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Orientierungs- und Warnfeuer Westermarkelsdorf

Geogr. Lage: 54°31.641' N 11°03.484' E    Standort: NW-Spitze, Hakenort     Angezündet: 1881




Links: Fehmarn-Karte von Johannes Meyer-Husum (von 1648)                        Rechts: Dänische Karte von der Insel Fehmern von 1830 mit den 2 eingezeichneten Feuerbaken

   Bereits die Fehmarn-Karte von Johannes Meyer-Husum aus dem Jahre 1648 zeigte am N-Ende der Insel, am Hakenort, ein Wachthaus. An allen Ecken der Insel standen 16 Baken, einfache Feuerkörbe auf Stangen, die den heimkehrenden Schiffern den Weg nach Hause leuchteten.
Für die Unterhaltung der zwei Feuerbaken erhielten die "Fyrboeten"ein Strandgeld von der Landschaft Fehmarn.


1882
Leuchtfeuer Westermarkelsdorf in Betrieb genommen

1892

Veränderter Anstrich
[NfS. No. 1714 v. 6.8.1892]

   Nach Mittheilung des Königlichen Baurats zu Plön werden die Leuchtthüme und die Wärtergebäude der Leuchtfeuer zu Flügge und Westermarkelsdorf auf der Insel Fehmarn im Laufe des dieses Monats mit einem neuen Farbanstrich versehen werden.
   Die Wärtergebäude erhalten einen hellroten Anstrich, die Leuchtthürme zu Flügge und Westermarkelsdorf einen 1 m breiten horizontalen zinnoberrothen Streifen unter der Laterne.

Veränderter Anstrich ausgeführt
[NfS. No. 1777 v. 14.8.1892]

   Nach Mittheilung des Königlichen Baurats zu Plön sind die Leuchtthürme zu Flügge und Westermarkelsdorf hellroth angestrichen worden, und haben dieselben außerdem unter der Laterne einen 1 m breiten horizontalen zinnoberrothen Streifen erhalten.
1895

Signalstation Wester Markelsdorf
[NfS. No. 743 v. 30.3.1895]

Beim o.g. Leuchtthurm befindet sich eine Signalstation.

1902


Turm wird erhöht
[NfS. No. 1711 v. 6.9.1902]

   Die Wasserbauinspektion zu Plön hat am 25. August d. J. bekannt gemacht, daß das Leuchtfeuer Wester Markelsdorf, Insel Fehmarn, im Laufe des September d. J. allmählich bis auf 5 m über seine jetzige Höhe durch Aufmauerung des Leuchtthurmes erhöht wird. Der Betrieb und die Charakteristik des Feuers ändern sich nicht, doch sind während der Bauzeit Unregelmäßigkeiten des Betriebes zu erwarten.
Turm von 10 m auf 16,2 m erhöht

Leuchtfeuer erhöht
[NfS. No. 2003 v. 18.10.1902]







   Nach Mittheilung der Königlichen Wasserbauinspektion zu Plön vom 9. Oktober d. J. ist die Erhöhung des Leuchtfeuers Wester Markelsdorf vollendet.
   Das Feuer befindet sich nunmehr 16,2 m über Mittelwasser. An der Charakteristik des Feuers hat sich nichts geändert.
1909

Kennung wird geändert
[NfS. Nr. 1483 v. 26.6.1909]

   Bei der bevorstehenden Instandsetzung des zum Antrieb der Otterblenden auf dem Leuchtturm Wester-Markelsdorf dienenden Uhrwerks werden die Zeitmaße der Kennung des Fünfblitzsektors, wie folgt geändert werden:
Blitzdauer 1,5sek, Folge 3sek, Wiederkehr 20sek

Kennung und Zeitmaße geändert
[NfS. Nr. 1837 v. 21.8.1909]

   Die angekündigte Änderung der Kennung des Fünfblitzsektors des Wester-Markelsdorf Feuers ist ausgeführt worden.
Das Feuer zeigt also jetzt in diesem Sektor Gruppen von fünf Blitzen von je Blitzdauer 1,5sek, Folge 3sek, Wiederkehr 20sek

Störungen
[NfS. Nr. 2567 v. 13.11.1909]

    Das instandgestzte, zum Antrieb der Otter-Blenden auf dem Leuchtturm Wester-Markelsdorf dienende Uhrwerk wird in der Zeit vom 22. bis 27. November 1909 wieder aufgestellt und gleichzeitig eine Reparatur der Blenden vorgenommen werden.
1913

   Wester-Markelsdorf (Nr. 877), etwa 0,5 Sm von dieser Huk, dem NW-Ende der Insel


Geogr. Lage: 54°31´45´´N-Br. 11°3´43´´O-Lg.
Kennung: F. & Blz. Grp.
Höhe des Feuers über Mittelwasser: 16,2 m
Höhe des Turmes über dem Erdboden: 17,7 m
Beschreibung des Leuchtfeuergebäudes: Gelber, achteckiger Turm mit gelbem Wärtergebäude


