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Äußerste Feuerschiff-Station: "ELBE 1"

Erst-Position: 54°0´6´´N, 8°18´11´´O     Station eingerichtet: 1816     Bemannte Station aufgehoben, 1988    UFS auf Station seit: 22. April 1988



1816

   Als erstes Signalschiff auf der neu eingerichteten Station "ELBE 1" wurde 1816 die "SEESTERN" ausgelegt.
   Es trug 9 Leuchten in einem bis 30 Fuß über die Wasserlinie aufziehbaren Rahmen, jede mit dem Ölbehälter in einer Kompaßaufhängung und mit drei Flammen, so daß stets 3 Lampen mit 9 Flammen sichtbar waren und das Feuer in keiner Richtung durch Tauwerk oder dergleichen verdeckt werden konnte. Um eine Verwechslung seines Lichts mit den durch Metallspiegel verstärkten Feuern der beiden Neuwerker Leuchttürme vorzubeugen, trugen die Leuchten anfangs keine Spiegel.
Das Feuerschiff führte bei Tage am Topp des Hauptmastes eine rote Flagge.
1823
   Die großen Fortschritte, die die Unterwassersignale im Weltkriege erfahren haben, führten dazu, auf "Elbe 1" Versuche mit einem elektrodynamischen Unterwasser-Membransender zu gestatten.
1824
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1825
   Nach dem Totalverlust des Leuchtschiffes "SEESTERN" am 26.Dezember 1824 wurde die 1787 gebaute Lotsengaliote "BERNHARDUS" zum Ersatz-Signalschiff umgebaut und Anfang 1825 in Dienst gestellt.
1826






   Nach Fertigstellung des 1826 erbauten Signalschiffes "JAKOB HEINRICH" wurde dieses am 28. September für die ""BERNHARDUS" ausgelegt. Letzteres wurde im Dezember wieder eingezogen.
1845







   Am 28. September 1845 übernahm das Leuchtschiff "CASPAR" die erste Feuerschiffsposition.


   Die FS-Position ergab sich aus der Deckpeilung mit dem Grossen Neuwerker Leuchtturm und der Schaarhörnbake

"De Elbe van Hamburg tot den Mon" (Naar de in 1856 uitgegeven kaart van het centraal-bureau der Hamburgsche scheepvart-en haven-commissie)

1858
   Vom 22.Juli 1858 bis zum 6. August 1858 wurde das Leuchtschiff "CASPAR" durch das Signalschiff "NEPTUN" ausgetauscht.
1859

Beschreibung
["Die Leuchtthürme, Leuchtbaaken und Feuerschiffe der ganzen Erde", 1859]


Elbe, (äusseres Feuerschiff)

Geogr. Lage: 54°0,0´N-Br., 8°18,0´O-Lg.
Beschaffenheit: Feuerschiff mit 1 Laterne
Klasse:
Höhe bei Hochwasser: 35 rheinl. Fussen.
Höhe über Boden:
Sichtbarkeit: 10 mill.
Bemerkungen: Führt am Tage eine rothe Flagge; bei nebligem Wetter wird mit einer Glocke geläutet, und zwar alle Viertelstunden währ. 5 M. Wenn Schiffe in Gefahr sind, wird eine Kanone abgefeuert.

1869

Blinkfeuer auf dem Leuchtschiff Nr. 1
(Mittheilung der Deputation für Handel und Schiffahrt zu Hamburg vom 26. November 1869 +
Nachrichten für Seefahrer Nr. 300 v. 26.November 1869)


1870
Deutsch-Französischer Krieg von 1870 bis 1871

Bekanntmachung, die Seezeichen in der Nordsee betr.
[Actenstücke in Bezug auf Handel und Schiffahrt während des deutsch-französischen Krieges im Jahre 1870, No.1]




Bekanntmachung, Wiederherstellung der Leuchtfeuer, Betonnungen etc. für das Gebiet der Nordsee
[Actenstücke in Bezug auf Handel und Schiffahrt während des deutsch-französischen Krieges im Jahre 1870, No.19, Hamburg, 4. November]

