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Soltplate (Hintergrund)Warteplate (Vordergrund)

Leit- und Richtfeuer Soltplate

Geogr. Lage: 53°14´9´´N 8°28´54´´O     Standort: Elsflether Sand    Errichtet: 1897



1897

Beabsichtigte Anzündung von Leitfeuern auf dem Elsflether Sande
[N.f.S. No. 1996 v. 24.7.1897]

   Nach dem Befeuerungsplan der Weser werden auf dem Elsflether Sande und zwar auf der Solt Plate und dem Köter Sande je ein Oberfeuer errichtet, welche in Verbindung mit dem demnächtigsten neuen Feuer der Fischerei Hohenzollern zwei Richtungslinien bilden werden, von denen die eine weseraufwärts und die andere weserabwärts führt.
   Wegen Erbauung der Leuchtbaken Solt-Plate und Fischerei Hohenzollern ist auf der Solt Plate ein zeitweiliges Feuer angezündet und die provisorische Leuchtbake Fischerei Hohenzollern 3 m westlicher versetzt worden. Das zeitweilige Feuer Solt-Plate liegt ca. 420 m NzW. ¾W (340,5°) von dem Feuer Fischerei Hohenzollern entfernt.
   Die durch diese Feuer gebildete Linie hat demnach dieselbe Richtung, nur daß sie 3 m westlicher liegt, wie bisher.
   Das provisorische Feuer unweit der Elsflether Mühle ist am 20. Juli d.J. ausgelöscht worden.
   Nach erfolgter Anzündung der neuen Feuer wird das Weitere bekannt gemacht werden.
1898
Richtfeuer Soltplate angezündet

Beabsichtigte Anzündung von Leitfeuern
[N.f.S. No. 2131 v. 20.8.1898]

   Das "Tonnen- und Bakenamt" zu Bremen hat am 16. August d. J. bekannt gemacht, daß die Absicht besteht, am 31. d. M. auf der Weser-Strecke von der Mündung der Geeste bis Vegesack an Stelle der provisorischen Feuer die nachstehenden definitiven Leuchtfeuer in Betrieb zu stellen, nämlich:

1. Flagbalgersiel Unterfeuer (untere Linie).

2. Die Feuer zu Sandstedt.

3. Die Feuer Harrier Sand (obere Linie).

4. Die Feuer Elsflether Sand. Auf dem Elsflether Sande wird außer den Feuern Solt Plate und Fischerei Hohenzollern das neu errichtete Feuer Köter Sand angezündet werden.

5. Das Feuer zu Farge.

6. Die Feuer zu Lemwerder.

   Gleichzeitig mit dem Anzünden dieser Feuer wird das bisherige rothe Feuer zu Oberhammelwarden km 33,4 ausgelöscht und dafür bei Lienerhörn km 32,1 ein rothes Orientirungsfeuer angezündet werden.

Anzündung von Leitfeuern
[N.f.S. No. 2359 v. 10.9.1898]

   Auf der Weser-Strecke von der Mündung der Geeste bis Vegesack sind anstatt der bisherigen provisorischen die nachstehenden neuen Leuchtfeuer angezündet worden, nämlich:

1. Flagbalgersiel Unterfeuer (untere Linie),
2. zwei Feuer unterhalb Sandstedt,
3. zwei Feuer auf dem Harriersande,

4. drei Feuer auf dem Elsflether Sande (Soltplate — Fischerei Hohenzollern — Köter Sand),

5. Farge,
6. zwei Feuer zu Lemwerder.

(Sortiert nach Leuchtfeuer Solt Plate:)

... Die Baken für die Oberfeuer Sandstedt, Harriersand, Solt Plate, Lemwerder und für das Feuer Fischerei Hohenzollern sind auf derselben Stelle, auf welcher die provisorischen Feuer sich befinden, erbaut.

... dreiseitige Leuchtbaken, sich nach oben verjüngende Baken aus eisernem Fachwerk

... angestrichen: Solt Plate: roth;

... Die Höhe der Feuer der Leuchtbaken über Hochwasser beträgt für: Solt Plate: 24,2 m

... Die Leuchtbaken zeigen Feuer nach Fresnelschem System.

... Das Feuer Fischerei Hohenzollern bildet mit dem Feuer Solt Plate und dem Feuer Kötersand je eine Richtungslinie; die letztere führt von km 32 SzW1/8W (192,5°) bis unweit km 30, die erstere von km 29 SzO3/4O (160°) bis unweit km 26.

... Die Feuer Soltplate und Kötersand haben je einen rothen Sektor, welche bei der Fischerei Hohenzollern den Uebergang von der Richtungslinie Köter Sand — Hohenzollern in die Richtungslinie Hohenzollern — Solt Plate und umgekehrt kennzeichnen.

