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QMF Wremertief ("Der Kleine Preuße")

Geogr. Lage: 53°38´59´´N-Br., 8°29´56,5´´O-Lg.    Standort: 150 m nördlich der heutigen Deichüberfahrt     Errichtet: 1908
    Gelöscht: 1. Juli 1930



1895

Untiefe gebildet
[NfS. No. 2435 v. 12.10.1895]

   Im Fahrwasser der Weser, gegenüber von Wremen, hat sich auf der Strecke von der Bakentonne bis zur Spierentonne X, nahezu in der Richtungslinie der Bremerhaven-Leitfeuer, eine Untiefe gebildet, auf welcher die Wassertiefe bei Niedrigwasser nur 4,7 m beträgt. Oestlich und westlich von diesem Sandrücken erstreckt sich eine Fahrrinne von 6 m und mehr Wassertiefe, so daß auch jetzt die tiefgehendsten Schiffe diese Strecke passiren können.
   Am Tage vermeiden Schiffe mit mehr als 7 m Tiefgang diese Untiefe am besten dadurch, daß sie westlich von der Bakentonne und der Spierentonne X passiren.
   Denjenigen Schiffen großen Tiefganges, welche die betreffende Strecke Nachts passiren wollen, wird empfohlen, von der schwarzen Tonne No. 21 bis No. 22 östlich von der durch die Leitfeuer von Bremerhaven gebildeten Linie zu bleiben, also das untere Feuer (Blitzfeuer) zu Bremerhaven westlich frei von dem oberen Feuer zu halten.
   Um die Lage der Untiefe auch Nachts kenntlich zu machen, wird beabsichtigt, bei Wremer Siel ein provisorisches weißes Orientirungsfeuer zu errichten. Nach erfolgter Aufstellung dieses Feuers wird das Weitere bekannt gemacht werden.
Erste Leuchtbake errichtet

Anzündung provisorischer Richtungsfeuer
[NfS. No. 2596 v. 26.10.1895]

   Oberhalb des Wremertiefs, nördlich von Schottwarden, ist ein provisorisches weißes festes Richtungsfeuer angezündet worden, welches zwischen den Peilungen 28°8´ (NNO½O) und 82°58´ (O5/8N) sichtbar ist. Dieses Feuer dient zur Kennzeichnung der Lage der Untiefe, welche sich im Fahrwasser der Weser auf der Strecke von der roth-schwarzen Bakentonne bei Wremen bis zur Spierentonne X gebildet hat.
   Geogr. Lage: 53°38´57´´N-Br. 8°29´56´´O-Lg.
Das Feuer befindet sich auf einem an der Außenböschung des Deiches stehenden und 4,4 m über die Deichkappe hervorragenden Laternenpfahl mit Galerie, auf welchem sich die mit einem Hohlspiegel versehene Laterne befindet. ...
1908
Eiserne Bake in Betrieb genommen

Wremertief-Leuchtbake in Betrieb
[N.f.S. Nr. 19. Tonnen- und Bakenamt Bremen 1908;
(NfS. No. 1112 v. 23.5.1908)]






   An Stelle des bisherigen provisorischen Feuers Wremertief ist für den gleichen Zweck etwa 150 m N-lich davon auf: 53°38´59´´N-Br., 8°29´56,5´´O-Lg. ein endgültiges weißes Festfeuer von ungefähr 4000 H-K. Lichtstärke 12,8 m über mt. H-Wss. in einer eisernen, auf dem Deiche stehenden Bake errichtet worden, deren zylindrischer, wagerecht schwarz-weiß-schwarz gestreifter Schaft eine runde, weiße Laterne trägt. Die Unterkante des Knaufes auf dem Laternendach befindet sich 14,5 m über mt. H-Wss.
   Der Leuchtapparat besteht aus einem metallnen Hohlspiegel mit zweidochtiger Petroleumlampe.
   Die genauen Leuchtgrenzen und die Sichtweite des Feuers werden nach der gegen Mai 1908 erfolgenden Inbetriebsetzung bekannt gemacht werden.
1910