1921

Marienleuchte und Westermarkelsdorf, Feuer, Angaben
[NfS. No. 66 v. 15.1.1921]

Bei den folgenden Feuern werden die nachstehend angegebenen roten Sektoren dauernd beibehalten:
Bei Marienleuchte auf ungf. 54°32´N, 11°14´O von rw. 143° bis 148°.
Bei Westermarkelsdorf auf ungf. 54°32´N, 11°4´O
von rw. 250° bis rw. 255°.
Die Sektoren sind in den Karten schon angegeben.
1922
Das Leuchtfeuer erhielt einen Benzol-Glühlichtbrenner.
1924
Leuchtfeuer Westermarkelsdorf elektrifiziert; Reserve-Lichtquelle weiterhin mit Propanglühlicht

Westermarkelsdorf-Feuer
[NfS. No. 1134 v. 12.4.1924]

auf ungf. 54°32´N, 11°4´O hat elektrisches Glühlicht als Lichtquelle erhalten. Die Betriebslichtstärke des Feuers ist gleichzeitig auf etwa 9900 Hefner-Kerzen, das 4 1/2fache der bisherigen, erhöht worden. Die Tragweite des Feuers beträgt jetzt im weißen Sektor und in den weißen Blitzsektoren 19, im roten Sektor 13 Sm. Die Sichtweite ist 13 Sm.









   Die seit 1924 verwendete Gürtellinse mit 250 mm Brennweite ist noch heute in Betrieb.
1928
Signalmast am Leuchtturm errichtet
1943

"Gewässer um Fehmarn 1902" (Bericht. bis 1943)

1950
Turm verändert


1950 wurde er modernisiert und mit einer neuen Laterne ausgestattet. Die Wetterfahne auf dem Leuchtturmdach zeigt dieses Jahr.

1961
Reserve-Lichtquelle ebenfalls elektrifiziert
1967
1980

Westermarkelsdorf (C 1280)

Position: 54°32´N, 011°04´E
Kennung: F. w/r. Blz. (5)-17s
Höhe über Wasser: 16 m
Höhe über Erdboden: 17 m
Nenn-TW: 19/16 sm
Angaben: Gelber Turm mit roter Laterne

1984
Feuerschiff-Position "Fehmarnbelt" endgültig aufgehoben

Mit der Einziehung des "Feuerschiffes Fehmarnbelt" wurden die Leuchtfeuer Marienleuchte und Westermarkelsdorf den neuen Bedingungen angepasst:

Feuer geändert
[NfS. Nr. 830+1467 v. 7.4.1984]

Geogr. Lage: Ungf. 54°31,7´N 11°03,5´E
Kennung: Blk. w/r. 10 s, 18/14 sm
Sektoren: Sichtbar

rot von 17° bis 54°
weiß von 54° bis 200°
rot von 200° bis 231°
weiß von 231° bis 254°
rot von 254° bis 260°.


Gleichzeitig wurden zur Kennungserzeugung die Otterblenden beseitigt und durch Taktung ersetzt
1996

Sektoren geändert
[NfS. 45 v. 3.11.1996]

Geogr. Lage: 54°31,7´N, 011°03,6´E
Sektoren: r. 031° - 054°; w. 054° - 200° auf 54°31,7´N 011°03,6´E
Übrige Sektoren unverändert.
1997

Wetterstation Westermarkelsdorf in Betrieb
[Deutscher Wetterdienst v. 1997]









"Ab 01.01.1997 füllt die neueingerichtete Wetterstation Westermarkelsdorf eine seit langen bestehende Lücke im Wetterbeobachtungsdienst auf der exponierten Insel Fehmarn."

1999








Die Lichtquelle erhält eine Entladungslampe, HQI - T 400 W /230 V mit 2-fach Lampenwechsler

2010

   Westermarkelsdorf (C 1280)


Geogr. Lage: 54°32´N 011°04´E
Kennung: LFl. WR. 10 s
Höhe über Wasser: 16 m
Höhe über Erdboden: 17 m
Tragweite: 18/14 M
Angaben: Gelber Turm mit roter Laterne, vor gelben Gebäude
2020

Baumaßnahmen
[BfS. 196/20, WSA Lübeck, 07.10.2020]

Geogr. Lage: 54°31,64´N, 011°03,48´E
Zeit der Ausführung: Ab dem 29.10.2020, bis auf weiteres
Gültig von: 07.10.2020
Gültig bis:  31.12.2020
Angaben:

Aufgrund von Bauarbeiten am Leuchtturm Westermarkelsdorf (Lfv. lfd.Nr. 205320) kommt es ab dem 29.10.2020 zu einer Beeinträchtigung der Sichtbarkeit des Leuchtturms


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