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"Spieghel der Zeevaert", Waghenaer 1583

Süderoogsand-Bake (Süderoog-Bake)

Geogr. Lage: 54°26´N 08°29´O     Standort: Süderoogsand    Errichtet: 1611








   Wollte man in den Hever-Strom einsegeln , orientierte man sich nördlich am Pellwormer Kirchturm und südlich an den Kopfbaken der Sandbank Quage, welche als Richtbaken die Ansteuerungstonne markierten.


"Spieghel der Zeevaert", Waghenaer 1583


1611
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1634
Erste Bake (Kape) auf Suederoog (Nicht belegte Angaben !)





   Als im Jahre 1611 der Turm der St. Salvador-Kirche Pellworm einstürzte, soll man als Ersatz auf Süderoog ein Leuchtfeuer errichtet haben, wie aus der Karte "Nieuwe Landtcarte von dem Hertzogthumbe Holstein" von J. Meier aus dem Jahre 1649 (?) ersichtlich ist. Da die Sandbank zu dieser Zeit bereits besiedelt war, mußte der eingesetzte Strandvogt für die Unterhaltung des Feuers sorgen.

Bis zur verheerenden Burchardiflut im Jahre 1634 soll das Leuchtfeuer gebrannt haben, dann soll es in den Fluten untergegangen sein.
1667

["Die Lebens- und Leidensgeschichte der Frisen" v. K.J. Clement, 1845]

... Die Eisfluth am 26. Januar 1667 stieß den "Back auf Süderugh" um (Das ist die Bake), welchen die Seeleute nach dem Ao. 1611 geschehenen Einsturz des Thurms (Kirchthurms) auf Pelworm erbaut hatten.
Wo die Bake stand, ist längst eine Sandbank oder Brandung. ...

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   Leider ist die Jahreszahl der historischen Karte nicht bekannt. Zeigt sie doch, das nachfolgend eine erste Spierenbake mit Ständer und kugelförmigen Toppzeichen auf Süderoogsand errichtet wurde.
1863

Bake auf Süderoogsand geplant
["Verhandlungen der zwölften Holsteinischen Provinzialständeversammlung" v. 1863]

Errichtung einer Bake auf Süderoogsand .........................................................................1,800 Reichsthaler

    Die Seefahrenden auf der Westküste, welche die Hever und "Smaldybet" befahren, haben sich wiederholt darüber beklagt, daß nichts verfügt worden, um durch ein größeres Merkzeichen das Anlaufen des Hever-Stroms, wie des alten "Smaldybet" zu erleichtern, und da die Mündungen dieser an der Westküste am meisten befahrenen Fahrwasser sich so weit zwischen den Außengründen in See erstrecken, daß bei dem Anlaufen fast immer keine Landkennung zu haben ist, wird die Errichtung erwähnter Bake, die den angedeuteten Mängeln gänzlich abhelfen wird, als nothwendig anzusehen sein.

1866
Auf Privatkosten einiger Schiffer wurde eine Laterne auf Süderoog installiert.
Doch ein Jahr später wurde diese wieder abgebaut, da die Schiffer die Kosten nicht mehr aufbringen konnten.
1867
Erste Rettungsbake errichtet





   Eine erste Bake mit Rettungsraum wurde unmittelbar nach der Einverleibung Schleswig-Holsteins zu Preußen im Jahre 1867 auf Süderoogsand von amtlicher Seite erstellt.
1869

Rettungsbaken an der Deutschen Küste
["Hanse", Zeitschrift für Seewesen, Nr. 147, v. 15. August 1869]

1. Jahde-Mündung: Auf dem nördlichen Theile des Minsener-Olde-Oge ...

2. Elb-Mündung: Eine hölzerne Baake auf Schaarhörn Sand ...

3. Schleswig-Holsteinische Westküste:

   a) Süder-Piep: Auf Bosch-Sand-Polln ...

   b) Norder-Piep: Auf Blauort-Sand, ...

   c) Mittlerer Hever-Strom:

Auf Süderoge-Sand, westlich von Süderoge, steht auf trockenem Sande eine Baake aus Balken, deren Top in der Ferne als vasenförmige Figur erscheint.
In einem in der Baake enthaltenen Verschlage ist für Schiffbrüchige Brod und Wasser, sowie zum signalisiren ein Ballon vorhanden.
Diese Baake dient zum Auffinden der Mündung des Heverstromes.
Höhe etwa 60´, Lage: 54°26´NBr., 8°27´OL.

   d) Neue Schmal-Tiefe: Auf dem Sandgrunde Seesand ...

   e) Hörnum oder Vortrap-Tiefe: Auf der hohen Düne bei Hörnum ...
1870

Im Laufe des deutsch-französischen Krieges wurde die Bake, wie alle Seezeichen, vernichtet, um dem Feind keine Anhaltspunkte zu liefern.