   Heute Vormittag sind denn auch bereits das äusserste Elb-Feuerschiff Caspar (durch das Dampfboot Luise bugsirt), eine Lootsen-Galliot und
   1. Lootsen-Schooner (im Schlepptau des Dampfbootes Margareth) und
   2. Lootsen-Schooner, nebst dem Krautsand-Feuerschiff (durch das Staats-Dampfboot Elbe bugsirt) elbabwärts gegangen.
   Hamb. B.-H N18,188


1871

Betr. die Auslegung der Leucht- und Lootsenschiffe
[Hamburgische Gesetzsammlung v. 9.2.1871, No. 20]

   "Die unterzeichnete Deputation bringt hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß während des Waffenstillstandes, soweit dieses der Eisgang gestattet, die Leuchtschiffe und die Loots-Galliote unterhalb Cuxhaven ausgelegt sind.
   Die Leuchtthürme auf Neuwerk und in Cuxhaven zeigen ihr Licht, und die Lootsschoner kreuzen in See."

         Die Deputation für Handel und Schiffahrt



Betr. die Auslegung der Leucht- und Lootsenschiffe
[Hamburgische Gesetzsammlung v. 6.3.1871, No. 30]

   "In Anknüpfung an die Bekanntmachung vom 9. Februar d. J. bringt die unterzeichnete Deputation zur öffentlichen Kenntniß, daß nunmehr die drei Leuchtschiffe unterhalb Cuxhaven beim Eingang in die Elbe auf ihren Stationen liegen und daß außerdem, solange der Eisgang dauert, das Leuchtschiff "Ernst" bei Otterndorf stationirt ist.
   Demgemäß zeigen jetzt sämmtliche Leuchtthürme und Leuchtschiffe von der Einfahrt in die Elbe bis Hamburg ihr Licht, mit Ausnahme des Kugelbaaklichts, welches noch nicht gezeigt werden kann.
   Die Lootsgalliote unterhalb Cuxhaven liegt auf ihrer Station und die Lootsschooner kreuzen in See.
   Sämmtlichte Tonnen unterhalb Cuxhaven bis zur Mündung in die Elbe sind ausgelegt, ebenso die das Fahrwasser bezeichnenden Tonnen von der Bösch bis Hamburg. Die Tonnen oberhalb Cuxhaven bis zur Bösch haben wegen des Eisganges noch nicht ausgelegt werden können, doch wird dieses in den nächsten Tagen bewerkstelligt werden.
   Die beim Ausbruch des Krieges zerstörten und weggenommenen Grodenerbaak, Kugelbaak, Grandbaak, Ostbaak, Nordbaak und Scharhörnbaak sind noch nicht wieder aufgerichtet, doch wird solches so bald als möglich geschehen und inzwischen ist durch Aufstellung provisorischer Zeichen thunlichst Abhülfe getroffen worden."

1873

Berichtigungen und Zusätze zum "Verzeichnis der Leuchtfeuer"
[NfS. No. 348 v. 12. Juli 1873]

   No. 10 Elbe-Feuerschiff No. I — Signalschüsse werden bei Nebel abgefeuert.
1876
1878

Elbe No. 1 ("Caspar"), vor der Mündung der Elbe auf 33,6 m Wasser, etwa 1852 m NzW3/4W von der rothen Tonne und 9260 m NWzW1/4W. von Elbe-Feuerschiff Nr. 2 "Neptun".


Geogr. Lage des Feuers:
54°0'10´´N-Br. und 08°18´19´´O-Lg.

