Eines der wenigen Gehölze auf der Insel ist das "Staberhuker Holz", früher genannt
"Staberholt" oder "Staberdorper Holtweiden", welches jedoch schon Anfang des 18. Jahrhunderts bereits fast
vollständig eingegangen war. Wahrscheinlich war die Eichelmast, die im 17. Jh. dort betrieben wurde, die Ursache des
Eingangs der Hölzung.
"Geometrisch Grundriss von dem Lande Femeren" (Johannes Mejer anno 1648)
Im Jahre 1748 kaufte Johann Mackeprang aus Blieschendorf vom dänischen Staat das "Staberholt",
baute dort Gebäude und nannte seinen neuen Besitz Staberhof.
Dieser legte nun eine 8,34 ha große Hölzung an.
Im Kaufcontrakt von 1748 zwischen dem dänischen König Friedrich V. und Jacob Mackeprang heißt
es:
"...Die Hölzung darf er (Jacob Mackeprang) sich auf gute hauswirtschaftliche Weise zu Nutze machen, und die verdorrten
und ganz verdorbenen Bäume auf vorgängige Anweisung zwar sogleich niederschlagen, hingegen lässt er sich das
übrige Gehölz und dessen Beibehaltung, auf Anpflanzung junger Bäume äußerster Möglichkeit
angelegen sein, sorget auch insbesonderheit dafür, dass beständig eine gute Anzahl Bäume zum Merkzeichen der
Seefahrer unterhalten werde, als von welchen er ohne Anweisung einige zu fällen nicht befugt ist."
Seitdem wird das noch vorhandene Staberhuker Holz als Seezeichen bezeichnet und in allen Seekarten
und-büchern als solches geführt.
Rund um Fehmarn standen um 1830 insgesamt 16 Feuerbaken an allen Ecken der Insel, um die Seefahrenden vor der
Küste und den Untiefen zu warnen. Gerade vor Staberhuk, am Staberort, waren zwei gefährliche unter
Wasser liegende Riffs, die durch besonders große Steine noch gefährlicher wurden.
Auf der dänischen Karte erkennt man zwei Baken, Stangen mit Feuerkörben, die das Riff markierten.
Die Feuerbaken gelten als die ersten Leuchtfeuer an der Insel-Küste.
Dänische Karte von der Insel Fehmern, 1830
Viele Schiffsstrandungen am Staberort machten deutlich, daß auch an dieser SO-Spitze ein
Leuchtturm von großer Bedeutung wär.
Als aber hier am 1. September 1898 das Torpedoboot der Kaiserlichen Marine S 85 unter dem Kapitän Titus Türk im
Sturm am Staberhuk während einer Übungsfahrt bei Sturm auf Strand lief, beschloß die Marine nun
endlich einen Leuchtturm zu errichten, den letzten auf der Insel Fehmarn zu errichten.
Quelle: TU Berlin Architekturmuseum, Inv.Nr. BZ-I 16,079 + BZ-I 16,080
Eingesetzt wurde die große Laterne vom Leuchtturm ⇒ Helgoland, die seit 1902 zur Verfügung stand.
Sorgfältig verpackt wurde die kostbare Ladung im Laderaum des Schiffes "Heinrich Wilhelm" von Helgoland nach
Fehmarn transportiert.

Helgoland — Staberhuk
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1900
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Enteignungsverfahren
[Gesetzsammlung für die königl-preuss. Staaten. 1900]
Bekanntmachung
Nach Vorschrift des Gesetzes vom 10. April 1872 (Gesetz-Samml. S. 357) sind bekannt gemacht:
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1903
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Staberhuk-Leuchtturm im Bau
[NfS. Nr. 1510 v. 18.7.1903 ]

Die Wasserbauinspektion in Plön hat unter dem 9. Juli d. J. bekannt gemacht, daß gegenwärtig auf der
Staberhuk, SO-Spitze der Insel Fehmarn ein Leuchtturm errichtet wird, auf dem frühestens am 1. Oktober d.
J. ein unterbrochenes Feuer angezündet wird.
Quelle: WSA Lübeck
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1904
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Staberhuk-Feuer probehalber in Betrieb
Staberhuk-Feuer versuchsweise angezündet
[NfS. Nr. 277 v.13.2.1904]
Die Wasserbauinspektion in Plön hat unter dem 5. Februar d. J. bekannt gemacht, daß im neuerbauten
Leuchtturm zu Staberhuk, der SO-Spitze der Insel Fehmarn; Mitte Februar d. J. ein weißes
Gruppen-unterbroches Feuer zunächst probeweise angezündet werden wird, das alle 16sek eine Gruppe von
zwei Verdunkelungen von je 1sek Dauer zeigt; die Lichterscheinung in der Gruppe zwischen den Verdunkelungen
beträgt 3sek, nach der Gruppe 11sek. Das Feuer beleuchtet einen Bogen von 285° in den
Peilungen von rw. 165° (S15°O) über S, W und N bis 90° (O) und ist 15 Sm weit sichtbar. Es hat eine
Lichtstärke von 2400 Hefnerkerzen; die Lichtquelle besteht aus einer zweidochtigen Mineralöllampe mit einer
Fresnelschen Linse von 1,0 m Brennweite.