Untergang der Bark "Ulpiano"

   Am 24. Dezember 1870 strandete die spanische Bark Ulpiano am Süderoogsand. Die gesamte Besatzung mußte dort bis zum 26. Dezember ausharren, da wegen starken Eisgangs eine sofortige Rettung nicht möglich war. Die Rettungsbake war zu diesem Zeitpunkt beseitigt !
1871

Seezeichen werden wieder ausgelegt
["Amtsblatt der Königl. Regierung zu Schleswig" v. 10.4.1871]

No. 289   Betrifft die stattgehabte Wiederauslegung der Seezeichen und das Brennen der Leuchtfeuer.

"Es wird hierdurch zur öffentlichen Kunde gebracht, daß die in Anlaß des Krieges eingezogenen Seezeichen, mit Ausnahme

der ... Süderoogsand-Bake

deren schleunige Wiederherstellung in Angriff genommen ist und demnächst bekannt gemacht werden soll, nunmehr wieder ausgelegt sind, sowie daß sämmtliche Leuchtfeuer der hiesigen Provinz, mit Ausnahme des Eider-Leuchtfeuerschiffes und der Leuchtfeuer auf der Insel Sylt, wieder in Stand gesetzt sind und ihr Licht zeigen werden. ...

      Schleswig, den 31. März 1871
      Königliche Regierung, Abtheilung des Innern.









Diese Planung von 1870/71 für die neue Bake wurde in dieser Form nicht ausgeführt.

Neue Bake errichtet


Bake wieder errichtet
["Amtsblatt der Königl. Regierung zu Schleswig" v. 3.11.1871]

No. 1067   Bekanntmachung für Seefahrer

    "Die bei Beginn des Krieges mit Frankreich zerstörten Baken an der Schleswig-Holsteinischen Westküste sind nunmehr sämmtlich wiederhergestellt. Dieselben bestehen in Balkengerüsten mit Lattenverkleidungen. ...

4. Süderoogsandbake hat eine veränderte Gestalt erhalten und ist 1148 Fuß Rheinl. (360,3 Meter) nordwärts von ihrem früheren Standort errichtet auf:    54°26´28´´ nördl. Breite, 8°27´31´´ Länge östl. v. Greenwich.

   Dieselbe besteht jetzt im Alignement zwischen der Mittelhever-Ansegelungstonne und dem Pellwormer alten Thurm.
   Der untere Theil der Bake besteht aus dem Hauptständer und dessen Verstrebungen, auf welche sich in der Höhe von 17 Fuß Rheinl. (5,3 Meter) über dem Erdboden eine Lattenverkleidung, in Gestalt eines aufrechtstehenden dreiseitigen Prismas, aufsetzt von 34 Fuß Rheinl. (10,7 Meter) Höhe. Zwei der senkrechten Seitenflächen dieses Prismas sind der See zugekehrt, die dritte dem Pellwormer alten Thurme.
   Die Bake ist mit zwei Toppzeichen versehen, von denen das obere in einer Kugel, das untere in einer einfachen Lattenwand besteht, welche letztere so gerichtet ist, daß sie sich, von der Mittelhever-Ansegelungstonne aus gesehen, in scharfer Kante zeigt, dagegen von Beobachtungsorten, welche nördlich oder südlich von dieser Richtungslinie liegen, die Gestalt eines Stundenglases darstellt.
Die Gesammthöhe der Bake beträgt 70,3 Fuß Rheinl. (22 Meter) über dem Erdboden und 90 Fuß Rheinl. (28,2 Meter) über Niedrigwasser.

Die Bake enthält in angemessener Höhe über dem Hochwasser eine sogenannte Rettungskammer, welche mit Brod, Trinkwasser, sowie mit Flaggen und Ballons zum Signalisiren ausgestattet ist."


      Schleswig, den 23. Oktober 1871
      Königliche Regierung, Abtheilung des Innern.