Lichterscheinung: Ein weisses Blinkfeuer mit drei Blinken in jeder Minute. Dauer des Blinks 8 Sek., der Verdunklung 12 Sek., Leuchtet nach allen Richtungen

Beschreibung des Leuchtapparates: Spiegel-Apparat mit 9 Lampen
Erleuchtungsmaterial: Rüböl
Verbrauch: 414 Gramm pro Stunde

Höhe der Flamme über Mittelwasser: 10,9 Meter
Sichtbarkeit: 8 Seemeilen

Beschreibung des Leuchtschiffes: Dreimastiger Schooner von Holz, roth angestrichen, mit dem Namen "Elbe" in weissen Buchstaben auf beiden Seiten.
Im Grosstop bei Tage eine rothe Flagge mit weißem Viereck;
Leuchtapparat am Grossmast.


Nebelsignal-Einrichtung: Bei Nebel werden Signalschüsse abgefeuert.
Auch wird bei nebligem oder sonst unsichtigem Wetter jede Viertelstunde eine Minute lang mit der Schiffsglocke geläutet..
Schiffe, welche einen falschen Kurs halten, werden bei Tage durch Signalschüsse,
bei Nacht durch Blaufeuer gewarnt.

Das Feuer ist errichtet: 1854

Bemerkungen: Man kann das Feuerschiff an beiden Seiten passiren.

Der Kurs nach der äusseren Station der Lootsen-Galiot ist SOzO, die Entfernung 1,7 Seemeilen.

Das Feuerschiff verlässt seine Station nur, wenn es durch höhere Gewalt (Eis u.s.w.) gezwungen wird.
Liegt es nicht auf seiner richtigen Stelle, so wird das Feuer nicht angezündet
und bei Tage die rothe Flagge am Grossmast nicht aufgeheisst.

1879
   1879 wurde die "CASPAR" gegen das Leuchtschiff "GUSTAV HEINRICH" auf der Position "Elbe 1" ausgewechselt.
1883


1884
1885

Verlegung der Elb-Feuerschiffe
[NfS. Nr. 836 v. 6.6.1885]

   Die "Deputation für Handel und Schiffahrt" zu Hamburg hat am 1. Juni d.J. bekannt gemacht, daß in Veranlassung weiterer Ausdehnungen der Groß-Vogelsand-Untiefen in westlicher Richtung die Verlegung der Elb-Feuerschiffe No. I, Ii und III unterhalb Cuxhaven erforderlich geworden ist.
   Es werden verlegt werden:

Elb-Feuerschiff I ("Gustav Heinrich") 2,1 Sm nach WNW3/8W, auf 22 m Wasser, Scharhörn-Bake und Ostbake auf Neuwerk in Linie.
   Geogr. Lage: 54°0,3´N-Br. 8°14,8´O-Lg.

...    Die Verlegung der Feuerschiffe wird, soweit die Witterungsverhältnisse es gestatten, in der zweiten Hälfte des Monats Juni ausgeführt werden. ...

Elb-Feuerschiffe verlegt
[NfS. Nr. 979 v. 27.6.1885]

   Die "Deputation für Handel und Schiffahrt" zu Hamburg hat am 16. Juni d.J. mitgetheilt, daß die Verlegung der Elb-Feuerschiffe No. I, Ii und III unterhalb Cuxhaven, das Auslöschen der Feuer auf dem kleinen Leuchtthurm von Neuwerk und die Auslegung der Bakentonne "Elbe" nunmehr stattgefunden hat.

Veränderung der Nebelsignale
[NfS. Nr. 2046 v. 5.12.1885]







   Die "Deputation für Handel und Schiffahrt" zu Hamburg hat am 30. November d.J. bekannt gemacht, daß vom 3. Dezember d.J. ab, statt der bisherigen Nebelsignale, die folgenden Signale bei Nebel auf den unterhalb Cuxhaven stationirten Feuerschiffen abgegeben werden.

