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"Paskaart van het Heyligland na de Elve en Weeser" (Joannes van Keulen een Zoonen, > 1697)

Schmitsteert-Bake (Hoogeweg Baak)

    Position: ~ 53°42´N 08°14´O    Standort: Bollen Ziel/Hoogeweg    Errichtet: 1697    Niedergelegt: 1782







   1410 wandten sich die Bremer an die Häuptlinge des Jeverlandes mit dem Wunsch, ein Seezeichen ("Kape") auf dem "Hoogeweg" errichten zu dürfen.
Im Jahre 1457 ist

"eene Bake up den Mellumsteert"

urkundlich erwähnt.

(Ob es sich um diese oder eine andere Bake handelt, kann wegen des Verlustes der Unterlagen im 2. Weltkrieg schwerlich gesagt werden.

1697
Schmitsteert-Bake errichtet






   Nach langen Verhandlungen mit den Oldenburger Grafen über die Hoheit des Weserstromes erhält die Stadt Bremen 1697 die Erlaubnis, auf dem Hohe Weg Watt eine Kape (Bake) zu errichten.




1782
Schmitsteert-Bake abgebrannt










   Nachdem die Schmitsteert-Bake durch Blitzschlag abgebrannt war, errichtete man an gleicher Stelle eine "Nothbake". Diese hat sich im Sommer 1782 losgerissen. Als Provisorium wurde eine Tonne ausgelegt.
1783
Bremer-Bake errichtet

Die "Bremer Bake" wurde als Ersatz, ca. 1500 m entfernt, erbaut.






Leuchtbake Schmidts-Steert (Schmidtsteert)

    Position: 53°44´20,5´´N, 8°13´12´´O    Standort: NO-lich von Mellum     Errichtet: 1930    Niedergelegt: 1941




1930
Neue befeuerte Schmidtsteert-Bake errichtet

Schmidtsteert-Feuer beabsichtigt
[NfS. Nr. 3910 v. 11.10.1930]

Zeit der Ausführung: Im Laufe der nächsten Monate

Geogr. Lage: 53°44´20,5´´N, 8°13´12´´O, an der O-Seite der Mellumplate, auf dem sogenannten Schmidtsteert..

Kennung: Unterbrochenes Feuer mit Einzelunterbrechungen mit weißen und roten und grünen Sektoren: Unterbrechung 1,5s, Schein 3,5s, Wiederkehr 5s. Flüssiggas-Glühlicht.

Feuerhöhe: 11,1 m.

Höhe der Bake über dem Erdboden: (Steinkegel) bis zur Laternenknaufspitze: 16,4 m.

Sichtweite: Weiß 10, rot 6, grün 5 Sm.

Feuerträger: Rot-weiß-rot waagerecht gestreifte, zylindrische, eiserne Bake, auf einem roten, eisernen Dreibeinbock, mit roter Laterne und Galerie.

Bemerkungen: Unbewachtes Leitfeuer.
Soll weserabwärts von der südlichen Grenze des östlichen, roten, festen Quermarkensektors von Wangeroog, auf der Strecke Weserfahrt oder Roter Sand-Leuchtturm, bis zur Leuchttonne 8 oder bis zur Robbennordsteert-Leuchtbake im unteren Teil des Fedderwarder-Fahrwassers als weißes Ubr.-Leitfeuer, mit westlichen grünen und östlichen roten Warnungssektoren, dienen. Die Sektorengrenzen werden später bekanntgegeben.

Außerdem wird das Schmidtsteert-Leuchtfeuer, als Unterfeuer, in Verbindung mit dem weißen, festen Hoheweg-Leuchtfeuer, als Oberfeuer, eine weserabwärtsscheinende Richtlinie bilden, die bis zur südlichen Einfahrt in die Alte Weser führt.
1931

Schmidtsteert-Feuer in Betrieb
[NfS. Nr. 93 v. 3.1.1931]; vgl. NfS. Nr. 3910 v.1930

Angaben: Auf der Außenweser wird im Laufe der nächsten Wochen ohne weitere Nachricht die neue Schmidtsteert-Leuchtbake in Betrieb genommen.