Neue Bake Süderoog errichtet
[Segel-Handbuch für die Nordsee, Drittes Heft, 1886]

   Die Süderoogsand-Bake,




auf dem SW-Ende des gleichnamigen Sandes zwischen dem Schmal Tief und der Hever, ist 22 ½ m hoch und schlank und 3 ½ Sm westlich von der Hallige Süderoog entfernt.
In einem oberen abgeschotteten Raum, zu welchem eine Leiter hinaufführt, und der zur Aufnahme Schiffbrüchiger dient, befinden sich Wasser und Brod. Der Anstrich der Bake ist schwarz; bei klarer Luft ist dieselbe 9 bis 10 Sm weit sichtbar.

Sie kann aus großer Entfernung beim ersten flüchtigen Erblicken wohl für eine der Ansegelungstonnen gehalten werden, weil man meistens gerade nach der letzteren angestrengt ausguckt, und sonstige Landmarken hier nicht zu sehen sind. Bei genauerer Betrachtung muß jedoch dieser Irrthum bald bemerkt werden, denn einmal ist die Form doch eine andere, und dann wird die im Wasser verankerte Tonne nie so aufrecht stehen, wie die Landmarke.
1878

Beschreibung der Bake
[Die Schiffahrtszeichen an der deutschen Küste, 1878]

Laufende Nummer: 556
Süderoogsand
Geogr. Lage: 54°26´28´´N, 8°27´31´´O
Zweck: Seemarke, bezeichnet die Gründe des Süderoogsandes
Beschreibung: Bake mit vertikaler Lattenwand und schwalbenschwanzförmigem Topzeichen
Erkennungsmerkmale: Schwarz
Höhe der Spitze des Zeichens über Hochwasser: 23,3 m
Höhe der Spitze des Zeichens über Erdboden: 22,6 m
Sichtweite des Zeichens: 9 Sm

Hinweis: Die Bake hat eine mit Brot und Wasser verproviantirte Kammer zur Aufnahme Schiffbrüchiger.
1890
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1891

[Prof. F. Müller "Das Wasserwesen an der Schleswig-Holsteinischen Nordseeküste",
Teil I: Die Halligen, Band II, 1917]

   Die im Winter 1890/91 herrschenden häufig sehr heftigen Stürme haben indes wahrscheinlich Eisblöcke gegen die etwa 1 m unter gewöhnlichem Hochwasser mit den Pfählen stehende Bake geworfen, sodaß einige Streben zerbrachen und das Umfallen der nun nicht mehr widerstandsfähigen Bake am 4. März (1891) bewirkten. Die Eismassen sollen bis 10 m hoch gelegen haben.


Zerstörung der Bake auf Süderoog-Sand
[NfS. No. 616 v. 21. März 1891]

   Die Königliche Wasserbau-Inspektion zu Husum hat am 11. März d. J. bekannt gemacht, daß die auf dem Süderoog Sand befindliche Bake am 4. März 1891 durch einen Sturm zerstört worden ist.

[Prof. F. Müller "Das Wasserwesen an der Schleswig-Holsteinischen Nordseeküste", Teil I: Die Halligen Band II, 1917]

    Die neue Bake soll etwa südsüdöstlich von der alten Bake unfern dem Südwestrande des Süderoogsandes etwa 1,07 m über gewöhnlichem Hochwasser aufgestellt werden, sodaß die Bake bei gewöhnlichem Hochwasser immer trocken liegt.
   Da die alte zerstörte Bake nicht genug Körper genug hatte, um auf größere Entfernungen als Bake erkannt zu werden, auch oft mit einer Tonne verwechselt ist, so ist eine Bake gewählt, welche massiger im Körper ist und deshalb nicht so leicht mit andern Gegenständen verwechselt werden kann.
   Die Bake erscheint von allen Seiten als ein aufrechtstehendes Rechteck, welches oben mit einem Kreisbogen abgerundet ist..
An dem Mittelstiel über der Kuppel kann ein Ballon aus Rohrgeflecht mit Eisengestell angebracht und dadurch der Bake eine noch kennzeichnendere Form gegeben werden kann.
   Da die Zerstörung einiger eingerammter Pfähle gewöhnlich die Zerstörung der ganzen Bake nach sich zieht, so ist geplant, die Bake auf Schwellen, die von Pfählen gestützt werden, aufzustellen; die Pfähle sind aus Eichenholz herzustellen, alles übrige Verbandholz aus Kiefernholz. Die Befestigung der Stiele und Streben wird durch Winkelbleche, Längsbleche und Bolzen bewirkt.
Die Rettungskammer ist möglichst klein gewählt, um den Windfang zu verringern, und um sie herum eine Galerie hergestellt. Eine eiserne Leiter führt zunächst auf die Galerie, die durch eine Tür mit der Kammer verbunden ist. Ausgerüstet wird die Kammer mit 1 Ofen, 1 Kohlenkasten mit Zubehör, 1 Brotschrank, 1 Wasserfaß mit Becher, 1 Tisch, 3 Bänken, die mit Hülfe von Klappen als Bettstellen benutzt werden können, 1 Flagge, 1 Ballon, 1 Lampe. erhält wird der Raum durch 2 Fenster. An der Galerie sind mehrere Flaggenstangen an den verschiedenen Seiten anzubringen, um die Flagge bei verschiedenen Winden immer sichtbar zu machen.
der Kostenanschlag belief sich auf 16 500 M.
   Die Bauausführung der Bake war mit mancherlei Umständlichkeiten verknüpft. Gemäß Bericht der Wasserbauinspektion Husum vom 6. Juni 1893 (R. S.: R. I. B. XIII. B. 5. Vol. XV. Spec.) mußten die Arbeiter in einem Schiff untergebracht werden, da dies auf der übrigens 1/2 Meile entfernten Hallig Süderoog wegen Beschränktheit der Räumlichkeiten nicht anging. Wegen häufiger Überflutung des Süderoogsandes konnten hier keine Baracken aufgestellt werden. ...