1914

Soltplate, (Nr. 1654) an der O-Seite des Elsflether Sandes, bei km 30

Position: 53°14´9´´N, 8°28´54´´O
Kennung: F. w. & r. Lins. V. (Petroleum)
Feuerhöhe über Hochwasser: 24,2 m
Höhe des Turmes über Erdboden: 23,4 m
Sichtweite: 15 sm
Angaben: Rote, dreiseitige, pyramidenförmige Bake aus eisernem Fachwerk mit Galerie und roter Laterne.
Bemerkungen: Unterstehen dem Bremer Staat.

1928

Soltplate-Feuer wird geändert
[NfS. Nr. 1292 v. 14.4.1928]

Auf der Unterweser wird das weiße Festfeuer des Hollenzollern-Unterfeuer in ein weißes, unterbrochenes Feuer mit Einzelunterbrechungen geändert.
Dieses Unterfeuer und die hierzu gehörenden Oberfeuer Soltplate und Kötersand werden gleichzeitig mit einer Flüssiggas-Befeuerung ausgerüstet.
1959

Befeuerung verändert
(W.S.A. Brake, 6.X.1959) [N.f.S. Nr. 3994 v. 10.10.1959]

a) Solt-Plate-Oberfeuer versetzt und geändert

Neue geogr. Lage: 53°14´06´´N, 8°28´40´´O, auf dem Elsflether Sand bei km 30,050, etwa 0,8 kblg 328° vom bisherigen Ort.
Karteneintragung: Glt.
Wiederkehr: 4 s
Feuerhöhe über Wasser: 31,2 m
Tragweite: 12,3 sm.
Feuerträger: 32 m hohe, hellgraue, schwarz belattete, pyramidenförmige Dreibeinbake.


Zusätzliches Quermarkenfeuer Soltplate eingerichtet

b) Quermarkenfeuer angezündet

Geogr. Lage: auf dem gleichen Feuerträger
Karteneintragung: F. w. & r.
Feuerhöhe über Wasser: 18,8 m
Tragweite: Weiß 5,4, rot 3 sm.
Angaben: Das Quermarkenfeuer bezeichnet den Übergang aus der Richtlinie Kötersand — Hohenzollern in die Leitsektoren Lienerhörn und Rekumer Hull.



Solt-Plate Feuer wird angezündet
(W.S.A. Brake, 31.X.1959) [N.f.S. No. 4484 v. 7.11.1959]

Zeit der Ausführung: Am 11. November 1959; ohne weitere Nachricht

Geogr. Lage: Ungf. 53°14,1´N 8°28,7´O, im Feuerträger des Solt Plate-Oberfeuers.
Karteneintragung: Ubr.
Feuerhöhe über Wasser: 31,2 m
Tragweite: 12 sm
Angaben: Das Feuer dient als Vorausmarke für Schiffe, die in der Harriersand-Richtlinie weseraufwärts fahren.
Es ist nur in dieser Richtlinie sichtbar.

1972

Quermarkenfeuer Soltplate (B 1299.8 / 12887)

Geogr. Lage: 53°14´N, 8°29´O, im Feuerträger
Kennung: F. w/r.
Feuerhöhe über Wasser: 19 m
Tragweite: 4/2,5 sm



Oberfeuer Soltplate (B 1299.8 / 12889)

Geogr. Lage: 53°14´N, 8°29´O, im Feuerträger
Kennung: Glt. 4 s
Feuerhöhe über Wasser: 31 m
Tragweite: 9 sm.

1973
Quermarkenfeuer beseitigt

Feuer wird gelöscht
[NfS. 1176 v. 31.3.1973 ]

Geogr. Lage: Ungf. 53°14,1´N 8°28,7´O, Soltplate-Quermarkenfeuer.
Angaben: Das Feuer ist zu streichen.
1976

Die bisherige Holzverlattung wurde gegen Aluminiumprofile ausgetauscht.
2003




   Oberfeuer Soltplate (Nr. 17281, B 1299.8)

Geogr. Lage: 53°14´N 008°29´E
Kennung: Oc. 6 s
Höhe über Wasser: 31 m
Höhe über Erdboden: 32 m
Nenn-Tw.: 9 M
Angaben: schwarze, pyramidenförmige Dreibeinbake mit Verlattung, 690 m vom Unterfeuer Warteplate (Nr. 17421)

Lichtstark in der Rcht-F-L. 187,6°
Gleichgängig; ohne feste seitliche Begrenzung


   Oberfeuer Soltplate (Nr. 17421, B 1299.8)

Geogr. Lage: 53°14´N 008°29´E
Kennung: Oc. 6 s
Höhe über Wasser: 31 m
Nenn-Tw.: 9 M
Angaben: im Feuerträger Nr. 17281,
590 m vom Unterfeuer Hohenzollern (Nr.17380)

Lichtstark in der Rcht-F-L. 178,7°
Gleichgängig; ohne feste seitliche Begrenzung

2013

   Im Anschluß an die Sanierung des Unterfeuers Hohenzollern wurden die Farben der Oberfeuer-Toppzeichen geändert. Die rote Farbe hebt sich von den inzwischen hohen Bäumen besser ab.

Richtfeuer-Linie mit Unterfeuer Warteplate und Unterfeuer Hohenzollern


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