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Leuchtfeuer Westerhever

Geogr. Lage: 54° 22` 24,11" Nord, 008° 38` 23,69" Ost    Standort: auf dem Watt W-lich von Eiderstedt     Errichtet: 26.05.1908




1907

Neue Feuer geplant
[NfS. Nr. 346 v. 16. Februar 1907]

   Im Laufe des Jahres 1907 werden an der Westküste von Schleswig-Holstein folgende Feuer in Betrieb gesetzt werden:

1. Hörnum-Richtfeuer ...

2. Pellworm-Richtfeuer ...

3. Ochsensand-Quermarkenfeuer ...

4. Westerheversand-Feuer auf dem Watt W-lich von Eiderstedt,


   dient zur Deckung der Sände SW-lich von Pellworm und W-lich von Eiderstedt, zur Bezeichnung der Einfahrt in die Mittelhever, zur Abgabe einer Quermarke für das Richtfeuer Pellworm sowie zur Bezeichnung der S-lichen Einfahrt des Dwarsloches.
Es wird auf einer 4 m hohen Werft (Aufschüttung) ungefähr 1000 m vor dem Seedeiche auf dem Westerheversande errichtet und befindet sich auf einem etwa 44 m über H-Wss. hohen, runden, gußeisernen Turme mit massiven Erdgeschoß. Der eiserne Oberbau erhält einen roten Anstrich mit zwei weißen Bändern.
   Das Feuer, dessen Lichtquelle elektrisches Bogenlicht ist, hat 18 Sm Sichtweite, brennt 41,5 m über H-Wss. und zeigt weißes Festfeuer, weißes Blitzfeuer mit Gruppen von 4 und 5 Blitzen und rotes Festfeuer. ...

   Ungf. geogr. Lage: 54°22,5´N-Br. 8°38,6´O-Lg.

1908

Anzündung geplant
[NfS. Nr. 1002 v. 9. Mai 1908] vgl. N.f.S. 346/1907

   Das Feuer Westerhever wird voraussichtlich Ende Mai 1908 probeweise in Betrieb gesetzt werden. Die Wiederkehr im Vierblitzsektor wird 15sek, im Fünfblitzsektor 18 sek, die Lichtstärke bis auf weiteres etwas mehr als ½ des endgültigen betragen.
Ungf. Lage: 54°22,5´N, 8°38,6´O.
Probebetrieb aufgenommen

Probebetrieb aufgenommen
[NfS. Nr. 2382 v. 19.10.1907+1235 v. 6. Juni 1908]






   Das Pellworm-Unterfeuer und das Feuer Westerheversand sind am 26. Mai 1908 probeweise angezündet worden.

TU Bln, Architekt.-Museum, Inv. Nr. BZ-I 22,059          Inv. Nr. BZ-I 22,060



Angaben
[NfS. Nr. 2794 v. 5.12.1908]


   Das Westerheversand-Feuer zeigt bis auf weiteres in den Peilungen von rw. 208°20´(mw. SW3/8S) bis rw. 252°10´ (mw. W1/2S) und von rw. 12°10´(mw. NNO1/8O) bis rw. 28°20´ (mw. NO3/8N) weißes Festfeuer.
Die Lichtstärke beträgt 2500 H.K., die Tragweite annähernd 15,5 Sm.
1910

Westerhever-Sand (Nr. 171), auf einer 4 m hohen, ungefähr 1000 m vor dem Seedeiche liegenden Wurft (Aufschüttung) auf dem Westerhever-Sand, W-lich von Eiderstedt,




Position: 53°22,5´N, 8°38,6´O
Kennung: F. w. & r. & Blz. Grp. (Elektr. Bogenlicht)
Feuerhöhe: 41,5 m
Turmhöhe: 40 m
Angaben: Runder, gußeiserner Turm mit steinernem Erdgeschoß. Anstrich des eisernen Oberbaues rot mit zwei weißen, wagerechten Streifen.
Bemerkungen:Probeweise in Betrieb
Leitfeuer für die Einfahrt zur Mittelhever.

1911
Quermarke eingerichtet

Sektoren werden geändert
[NfS. Nr. 817 + 937 v. 6.5.1911]

Die angekündigte Einbauung der neuen Optik sowie des roten Sektors beim Westerheversand-Feuer hat stattgefunden.
1928

Sektoren und Sichtweite geändert
[NfS. Nr. 1004 v.24.3.1928]

Geogr. Lage: Ungf. 54°22,6´N 8°38,6´O
Angaben: Das Westerheversand-Feuer hat anstatt des bisherigen, von rw. 111,5° bis rw. 165,3° reichenden roten Sektors einen roten und einen grünen Sektor erhalten und leuchtet:

F.r. von rw. 111,5° bis rw. 135,5°,
F.gn. von rw. 135,5° bis rw. 165,3°.

Die mittlere Tragweite beträgt im roten Sektor abnehmend 22 bis 21 Sm und im grünen Sektor abnehmend 21 bis 20 Sm.
   Die Quermarke bezeichnet beim Durchfahren des Schmaltiefs den Kurswechsel von etwa rw. 42°20´nach etwa rw. 9°, in Höhe der roten Bakentonne Alt-Schmaltief, bei 54°31´30´´N 8°22´30´´O. Gleichzeitig gibt die Quermarke eine Anweisung für den Kurswechsel aus der Linie der Pellwormer Richtfeuer rw. 43° in den Kurs rw. 78° zur Einfahrt in den Heverstrom, bei 54°25´36´´N 8°33´20´´O.
1939

Sektoren werden geändert
[NfS. Nr. 28 v. 7.1.1939]

Geogr. Lage: Ungf. 54°22,5´N 8°38,4´O
DIe Grenzen der die Mittelhever deckenden Sektoren werden wie folgt geändert:

als Blz. Grp. (5) von rw. 41,7´N über O bis rw. 91,7°,
" F. von rw. 91,7´N bis rw. 93,2°,
" Blz. Grp. (4) von rw. 93,2´N bis rw. 111,5°.
Übrige Sektoren unverändert.