Neue Bake errichtet

Wiedererrichtung der Bake auf Süderoog-Sand
[NfS. No. 2274 v. 24. Oktober 1891]







   Die Königliche Wasserbau-Inspektion zu Husum hat am 17. Oktober d. J. bekannt gemacht, daß an Stelle der durch einen Sturm zerstörten Bake auf Süderoog Sand (vgl. No. 616 d. diesj. NfS) im Laufe dieses Monats eine neue Bake 2600 m südöstlich vom Standpunkte der alten Bake errichtet werden wird. Die neue Bake hat die Form einer vierseitigen abgestumpften Pyramide, welche oben mit einer Kuppel geschlossen ist. Über der Kuppe befindet sich ein 1,25 m im Durchmesser haltender Ball als Toppzeichen.


Lage der neuen Bake
[NfS. No. 2440 v. 14. November 1891]

   Die neue Bake auf Süderoog Sand steht ca 2600 m südöstlich von der Position der alten Bake. Die genaue Lage wird später bekannt gemacht werden.

Neue Süderoog Sand-Bake errichtet
[NfS. No. 2549 v. 28. November 1891]







   Die Königliche Wasserbau-Inspektion zu Husum hat am 14. November d. J. bekannt gemacht, daß an Stelle der im vorigen Winter zerstörten Bake auf Süderoog Sand eine neue errichtet ist. Dieselbe steht 2065 m in SSO von dem Standpunkte der alten Bake und hat eine Höhe von 22 m über dem Sande. Die neue Bake hat die Form einer Pyramide, welche oben durch eine Kuppel geschlossen abgeschlossen ist und über welcher sich ein Ball von 1,15 m Durchmesser erhebt.

... Die Vollendung der Bake wurde am 14. Oktober 1891 bekannt gegeben. Danach liegt sie 22 m hoch über dem Sand als vierseitige abgestumpfte Pyramide mit oberem Kuppelabschluß, worüber eine Kugel von 1,25 m Durchmesser als Toppzeichen. Sie wurde 2665 m südsüdöstlich vom Standpunkte der alten Bake, 3,3 Seemeilen westsüdwestlich von der Hallig errichtet in 54°25´32,7´´nördlicher Breite und 8°28´50,4´´östlicher Länge. Die Sichtweite bei klarer Luft ist 9 - 10 Seemeilen. ...

1895

   ... Im September 1895 bildete sich unter der Bake ein Kolk (Hohlraum), indem der Sand 1,30 m tief weggespült wurde. Die Wasserbauinspektion Husum schlug am 20. September 1895 zur Sicherung der Anlage eine 1 m starken Decke aus Zementsand vor, die durch eine 25 m Durchmesser besitzende Kreisspundwand aus 4 m langen Pfählen eingefaßt werden und noch eine Verankerung und eine Steinvorlage erhalten sollte. Nachdem von der Regierung die billigere Verwendung von Senkstücken empfohlen war, wurde am 5. Februar 1896 ein zweiter Entwurf in Husum aufgestellt:
   Einfassung des Kolkes durch eine kreisförmige Pfahlwand von 15 m Durchmesser und 2,5 m Länge. Ausfüllung des Innenraumes mit Sand und Abdeckung mit 0,5 m starker Buschlage, die durch Gerölle und Granitfindlinge beschwert wird.
Durch Ministerial-Erlaß vom 18. August 1896 wurde noch von Sicherungsmaßregeln abgesehen und die Ausfüllung des Kolkes mit Sand verfügt.