Geogr. Lage: 53°44´20,5´´N, 8°13´12´´O, an der O-Seite der Mellumplate, unterhalb Hoheweg-Leuchtturm.

Karteneintragung: Ubr. w. & r. & gn.

Kennung: Ein unterbrochenes Feuer mit Einzelunterbrechungen mit weißen und roten und grünen Sektoren: Unterbrechung 1,5s, Schein 3,5s, Wiederkehr 5s. Flüssiggas-Glühlicht.

Feuerhöhe: 11,1 m.
Höhe der Bake über dem Erdboden bis zur Laternenknaufspitze: 16,4 m.

Sichtweite: Weiß 10, rot 6, grün 5 Sm.

Feuerträger: Rot-weiß-rot waagerecht gestreifte, zylindrische, eiserne Bake, auf einem roten, eisernen Dreibeinbock, mit roter Laterne und Galerie.
...



Änderung des Feuers
[NfS. Nr. 3529 v. 3.10.1931]

2. Schmidtsteert- Feuer -Feuer wird geändert

Angaben: Gleichzeitig mit der Inbetriebnahme der Robbenplate-Richtfeuerlinie ist der Leitfeuercharakter des weseraufwärtsscheinenden Schmidtsteert-Feuers auf 53°44´20,5´´N, 8°13´12´´O und des weserabwärtsscheinenden Robbennordsteert-Feuers auf 53°42´13,2´´N, 8°20´36,3´´O fortgefallen.
Die Leitsektoren sind demnach als solche ausgeschieden und dienen nur noch als Vorausmerk Orientierungszwecken. Es ist nur bei diesem Feuer ein farbiger Warnsektor neben dem weißen Feuer bestehen geblieben, und zwar vom weseraufwärtsscheinenden Schmidtsteert-Feuer ein grüner, westlicher als Schutz gegen zu große Annäherung an den Langlütjennordsteert. ...

1939
Mit Kriegsausbruch wurden die Leuchtfeuer der Weser gelöscht

Feuer gelöscht
[Sonder-NfS. Nr. 20 v. 19.9.1939]

1. Die Befeuerung und Betonnung der Weser zwischen Hoheweg und Wesermünde ist in die Sonderbezeichnung (S.B) einbezogen.
   b) Folgende Feuer sind dauernd gelöscht und können nicht angefordert werden:

... Schmidtsteert (Lfv. 1939 IIIA 1413) ...

2. Die Befeuerung der Weser zwischen Wesermünde und Bremen wird für dauernd gelöscht und kann nicht angefordert werden
1941
Leuchtbake Schmidtsteert beseitigt

Beseitigung der Leuchtbake
[St.-K. Wilhelmshaven 4.8.1941 (26033); (Kriegs-NfS. Nr. 659 v. 7.8.1941)]








Geogr. Lage: Ungf. 53°44,3´N, 8°13,1´O.

Angaben:

Die Leuchtbake ist wegen starker Beschädigung bis auf die Pfahlreste und die Steinschüttung, die bei N.W. freikommen, beseitigt worden.



Die Stelle ist mit einer kleinen, weißen Untiefentonne mit Osttoppzeichen und mit der Aufschrift Schmidtsteert etwa 30 m nordöstlich davon bezeichnet.



1942

Wiedererrichtung nicht beabsichtigt
[St.-K. Wilhelmshaven 26.3.1942 (9671); (Kriegs-NfS. Nr. 345 v. 1.4.1942)]

Geogr. Lage: Ungf. 53°44,3´N, 8°13,1´O.

Angaben:

Die Wiedererrichtung der Leuchtbake ist nicht beabsichtigt, jedenfalls nicht an der alten Stelle.
Feuer und Bake sind zu streichen.


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