1950

Westerhever-Sand (Nr. 672), auf einer 4 m hohen Aufschüttung, etwa 5,4 Kblg vor dem Seedeich auf dem Westerhever-Sand.

Position: 53°22,5´N, 8°38,6´O
Kennung: F. w. & r. & & gn. & Blz. Grp.
Feuerhöhe: 41,5 m
Turmhöhe: 40 m
Angaben: Roter, runder, eiserner Turm mit zwei weißen, wagerechten Streifen und Kegeldach auf steinernem Unterbau.
Bemerkungen: Die Quermarke (F. gn. von 134° bis 165,3°) bezeichnet beim Durchfahren des Schmaltiefs den Kurswechsel von etwa 42,3° nach etwa 9°.
Gleichzeitig gibt die Quermarke eine Anweisung für den Kurswechsel aus der Pellwormer Richtfeuerlinie 43° in den Kurs 78° zur Einfahrt in den Heverstrom.

1974

Sektoren werden geändert
[NfS. Nr. 1449+]

1975

Bis 1974 diente eine Kohlelichtbogenlampe als Lichtquelle. 1975 trat an Ihre Stelle eine Xenon-Hochdruck-Entladungslampe.
1977

Anschluss an die Fernsteuerung und Betreuung vom WSA Tönning

1978

Westerheversand-Feuer geändert
[NfS. Nr. 1213+2573 v. 1.7.1978

In der Zeit vom 30. Mai bis 2. Juni 1978 ist das Feuer gelöscht. ...
Kennung: Ubr. (3) w/r. 15 s
Tragweite: Weiß 21, rot 16 sm.
1979



Im Dezember 1979 verließ der letzte Leuchtturmwärter Heinrich Goertsen seinen Arbeitsplatz. 25 Jahre arbeitete und wohnte er hier.
1981

Sektoren geändert
[NfS. Nr. 740 v. 28.2.1981]

Geogr. Lage: Ungf. 54°22,4´N 8°38,5´E.
Sektoren: Sichtbar

von 12,2° bis 169,0° wie bisher, dann
rot von 169,0° bis 199,5°
weiß von 199,5° bis 230,0° und weiter wie bisher.

1985

Konservierung des Turmes

1988

Westerheversand (B 1652)

Geogr. Lage: 54°22´N 8°38´E
Kennung: Ubr. (3) w/r. 15 s
Höhe über Wasser: 41 m
Höhe über Erdboden: 40 m
Tragweite: 21/16 (18) sm Angaben: Roter Turm mit zwei weißen Bändern.

1990

Sektoren geändert
[WSA Tönning 7/90; (NfS. 5 v. 2.2.1990)]

Kennung: Ubr. (3) w/r/gn. 15s 41m 21/17/16sm
Sektoren:

w. 12,2° — 69,0°
gn. 69,0° — 79,5°
w. 79,5° — 80,5°
r. 80,5° — 107,0°

Anmerkung: Übrige Sektoren unverändert.


1992

Zufluchtsstätte auf Westerheversand errichtet.
[NfS. 26/92 v. 26.6.1992 (Schreiben vom 20.5.1992)





Trage ein:

Zufluchtstätte auf Position
54°23´25´´N 8°37´35´´E

1993

Westerheversand (B 1652)

Geogr. Lage: 54°22´N 8°38´E
Kennung: Ubr. (3) w/r/gn. 15 s
Höhe über Wasser: 41 m
Höhe über Erdboden: 40 m
Tragweite: 21/17/16 sm
Angaben: Roter Turm mit zwei weißen Bändern.

2002
Quermarke beseitigt

Sektoren geändert
[WSA Tönning 17/02; NfS. 10 v. 8.3.2002)

R - 107 (Bb.-Warnsektor), W -206,5, R -218,5, W -233, R -248°



Westerheversand (B 1652/07140)

Geogr. Lage: 54°22´N 8°38´E
Kennung: Ubr. (3) w/r/gn. 15 s
Höhe über Wasser: 41 m
Höhe über Erdboden: 40 m
Tragweite: 21/17/16 sm
Angaben: Roter Turm mit zwei weißen Bändern.

2003

Sektoren geändert
[NfS. 38 v. 19.9.2003)

W 012,2°-069, G -079,5, W -080,5° (Leitsektor), R -107, W -233, R -248°



   Westerheversand (B 1652/07140)




Geogr. Lage: 54°22´N 008°38´E
Kennung: Oc. (3) WRG. 15 s
Höhe über Wasser: 41 m
Höhe über Erdboden: 40 m
Tragweite: 21/17/16 sm
Angaben: Roter Turm mit zwei weißen Bändern.

2010
2017

Änderung der Sektoren
[BfS. 12/17; WSA Tönning 19.01.2017) © elwis

Geogr. Lage: 54°22,40´N 008°38,39´E
Zeit der Ausführung: ab 19.01.2017
Gültig von: 19.01.17
Gültig bis: 02.03.17
Angaben: Ändere die Sektoren des Lf. "Westerheversand" Dir.Oc.(3)WRG.15s (Lfv. südöstliche Nordsee 4003, Nr. 307140) in:




W 21M 012,2°-069,0°
G 16M 069,0°-079,5°
W 21M 079,5°-81,0° Leitsektor
R 17M 81,0°-107,0°
W 21M 107,0°-150,0°
R 17M 150,0°-207,0° (Neu)
W 21M 207,0°-233,0°
R 17M 233,0°-248,0°.


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