Feuer gelöscht
[Sonder-NfS. Nr. 20 v. 19.9.1939]

1. Die Befeuerung und Betonnung der Weser zwischen Hoheweg und Wesermünde ist in die Sonderbezeichnung (S.B) einbezogen.
   b) Folgende Feuer sind dauernd gelöscht und können nicht angefordert werden:

... Robbenplate Leuchtbake (Lfv. 1939 IIIA 1423) ...

2. Die Befeuerung der Weser zwischen Wesermünde und Bremen wird für dauernd gelöscht und kann nicht angefordert werden

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