   Das vor der Elbe stationirte Feuerschiff "Elbe No. 1" ("Gustav Heinrich") wird alle 3 Minuten mit der Glocke in kurzen Zwischenräumen vier langtönende Schläge, welche das Wort "Elbe" andeuten, geben und nach zweimaliger Wiederholung dieses Glockensignals, also jede sieben Minuten, einen Kanonenschuß abfeuern.
   Die Signale erfolgen bei eintretendem Nebel, sobald die ca 2 Sm von dem Feuerschiff entfernten Objekte, die schwarze Bakentonne "Elbe" und die rothe Scharhörn"-Telegraphen-Bakentonne, von Bord desselben nicht mehr sichtbar sind. ...

1890

Änderung der Nebelsignale
[NfS. No. 2202 v. 11.10.1890]

   Nach einer Mittheilung der "Deputation für Handel und Schiffahrt" zu Hamburg vom 3. Oktober d. J. wird das Nebelsignal auf dem Elb-Feuerschiffe No. I, an Stelle des Signals alle 7 Minuten ein Kanonenschuß, dahin geändert, daß vom 1. November d. J. ab ein aus einer Sirene und Dampfpfeife zusammengesetzte Signal wie folgt abgegeben wird:
   Auf einen 9 Sekunden langen Ton mit der Dampfsirene folgt eine Pause von 12 Sekunden und darauf ein 9 Sekunden langes Signal mit der Dampfpfeife. Dieses Signal wird nach einer Pause von 2 Minuten in derselben Reihenfolge wiederholt.
   Kann das vorstehend bezeichnete Nebelsignal aus irgend einem Grunde oder bei plötzlich eintretendem Nebel nicht sofort abgegeben werden, so treten an dessen Stelle zweimal kurz hintereinander je vier langtönende Glockenschläge, welche in Pausen von 2 Minuten wiederholt werden.    Für Schiffe, welche einen gefahrbringenden Kurs einschlagen, werden wie bisher Kanonenschüsse zur Warnung abgegeben.
1892





   1892 wurde die "GUSTAV HEINRICH" durch das Feuerschiff "BÜRGERMEISTER KIRCHENPAUER" auf der Position "Elbe 1" abgelöst.
1899
   Im Jahre 1899 unternahm der spätere Nobelpreisträger Ferdinand Braun (1850-1918) zwischen dem Leuchtturm Cuxhaven und dem Feuerschiff ELBE 1 erste erfolgreiche Versuche der drahtlosen Telegraphie.
1904

Masthöhe der Feuerschiffe
[NfS. Nr. 1451 v. 23.7.1904]

   Die Küstenbezirksämter haben die Masthöhen der deutschen Feuerschiffe in den Gewässern der Nordsee, wie folgt angegeben:

Elbe Nr. I

   Höhe in m von der Wasserlinie bis zur Oberkante der Tagesmarke:

Großmast: 26,9 m.

1905

Nebelsignal-Kennung geändert
[NfS. Nr. 57 v. 14.1.1905]

   Die Deputation für Handel und Schiffahrt zu Hamburg hat am 4. Januar d.J. bekannt gemacht, daß seit dem 5. Januar d.J. das Nebelsignal auf dem Feuerschiffe"Elbe Nr. I" in folgender Weise abgegeben wird:

   Nach einem 9sek langen Ton mit der Sirene folgt eine Pause von 12    Kann das vorstehende Signal aus irgend einem Grunde oder bei plötzlich eintretendem Nebel nicht sofort abgegeben werden, so treten an dessen Stelle zweimal kurz hintereinander je 4 langtönende Glockenschläge, welche in Pausen von 1min (anstatt in 2min, wie bisher) wiederholt werden.
   Ungf. geogr. Lage des Feuerschiffes: 54°0,3´N-Br. 8°15´O-Lg.