Das Feuer brennt 25,6 m über M-Wss. auf einem runden Turme aus gelben Backsteinen mit roter Laterne.
Die Höhe des Firstes des Turmes beträgt 22,6 m über M-Wss. (mt. Wasserstand der Ostsee).
S-lich vom Turme steht das aus roten Backsteinen erbaute und mit einem roten Ziegeldache versehene einstöckige
Wärtergebäude.
Geogr. Lage: 54°24´15´´N-Br. 11°18´53´´O-Lg.
Leuchtgrenzen
[NfS. Nr. 359 v. 27.2.1904]
Die Wasserbauinspektion in Plön hat am 18. Februar d. J. bekannt gemacht, daß die Laterne des Feuers auf
Staberhuk in dem Sektor von 44° zwischen den Peilungen von 138° (S42°O) bis 94° (S86°O)
abgeblendet ist. Der früher angebene Leuchtwinkel ist für die von Land nicht gedeckte Sichtbarkeit berechnet. Es
ist daher nicht ausgeschlossen, daß das Feuer von einem hohen Standpunkte aus über Land auch außerhalb des
angegebenen Leuchtwinkels sichtbar wird, und zwar in den beiden Winkeln, die von den Peilungen 165° (S15°O) bis
138° (S42°O) und von 94°(S86°O) bis 90° (O) eingeschlossen werden.
Staberhuk-Feuer endgültig in Betrieb gesetzt
Staberhuk-Feuer endgültig angezündet
[NfS. Nr. 553 v. 26.3.1904]
Nach einer Mitteilung der Wasserbauinspektion in Plön vom 17. März d. J. ist das Feuer auf Staberhuk
nunmehr endgültig in Betrieb gesetzt. Die früher zu 22,6 m angegebene Höhe des Firstes des Turmes über
dem mt. Wasserstande der Ostsee gilt nur für den steinernen Turm ohne die eiserne Laterne. Die Höhe bis zur
Oberkante des Knaufes über dem Dach der Laterne unterhalb der Wetterfahne beträgt 30 m über demselben
Wasserstande.
Quelle: Ernst Ludwig Kirchner Verein Fehmarn
Sichtbarkeitsgrenzen
[NfS. Nr. 1443 v. 16.7.1904]
Nach Mitteilung des Kommandanten S.M.S. "Stein" vom 8. Juni d. J. wurde das Staberhuk-Feuer, das zwischen den
Peilungen rw. 165° (S15°O) über S.W und N bis 90° (O) sichtbar sein soll, am 7. Juni d. J. abends
11h 47min bei 10 m Augenhöhe und in einem Abstande von 8,5 Sm erst in den Peilung rw. 175°
(8,5O) gesichtet. Die Luft war an dem Abende ganz außerordentlich feuersichtig. |
1913
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Staberhuk (868), auf der SO-Huk der Insel
Geogr. Lage: 54°24´15´´N 11°18´53´´O.
Karteneintragung: Ubr. Grp. (Leuchtfeueröl)
Höhe des Feuers über Mittelwasser: 25,5 m
Höhe des Turmes über Erdboden: 22,6 m
Angaben: Gelblich grauer, runder Turm mit roter, eiserner Laterne. S-lich davon das aus roten Backsteinen erbaute
Wärterhaus mit rotem Ziegeldach.
Bemerkungen: Sichtbar über 285° von rw. 165° über S, W und N bis rw. 90°.
Das Feuer ist abgeblendet über 44° von rw. 94° bis rw. 138°.
Es ist nicht ausgeschlossen, daß das Feuer von einem hohen Standpunkt über Land noch außerhalb des angebenen
Leuchtwinkels sichtbar wird, und zwar von rw. 138° bis rw. 165° und von rw. 90° bis rw. 94°.
Wird erst in den Peilung rw. 175° gesichtet, da zwischen den Peilungen rw. 165° und 175° durch das
Staberholz verdeckt.
"Mecklenburger Bucht", bericht. bis 1905
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1928
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Verstärkung beabsichtigt
[NfS. Nr. 2778 v. 4.8.1928]
Geogr. Lage: Ungf. 54°24´N 11°19´O
Angaben: Das Staberhuk-Feuer wird voraussichtlich mit Ablauf dieses Jahres als Lichtquelle elektrisches
Glühlicht erhalten.