1896

Geographische Lage der Süderoog-Bake
[NfS. Nr. 2236 v. 12.9.1896]






   Nach Mittheilung desselben Kommandanten (Vermessungsschiff "Albatross") steht die Süderoog-Bake auf dem gleichnamigen Sand in:
54°25´32,70´´N, 08°28´50,40´´O
1897

Errichtung einer Bake zu Vermessungszwecken auf Süderoog-Sand
[NfS. No. 2419 v. 11. September 1897]

   Nach Mittheilung des Kommandanten S.M.S. "Albatross" ist auf Süderoog-Sand zu Vermessungszwecken eine Bake mit viereckigem Toppzeichen errichtet worden.
Geogr. Lage: 54°27´25,5´´N, 8°26´4,6´´O


Entfernung der zu Vermessungszwecken errichteten Bake auf Süderoog-Sand
[NfS. No. 2529 v. 18. September 1897]; vgl. NfS. 2419/1897

   Nach Mittheilung des Kommandanten S.M.S. "Albatross" ist die zu Vermessungszwecken auf Süderoog-Sand errichtete Bake wieder beseitigt worden.
1898




Süderoog-Sand-Bake

steht in 54°25´32,7´´ N-Br. und 8°28´50,9´´O-Lg. auf dem südlichen Theile des Süderoog Sandes zwischen dem Schmaltief und der Hever, 5,3 Sm westsüdwestlich von der Hallige Süderoog entfernt.. Sie ist als Rettungsbake ausgerüstet und über dem Unterkunftsraum mit einer Lattenverkleidung versehen, welche die Form einer vierseitigen, abgestumpften Pyramide hat, die oben durch eine Kuppel geschlossen ist. Über derselben befindet sich eine Kugel als Toppzeichen. Die Höhe der schwarz gemahlten Bake beträgt 22 m, die Sichtweite bei klarer Luft 9 bis 10 Sm.



Rettungsbaken
In den Baken auf Süderoog-Sand, Blauort-Sand und Busch-Sand finden Schiffbrüchige im Bedarfsfalle Unterkunft und die notwendigsten Lebensmitteln. Diese Baken haben in genügender Höhe je einen abgeschotteten Raum, der Schutz gegen die Witterung bietet und zu welchem eine Leiter hinaufführt. In dem Raume wird Hartbrot, Wasser, Stroh und eine Flagge aufbewahrt. Letztere ist, um sich bemerkbar zu machen, von den Schiffbrüchigen aufzustecken und zu zeigen. Für die Unterhaltung dieser Gegenstände sorgen die Tonnenleger, die diese Baken, wenn angängig, monatlich revidieren.
   Die Baken haben ein dunkles Aussehen, wodurch sie sich am besten von den Wattflächen abheben und daher an der niedrigen Küste auch vorzügliche Landmarken für die Schiffahrt abgeben.
1899
Am 27. September strandete auf Süderoogsand der Schleppdampfer "HENDRIKA" aus Emden.
Die Besatzung bestand aus 6 Mann und rettete sich in die Süderooger Bake und kam von dort nach Süderoog. So steht es im Strandungsprotokoll.
1922
   "...Süderoog-Sand-Bake, 22 m hoch, dunkel und bei klarer Luft 9 bis 10 Sm weit sichtbar, auf dem südlichen Teile des gleichnamigen Sandes zwischen dem Schmal-Tief und der Hever, ist Rettungsbake und hat über dem Unterkunftsraum eine Lattenbekleidung in Form einer vierseitigen, abgestumpften Pyramide, die oben durch eine Kuppel geschlossen ist, sowie einen Ball als Toppzeichen..."
1932
Die bisher unbefeuerte Bake von 1891 wird in eine Leuchtbake umgebaut

Bakenkopf geändert
[NfS. Nr. 3014 v. 3. September 1932]

Geogr. Lage: 54°25´33´´N, 8°28´50´´O
Angaben: Der halbkugelförmige Kopf der Bake nebst Spitze und Ball wird am 5. September 1932 entfernt und ohne weitere Nachricht später wieder neu aufgebaut.
1939

Feuer wird angezündet
[W-A. Tönning 22. Juni 1939] [NfS. Nr. 2649 v. 1. Juli 1939]

Zeit der Ausführung: Juli bis Oktober 1939.