Verlegung der Elbfeuerschiffe
[NfS. Nr. 1032 v. 20.5.1905]

   Gegen Ende Mai d. J. wird die Zahl der unterhalb Cuxhaven im Elbfahrwasser ausliegenden Feuerschiffe um eins vermehrt werden,
das zwischen den jetzigen Feuerschiffen "Elbe II" und "Elbe III" ausgelegt wird; diese letzteren beiden werden hierbei verlegt.
   Die Lage des Feuerschiffes "Elbe I" und des bisherigen Feuerschiffes "Elbe IV" wird nicht verändert,
auch behalten diese ihre bisherigen Tages- und Nacht-Erkennungszeichen bei.
   Das neue Feuerschiff erhält die Bezeichnung "Elbe III", das bisherige Feuerschiff "Elbe III" erhält nach Auslegung des neuen Feuerschiffes die Bezeichnung "Elbe IV", das bisherige Feuerschiff "Elbe IV" die Bezeichnung "Elbe V".
   Die nach Auslegung des neuen Feuerschiffes mit "Elbe II" und "Elbe IV" bezeichneten Feuerschiffe behalten ihre bisherigen Tages- und Nacht-Erkennungszeichen bei.
   Zwischen den Feuerschiffen "Elbe I" und "Elbe V" werden die Feuerschiffe "Elbe II", "Elbe III" und "Elbe IV" auf folgende Positionen und Tiefen ausgelegt werden:

"Elbe II" auf 16 m Tiefe bei Normal-Nd-Wss.
Geogr. Lage: 54°0´0´´N-Br., 8°23´37´´O-Lg.

"Elbe III" auf 14 m Tiefe bei Normal-Nd-Wss.
Geogr. Lage: 53°58´30´´N-Br., 8°28´48´´O-Lg.

"Elbe IV" auf 12 m Tiefe bei Normal-Nd-Wss.
Geogr. Lage: 53°57´30´´N-Br., 8°32´40´´O-Lg.

Das neue Feuerschiff "Elbe III" (Bürgermeister Bartels) ist Lotsenstation für einkommende Schiffe und wird im Gegensatz zu den anderen Elbfeuerschiffen keinen Ball, sondern im Grosstopp einen roten Flügel und, solange Lotsen an Bord und abgegeben werden können, unter dem roten Flügel die Hamburger Admiralitätsflagge führen. Sind keine Lotsen mehr an Bord, oder können Lotsen wegen stürmischer Witterung nicht mehr versetzt werden, so wird die Hamburger Admiralitätsflagge heruntergeholt.
Bei Nacht wird das neue Feuerschiff "Elbe III" außer der Ankerlaterne ein weißes Festfeuer am Großmast 13 m über Wasser und ein rotes Licht am Besahnsmast 17 m über Wasser zeigen.
Die Lotsengaliot wird nach Auslegung des neuen Feuerschiffes eingezogen werden.
Die Kurse und Entfernungen zwischen den Elbfeuerschiffen werden nach Auslegung von "Elbe III" und Verlegung von "Elbe II" und "Elbe IV" folgende sein:

Von "Elbe I" bis "Elbe II" mw. OSO5/8O 5 Sm.
Von "Elbe II" bis "Elbe III" mw. SO5/8O 3,4 Sm.

Von "Elbe III" bis "Elbe IV" mw. SO5/8O 2,5 Sm.
Von "Elbe IV" bis "Elbe V" mw. OSO 4,4 Sm.
...



Beabsichtigte Verlegung
[NfS. Nr. 1721 v. 19.8.1905]

   Das Feuerschiff "Elbe Nr. III" sollte am 16. August d. J. um 500 m in der Richtung rw. 116° (mw. SO5/8O)
auf 14 m Tiefe auf die geogr. Lage: 53°58´24´´N-Br., 8°29´12´´O-Lg. verlegt werden.
Falls die Verlegung des Feuerschiffes am genannten Tage durch das Wetter verhindert wird,
sollte sie an einem der folgenden Tage stattfinden.
1906

Tagsignal verändert
[NfS.No. 1030 v. 12.5.1906]