   Wremertief (Nr. 318), auf dem Deiche, oberhalb des Tiefs






Geogr. Lage: 53°38´59´´N-Br. 8°29´57´´O-Lg.
Kennung: F. , Apparat ungefähr 4000 H-K. Metallener Hohlspiegel mit Petrol.-Dochtlampe.
Höhe des Feuers über Hochwasser: 12,8 m
Höhe des Turmes über Unterkante des Knaufs auf Laternendach: 14,5 m
Sichtweite: 12 Sm
Gestalt des Leuchtfeuergebäudes: Eiserne Bake, deren zylindrischer, waagerecht schwarz—weiss—schwarz gestreifter Schaft die weisse, runde Laterne trägt.
Bemerkungen: Orientierungsfeuer im Wurster Fahrwasser
Untersteht dem Bremer Staat.

1912

Feuer geändert
[N.f.S. Nr. 42. Tonnen- und Bakenamt Bremen 1912;
(NfS. No. 3056 v. 30.11.1912)]






   Das weiße Festfeuer Wremertief ist durch Einführung von Petroleumglühlicht verstärkt worden. Gleichzeitig hat das Feuer zwei rote Sektoren erhalten; es zeigt jetzt ein weißes Quermarkenfeuer, das N-lich und S-lich von einem roten Sektor eingefaßt ist. ...
1914

   Wremertief (Nr. 1439), auf dem Deiche, oberhalb des Tiefs






Geogr. Lage: 53°38´59´´N 8°29´57´´O
Kennung: F. w. & r. (Petroleum-Glühlicht)
Feuerhöhe über Hochwasser: 12,8 m
Turmhöhe über Erdboden: 14,5 m, Unterkante des Knaufs auf Laternendach.
Sichtweite: 12 Sm
Angaben: Eiserner Turm, dessen zylindrischer, wagerecht schwarz—weiß—schwarz gestreifter Schaft die weiße, runde Laterne trägt.

Bemerkungen: Zur Kennzeichnung des Übergangs aus dem Leitsektor des Brinkamahof-Feuers in die Bremerhavener Richtfeuerlinie.

1930

Wremertief wird gelöscht
[Wasserstraßendirektion Bremen 28. Mai 1930;
(NfS. Nr. 1994 v. 7.6.1930)]

Geogr. Lage: Ungf. 53°39´N, 8°30´O.
Angaben: Die zur Bezeichnung der Übergänge bei den Leuchttonnen W und Y im Fedderwarder Fahrwasser dienenden Quermarkenfeuer auf dem Wremertief-Leuchtturm werden im Laufe des Monats Juni 1930 endgültig gelöscht.
Der Leuchtturm wird dann abgebrochen.
Leuchtbake außer Betrieb genommen

Leuchtfeuer Wremertief am 1. Juli gelöscht
[Wasserstraßendirektion Bremen 17. Juni 1930;
(NfS. Nr. 2250 v. 21.6.1930)]

Geogr. Lage des Wremertiefs-Feuers: Ungf. 53°39´N, 8°30´O.
Angaben: Das Quermarkenfeuer auf dem Wremertief-Leuchtturm wird am 1. Juli 1930 ohne weitere Nachricht dauernd gelöscht.

   Gleichzeitig wird die vorläufige Hilfsbefeuerung der Wremerloch-Leuchtbake auf ungefähr 53°39´N, 8°25´O und der Imsum-Unterfeuer-Leuchtbake auf ungefähr 53°37´N, 8°30´O den Angaben gemäß in Betrieb gesetzt.
Die Laterne und ein Teil des Turmschaftes wurden beim Bau des Oberfeuers Imsum wieder verwendet.








   Mit viel Engagement hat der Heimatkreis Wremen den Turm wieder entstehen lassen. Am 03. Juni 2005 wurde er offiziell als ein neues Wahrzeichen des Seebades eingeweiht.

   ⇒ Der "Kleine Preuße"



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