Geogr. Lage: Ungf. 54°25,6´N, 8°28,7´O.
Angaben: Weißes, unterbrochenes Feuer mit Einzelunterbrechung, Wiederkehr 6 s und weißen und roten und grünen Sektoren. Flüssiggas.
Feuerhöhe über Wasser: 18,4 m
Sichtweite: Weiß 13,6, rot 10 und grün 8,2 Sm.
Tragweite: Weiß 14,5 Sm.

Feuerträger: Zylindrische Laterne mit kegelförmigem Dach von etwa 3 m Durchmesser und etwa 3,5 m Höhe wird an Stelle des halbrunden Kopfes auf der oberen Plattform der Bake aufgestellt.

1940

Süderoog-Sand-Bake im Bau
[Kriegs-NfS. Nr. 213 v. 23.5.1940]


Süderoog-Sand-Feuer im Bau
1941
Neue Leuchtbake in Betrieb genommen

Feuer betriebsklar
[Kriegs-NfS. Nr. 474 v. 29. Mai + Nr. 814 v. 2. Oktober 1941]
Frühere Kriegs-N.f.S.: 39--264, a. (T)



Geogr. Lage: 5454°25,5´N, 8°28,7´O, auf der Bake
Kennung: Unterbrochenes Feuer mit Einzelunterbrechung.
Lichtquelle: Flüssiggas
Feuerhöhe über Wasser: 18,4 m
Sichtweite: 13,6 sm
Tragweite: Weiß 14,0 sm, rot 10 sm, grün 10,8 sm

Feuerträger: Schwarze, zylindrische Laterne mit kegelförmigem Dach von 3 m Durchmesser und 3,5 m Höhe auf der oberen Plattform der schwarzen, hölzernen Rettungsbake.


    Der Besitzer von Süderoog bzw. sein Pächter hatten die Funktion als Hilfswärter erhalten.
Damit immer von der Hallig aus das Baken-Feuer überwacht werden konnte, hatte die Laterne ein extra kleines Fenster in Richtung Süderoog erhalten.
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1944
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Teilweise Kriegs-Verdunkelung
Durch Feindeinwirkung teilweise zerstört
1950

   Süderoog-Sand (Nr. 666)

Position: 54°26´N 8°29´O
Kennung: Ubr. w. & r. & gn.
Höhe über Hochwasser: 18,4 m
Höhe über Erdboden: 19 m
Tragweite: 13,2/9,2/7,7 sm

Angaben: Hölzerne Bake mit schwarzer, eiserner Laterne mit kegelförmigem Dach.
Unbewachtes Quermarkenfeuer.

1970

   Quermarkenfeuer Süderoog-Sand (Nr. B 1672)

Position: 54°26´N 8°29´O
Kennung: Glt. w/r/gn.-6s
Höhe über Wasser: 18 m
Höhe über Erdboden: 19 m
Tragweite: 13/9/7 sm
Angaben: schwarze Bake, auf dem S-Ende

1973

Sektoren des Quermarkenfeuers geändert
[NfS. 2301 v. 30.6.1973]

Geogr. Lage: Ungf. 54°25,6´N 8°28,7´E
Sektoren: Sichtbar

von 260° bis 333° wie bisher, dann
grün von 333° bis 8°
rot von 8° bis 39°
weiß von 39° bis 60° und weiter wie bisher.

Angaben: Die Sektorengrenze 8° führt über die Leuchttonne 6, die Sektorengrenze 39° führt über die Leuchttonne A.
1975

Sektoren des Quermarkenfeuers geändert
[NfS. Nr. 2179 v. 21.6.1975]

Geogr. Lage: Ungf. 54°25,5´N 8°28,7´E
Sektoren: Sichtbar

von 260° bis 339,5° wie bisher, dann
grün von 339,5° bis 8,5°
rot von 8,5° bis 49,5°
weiß von 49,5° bis 60,0° und weiter wie bisher.