   Als einheitliches Tagsignal für vertriebene oder nicht auf Station aber auch in See befindliche deutsche Feuerschiffe wird von diesen künftig eine schwarze oder dunkle Flagge größeren Formats gezeigt werden.
Das bisher hierzu benutzte internationale Signal QE wird nicht mehr gezeigt.
Das für diesen Fall vorgeschriebene Abnehmen der Bälle aus den Toppen der Masten bleibt bestehen, wenn es ausführbar ist.
1912






   1912 wurde die "BÜRGERMEISTER KIRCHENPAUER" durch das Feuerschiff BÜRGERMEISTER O´SWALD" abgelöst.
   Es war das erste Feuerschiff mit Turm auf dieser Position (54°00´N, 8°16´N ?).
1914
Während des I. Weltkrieges war die Position von 1914 bis 1918 unbesetzt.
1919

Verlegung von Feuerschiffen
[NfS. Nr. 513 v. 22.2.1919]

A. Zwecks besserer Bezeichnung der Elbmündung werden die vorhandenen Feuerschiffe im Laufe des Monats Februar und März, wenn die Witterung es gestattet, wie folgt verlegt werden:

1. Feuerschiff Elbe I, Bürgermeister O´Swald, auf seinen früheren Platz vor dem Kriege mit denselben Kennungen.
...

Der Kurs von Elbe I nach Elbe II ist rw. 96°, Entfernung 6 Sm.
...


Feuerschiffe verlegt
[NfS. Nr. 652 v. 8.3.1919]

Die in N.f.S. 19--513 bekanntgegebene Verlegung der Feuerschiffe Elbe I und Elbe II nach den Orten, wie sie in jener N.f.S. angegeben sind, hat stattgefunden.
Lage des Feuerschiffes Elbe II 53°59´37´´N, 8°25´0´´O.
1923

Tagmarken
[NfS. Nr. 3899 v. 22.12.1923]

Feuerschiff Elbe 1 auf ungf. 54°0´N 8°15´O führt jetzt am Galgen der Besanstänge 21,5 m über Wasser einen schwarzen Ball von 1,5 m Durchmesser. Beim Vertreiben des Feuerschiffes wird der Ball niedergeholt, außerdem eine große, schwarze oder dunkle Flagge im Vortopp gezeigt.
1926

Tagmarken geändert
[NfS. Nr. 2363+2976 v. 3.7.1926]

   Zur Erleichterung der Unterscheidung der Feuerschiffe in der Elb-Mündung sind die Änderungen der Tagmarken ausgeführt worden.
Es werden jetzt folgende Tagmarken von den Stammfeuerschiffen geführt:

Feuerschiff Elbe 1: auf ungf. 54°0´N 8°15´O zeigt wie bisher im Besanmast einen schwarzen Ball.



Veränderte Position
[NfS. Nr. 4052 v. 18.9.1926]

   Elbe 1-Feuerschiff liegt nach neueren Feststellungen des Vermessungsschiffes Panther auf 54°0´11,62´´N, 8°15´13,94´´O 0,48 Sm rw. 229° (mw. SWzW 1/8 W) von der in den Karten angegebenen Lage.
1927
   Das Feuerschiff "Elbe 1" wurde etwa 1,5 Sm seewärts verlegt. Gleichzeitig wurde in diesem Zusammenhang die Rothe Tonne, als Beginn der Elbbezeichnung, um 2/3 Sm. in westlicher Richtung verlegt.
1931
Die FS-Position wurde auf ungf. 54°01´N, 8°13´O verlegt.
1936

Feuerschiff Elbe 1 gesunken
[NfS. Nr. 4917 v. 31.10.1936]

Geogr. Lage: Ungf. 54°1´N, 8°13´O




Angaben: In dem am 27. Oktober 1936 über der Nordsee wütenden Sturm ist das Feuerschiff Elbe I in einer orkanartigen Böe von Grundseen erfasst und zum Kentern gebracht worden. Hierauf ist das Feuerschiff mit seiner Besatzung untergegangen.
Wie die Sucharbeiten endgültig ergeben haben, ist es auf seinem Liegeort quer zum Strom gesunken. Über die genaue Lage auf dem Grunde ist noch nichts ermittelt worden.
Das Feuerschiff ist 49 m lang und 8 m breit; der zwischen den beiden Masten befindliche Feuerturm ist etwa 20 m hoch.
Sobald es die Witterungsverhältnisse gestatten, wird das Ersatzfeuerschiff ausgelegt und das Wrack bezeichnet werden.