Die Mittlere Tragweite für weißes Licht wird dann etwa 22 Sm, für den Grünsektor etwa 14,5 Sm betragen.
Die Sichtweite sowie Feuerkennung bleiben unverändert.
Lichtquelle geändert
[NfS. Nr. 4391 v. 1.12.1928]
Geogr. Lage: Ungf. 54°24´N 11°19´O
Angaben: Das Staberhuk-Feuer hat als Lichtquelle elektrisches Glühlicht erhalten. Beim Versagen des
elektrischen Stromes brennt Flüssiggas-Glühlicht. < |
1936
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Nebelsignalstelle eingerichtet
[NfS. Nr. 2131(P)+3790+3797 v. 29.8.1936]
Zeit der Ausführung: Mitte September 1936; ohne weitere Nachricht;
Geogr. Lage: Ungf. 54°24´N 11°19´O, unmittelbar neben dem Leuchtturm
Karteneintragung: N-S.
Bei Nebel usw.: Signale mit elektrischem Membransender, Tonhöhe 500, nach Lande hin abgeschirmt
Kennung: Morsebuchstaben S T
Schallquellenträger: Graues, mit Blech verkleidetes Gerüst auf der Plattform eines roten Ziegelbaus. |
1945
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Nebelssignalstelle vorhanden
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1974
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Der Gewichtsantrieb für die Optik mit manuellem Aufzug, Fliehkraftregler, Umlenkrollen und Gewichte hat
ausgedient.
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1980
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Staberhuk (C 1286)
Position: 54°24´N, 011°19´E
Kennung: Ubr. (2) w/gn.-16s
Höhe über Wasser: 26 m
Höhe über Erdboden: 22 m
Nenn-TW: 18/14 (15) sm
Angaben: Gelber Turm mit roter Laterne, S-lich davon roter Ziegelbau mit kleinem grauen Aufbau mit rotem Dach, 2
Hütten mit rotem Ziegeldach, auf der SO-Huk der Insel.
N-S. Mo (ST)-10s Membransender Tonhöhe 500 |
1987
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Im Laufe der Zeit traten am Mauerwerk der Westseite erhebliche Schäden auf, sodass man diese mit roten Klinker
erneuerte. So hat der Turm eine einmalige Tageskennung erhalten.
Geringere Tragweite
(WSA Lübeck 126/87) 36/87 v. 4.9.1987

Geogr. Lage: 54°24,2´N 11°18,7´E
Wegen Baumaßnahmen am Leuchtturm Staberhuk kann es bis Mitte Oktober 1987 zeitweilig zu Beeinträchtigungen
der Tragweite des Leuchtfeuers kommen. |
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1993
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Das neue Maschinenhaus mit (1993) und ohne Nebelschallsender (2012)
Quelle: Sonderausgabe Leuchtfeuer Nr.6 2002; Foto: T. Bierstedt,1993
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2010
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Foto: G. Liedtke 2007
Staberhuk (C 1286/05540)
Position: 54°24´N, 011°19´E
Höhe über Wasser: 25 m
Höhe über Erdboden: 22 m
Kennung: Oc. (2) WG.
Sektoren: W 175°-063,5. G -071,5, W -090°
Nenn-TW: 18/14 M
Angaben: Gelber Turm mit roter Laterne, S-lich davon roter Ziegelbau mit kleinem grauen Aufbau mit rotem Dach, 2
Hütten mit rotem Ziegeldach, auf der SO-Huk der Insel.
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2018
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Bauarbeiten: Fassadensanierung und Korrosionsschutz
Feuer beeinträchtigt
[BfS. (T)175/18 WSA Lübeck, 11.09.2018
Position: 54°24,15´N, 011°18,65´E
Zeit der Ausführung: Ab sofort, bis auf weiteres
Gültig von: 11.09.2018
Gültig bis: auf Widerruf
Angaben:
Aufgrund von Bauarbeiten am Leuchtturm Staberhuk (Lfv. lfd.Nr. 205540) kann es zu einer zeitweiligen
Beeinträchtigung der Sichtbarkeit des Leuchtfeuers kommen.
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2019
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Bauarbeiten beendet
[BfS. 184/19 WSA Lübeck, 12.09.2019
Frühere BfS.: (T)175/18
Position: 54°24,15´N, 011°18,65´E
Zeit der Ausführung: Ab sofort, ohne weitere Nachricht
Gültig von: 12.09.2019
Gültig bis: 10.10.2019
Angaben:
Die Bauarbeiten am Leuchtturm Staberhuk (Lfv. lfd.Nr. 205540) sind beendet.
Die o.g. BfS. (T)175/18 wird hiermit aufgehoben.
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2025
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