Angaben: Die Sektorengrenze 8,5° führt über die Leuchttonne 6. Die Sektorengrenze 49,5° führt über die Leuchttonne A und begrenzt den Leitsektor des Westerheversand-Feuers.
1978

Sektoren geändert
[NfS. Nr. 3820 v. 23.9.1978]

1. St.-Peter-Feuer ...

2. Suederoogsand-Quermarkenfeuer
Geogr. Lage: Ungf. 54°25,5´N 8°28,7´O
Sektoren: Sichtbar

von 274° bis 91° wie bisher, dann
weiß von 260° bis 265°
rot von 265° bis 314°
weiß von 314° bis 343°
grün von 343° bis 10°
rot von 10° bis 51°
weiß von 51° bis 59°
grün von 59° bis 86° und weiter wie bisher.

Angaben: Die Sektorengrenze 343° führt über die Leuchttonne 13, die Sektorengrenze 10° über die Leuchttonne 12 und die Sektorengrenze 51° über die Leuchttonne 1.
1980

Sektoren geändert
[NfS. Nr. 1984 v. 31.5.1980]

Suederoogsand-Quermarkenfeuer
Geogr. Lage: Ungf. 54°25,5´N 8°28,7´O
Sektoren: Sichtbar

bis 314° wie bisher, dann
weiß von 314° bis 328°
grün von 328° bis 10° und weiter wie bisher.

Angaben: Die Sektorengrenze 328° führt über die Leuchttonne 13.
1985


   "Wegen Baufälligkeit muß die Bake erneuert werden. Die Bauarbeiten für die neue Bake beginnen Mitte des Jahres.
Die Baufirma Max Giese begann mit den Arbeiten. Die vierkantigen Ständer aus Bongossiholz wurden 12 m tief in den Sand getrieben. Die neue Bake steht 50 m SO-lich von der alten entfernt.
   Der Rohbau wurde im Herbst 1985 vollendet, einige zusätzliche Arbeiten wurden im Sommer 1986 ausgeführt.
Rettungs-, Schalt- und Aggregatekabine sowie Laternenhaus bestehen aus Aluminium. ..."
["Die Bake auf Süderoog Sand" P. Buchwald]



Quermarkenfeuer geändert
[NfS. 3648 v. 30.8.1985]

Geogr. Lage: Ungf. 54°25,5´N 8°28,7´E
Karteneintragung: Glt. w/r. 6 s 11/8 sm
1986

Süderoogsand-Leuchtbake versetzt und geändert
[NfS. Nr. 3664 v. 5.9.1986]

Neue geogr. Lage: 54°25´30´´N 8°28´44´´E
Karteneintragung: Glt. w/r. 6s 9/7sm.
Angaben: Die alte Bake 50 m SW-lich wird beseitigt. Die Sektoren bleiben unverändert.



   Das alte Bauwerk sollte abgerissen werden, brannte jedoch im August 1986 ab und die eiserne Kuppel stürzte zu Boden.
Im Spätsommer wurde das Feuer auf der alten Bake gelöscht, nachdem ein provisorisches auf der neuen eingerichtet worden war.
1987
Quermarkenfeuer Süderoogsand-Leuchtbake neu errichtet

(T) Leuchtfeuer Süderoogsand gelöscht
(WSA Tönning 84/87) 36/87 v. 4.9.1987



Leuchtfeuer Süderoogsand probeweise in Betrieb
(WSA Tönning 94/87) 38/87 v. 18.9.1987







Quermarkenfeuer Süderoogsand (B1672)

Geogr. Lage: 54°26´N 8°29´E.
Kennung: Glt. w/r. 6s
Höhe über Wasser: 16 m
Tragweite: 9/7 sm
Angaben: Dunkelgraue, rechteckige Bake, auf dem S-Ende.




Probebetrieb beendet
(WSA Tönning 101/87) 40/87 v. 2.10.1987

Quermarkenfeuer Süderoogsand (B1672)

Geogr. Lage: 54°26´N 8°29´E.
Kennung: Glt. w/r/gn. 6s
Höhe über Wasser: 18 m
Tragweite: 15/12/11 sm

1990

Sektoren geändert
[WSA Tönning 7/90; (NfS. 5 v. 2.2.1990)]

Sektoren:

w. 338,0° — 13,0°
r. 13,0° — 48,0°
w. 48,0° — 82,5°
r. 82,5° — 122,5°
w. 122,5° — 150,0°

Anmerkung: Übrige Sektoren unverändert.

1996

   Süderoogsand


Eine Rettungsbake auf dem Süderoogsand bietet Schiffbrüchigen Zuflucht. Die Bake hat in genügender Höhe einen Raum, der Schutz gegen die Witterung gibt, und in dem Notproviant und eine Flagge aufbewahrt werden. Die Flagge soll von den Schiffbrüchigen gezeigt werden, um sich bemerkbar zu machen. Für die Ausrüstung der Bake sorgt das Wasser- und Schiffahrtsamt Tönning. Die Bake hebt sich durch ihr dunkles Aussehen gut von der Wattfläche ab und bildet vor der niedrigen Küste eine gute Landmarke.

