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Elblootsenhaus Brunsbüttel

Geogr. Lage: 53°53,4´N 9°8,8´E    Standort: O-lich des alten Vorhafens    Errichtet: 1895



   Von Anfang an bestand auf dem Nord-Ostsee-Kanal eine Lotsenpflicht. Da die einzelnen Lotsen nicht die gesamte Strecke zurücklegen konnten, wurde 1895 an beiden Enden und in der Mitte des Kanals Lotsenhäuser als Pausen- und Übergangsstationen errichtet. Die Häuser in Kiel-Holtenau und Nübbel entstanden zeitgleich mit dem Brunsbütteler Lotsenhaus, das wegen der besonders schwierigen Lage auf dem spitzwinkligen Gelände spiegelbildlich angelegt wurde.


1895
Verlegung der Lootsenstation von der Bösch nach den Brunsbütteler Schleusen

Verlegung der Lootsenstation von der Bösch nach den Brunsbütteler Schleusen
[NfS No. 2322 v. 28.September 1895]







   Nach Mittheilung des Königlichen Regierungs-Präsidenten zu Schleswig wird am 9. Oktober d.J. die Elblootsenstation auf der Bösch aufgehoben. Die Besatzung der von See oder vom Kaiser Wilhelm-Kanal aus elbaufwärts gehenden Schiffe mit Revierlootsen wird vom 10. Oktober d. J. an einschließlich von der neuerrichteten Elblootsenstation an den Brunsbütteler Schleusen aus erfolgen.
1896

Anzündung von zwei Leitfeuern zu Brunsbüttel,
Westliche Einfahrt in den KWK.
[NfS. No. 740 v. 4.4.1896]

   An der Westlichen Einfahrt in den Kaiser Wilhelm-Kanal bei Brunsbüttel sind zur Kennzeichnung der Einfahrt zwei weiße feste Feuer angezündet worden und zwar:

1. Ein Weißes festes Feuer im Elblootsengebäude; dasselbe befindet sich 14,4 m über dem Erdboden und 19,2 m über Spring-Niedrichwasser; es dient in Linie mit dem grünen festen Feuer auf der Ostmole zur Richtungslinie für die Hafeneinfahrt mit der Ebbe.

2. Ein weißes festes Feuer an dem Schornstein der Central-Maschinenanlage, dasselbe befindet sich 21,0 m über dem Erdboden und 24,0 m über Spring-Niedrigwasser; es dient in Linie mit dem rothen festen Feuer auf der Westmole zur Richtung der Hafeneinfahrt mit der Fluth und gegen die Ebbe.



Errichtung einer Sturmwarnungs-Signalstation bei Brunsbüttel
[NfS. No. 1415 v. 13.6.1896]

   Bei Brunsbüttel, an der westlichen Mündung des Kaiser Wilhelm-Kanal ist eine Sturmwarnungs-Signalstation I. Klasse errichtet und am 1. Juni d.J. in Betrieb gesetzt worden.
Nach dem System und auf telegraphische Anweisung der Seewarte zu Hamburg wird an dem Signalmast dieser Station bei Meldung einer atmosphärischen Störung ein schwarzer Ball gezeigt.
Der Mast steht an der Ostseite der Hafeneinfahrt nahe der Ostmole
Die Warnungstelegramme werden in einem besonderen Kasten am Elb-Lootsenhause zu Brunsbüttel zur Kenntniß der Betheiligten ausgehängt.
   Mit dieser Sturmwarnungs-Signalstation ist eine Witterungs-Beobachtungsstation verbunden.
1898

Feuer auf dem Lotsengebäude
[NfS. No. 1797 v. 14.6.1898]

   Nach Mittheilung des Küstenbezirksamtes IV ist das weiße feste Feuer auf dem Elb-Lootsen-Gebäude an der Einfahrt in den Kaiser-Wilhelm-Kanal zu Brunsbüttel am 8. Oktober 1897 ausgelöscht worden, weil mit der Ebbe nicht mehr in den Kanal eingelaufen wird.
1900

Einrichtung eines Nacht-Gegensignals
[NfS. No. 2134 v. 22.9.1900]

   Nach einer Mittheilung des Marine-Kommissars für den Kaiser-Wilhelm-Kanal in Kiel vom 10. September d. J. wird von der Kanal-Lootsenstation zu Brunsbüttelkoog seit dem 15. September d. J. bei Nacht ein Gegensignal für die Dampfer abgegeben, die das Kanal-Lootsensignal zeigen.
   Das Gegensignal wird von einem Mast bei der Kanal-Lootsenstation abgegeben und besteht aus drei senkrecht über einander befindlichen weißen Lichtern.
   Das Signal wird gesetzt, sobald man das Lootsensignal der betreffenden Dampfer bemerkt, und wird gelöscht, wenn der Lootsen-Dampfer zur Abgabe des Lootsen abfährt.

2010
Neues Lotsengebäude errichtet, das alte "gammelt" dahin


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