2000

Kennung geändert
[NfS. 5 v. 32 v. 11.8.2000]

Ersetze

Süderoogsand (07100) mit Iso. WRG. 6s 15/12/11M 18m

2002

Sektoren geändert
[NfS. 49 v. 6.12.2002]

Ersetze Sektoren Süderoogsand

G 246° - 248°
W 248° - 320°.



   Süderoogsand (B 1672/07100)

Position: 54°25`30``N 008°28`44``E
Kennung: Iso. WRG. 6s
Tragweite: 15,5/12,5/11,5 sm
Bauwerkhöhe: 19 m
Höhe über Wasser: 18 m

Sektoren: R 240°-244, W -246 (Leitsektor), G -248, W -320, R -338, W -013, R -048, W -082,5, R -122,5, W -150°


Weitere Informationen und Bilder beimWasser- und Schifffahrtsamt Tönning
2003
|
2004




   Am 27. September 1899 strandete auf Süderoogsand der Schleppdampfer "HENDRIKA" aus Emden.
Im Winter 2003/2004 kam das bisher total untergesandete Wrack weitgehend frei durch die Ostwanderung der Sandbank (ca. 800 m nördlich der jetzigen Rettungsbake)
2013

   Im Januar des Jahres 2013, tauchte das Wrack des Segelschiffes Ulpiano, welches 1870 auf Süderoogsand strandete, wieder freigespült aus dem Sande auf.

Diashow der Internetseite: www.karstenhansen.de





Gleichfalls ragen nun wieder die Fundamentpfähle der alten Bake, welche 1986 abbrannte, aus der Sandbank.
2016

Störung an Anlagen
[BfS. (T)144/16; WSA Tönning, 31.08.2016]

Geogr. Lage: Leuchtfeuer Süderoogsand 54°25,45´N 008°28,65´E
Zeit der Ausführung: ab sofort
Gültig von: 31.08.16
Gültig bis: auf Widerruf
Angaben:

Das Leuchtfeuer Süderoogsand ist bis auf weiteres außer Betrieb.



Störung beseitigt
[BfS. 153/16; WSA Tönning, 20.09.2016]

Geogr. Lage: Leuchtfeuer Süderoogsand 54°25,45´N 008°28,65´E
Zeit der Ausführung: ab sofort
Gültig von: 20.09.16
Gültig bis: 01.11.16
Angaben:

Das Leuchtfeuer Süderoogsand ist wieder in Betrieb.

2017

Störung an Anlagen
[BfS. (T)8/17; WSA Tönning, 12.01.2016]

Geogr. Lage: Leuchtfeuer Süderoogsand 54°25,46´N 008°28,65´E
Zeit der Ausführung: ab sofort
Gültig von: 12.1.17
Gültig bis: auf Widerruf
Angaben:

Das Leuchtfeuer Süderoogsand, Dir.Iso.WRG.6s auf der o.g. Position ist außer Betrieb.



Störung beseitigt
[BfS. 10/17; WSA Tönning, 13.01.2017]

Geogr. Lage: Leuchtfeuer Süderoogsand 54°25,45´N 008°28,65´E
Zeit der Ausführung: ab sofort
Gültig von: 13.1.17
Gültig bis: 16.1.17
Angaben:

Das Leuchtfeuer Süderoogsand ist wieder in Betrieb.






Die Süderoogsand-Bake ist noch eine aktive Rettungsbake für Schiffbrüchige.
Auf der Rückseite der Bake befindet sich der Eingang zur Rettungsunterkunft im 1. Stockwerk



Im Notfall besteht eine direkte Verbindung zur Zentrale des Eider-Sperrwerkes. Der Schiffbrüchige fordert über Knopfdruck Hilfe an, die Bestätigung kommt unverzüglich durch "Rettung kommt".



Zur Erstversorgung stehen dem Schiffbrüchigen die notwendigsten Geräte, Hilfsmittel und Wasser zur Verfügung.




Im Naturschutzgebiet auf dem durch den Eider-Staudamm eingedeichten Kehdinger Watt errichtete man einen Natur-Beobachtungsturm, der die alte Süderoog-Sand Bake von 1891 als bauliche Vorlage hatte.


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