Ersatzfeuerschiff Elbe 1 ausgelegt
[NfS. Nr. 4943 v. 7.11.1936]; vgl. NfS. 36--4917

Geogr. Lage: 54°0´43´´N, 8°11´59´´O, westlich vom Liegeort des gesunkenen Feuerschiffes.
Angaben: An diesem Ort ist das Ersatzfeuerschiff Elbe 1 "Reserve Norderney" ausgelegt worden.
Das Ersatzfeuerschiff führt die Kennungen des Stammfeuerschiffes Elbe 1; es gibt aber Luft-Nebelsignale nur mit einem elektrischen Membransender, ...

Wrack Elbe 1 bezeichnet
[NfS. Nr. 4944 v. 7.11.1936]






Geogr. Lage: 54°0´56´´N, 8°13´2´´O, etwa 300 m nordwestlich vom Liegeort des gesunkenen Feuerschiffes Elbe 1.
Angaben: An diesem Ort ist eine grüne Wrackleuchttonne mit Nordtoppzeichen und weißer Aufschrift "Wrack" ausgelegt worden. ...
1937

Ersatzfeuerschiff Elbe 1
[NfS. Nr. 646 v. 13. Februar 1937]

Frühere NfS: 36--4943 (T)
Geogr. Lage: 54°0´43´´N, 8°11´59´´O, westlich vom Liegeort des gesunkenen Feuerschiffes.
Angaben: Die jetzige Lage des Feuerschiffs Elbe 1 ist nur eine vorübergehende, da die hervorstehenden Wrackteile des gesunkenen Feuerschiffs noch entfernt werden sollen. Es wird z.Z. noch geprüft, welche Lage das Feuerschiff künftig einnehmen soll. Eine Rückverlegung auf die frühere Lage ist nicht wahrscheinlich.

Wrack Elbe 1
[NfS. Nr. 1751 v. 24.4.1937]; vgl. NfS. 36--4944 (T) und 37--646

Geogr. Lage: 54°0´50´´N, 8°13´19´´O
Angaben:
   Nach Entfernung der Masten und des Feuerturmes von dem Wrack des Feuerschiffes Elbe 1 sind die Arbeiten an der Unfallstelle eingestellt worden. Über dem Wrack ist bei Mt-NW. eine Wassertiefe von mindestens 18 m vorhanden.
   Die auf 54°0´56´´N, 8°13´2´´O ausliegende Wrack-Leuchttonne wird Anfang Mai 1937 ohne weitere Nachricht eingezogen werden.

(P) Elbe 1 verlegt
[NfS. Nr. 2363 v. 29.5.1937]




Neue geogr. Lage: Ungf. 54°0,5´N, 8°13,1´O, etwa 1500 m (8,1 Kblg) rw. 108° von der bisherigen Lage.
Angaben: Das Feuerschiff ist nach diesem Ort verlegt worden.
Die genaue Lage wird später bekanntgegeben.


(P) Elbe 1 wird verlegt
[NfS. Nr. 2396 v. 5.6.1937]; vgl. NfS: 37--2363

Neue geogr. Lage: Ungf. 54°0,5´N, 8°13,3´O, etwa 1500 m (8,1 Kblg) rw. 108° von der bisherigen Lage.
Angaben:
   Das Feuerschiff wird nach diesem Ort verlegt werden.
Weitere Nachricht folgt.

Elbe 1 verlegt
[NfS. Nr. 2907 v. 3.7.1937]; vgl. NfS. 37--2396 (P)

Neue geogr. Lage: 54°0´30´´N, 8°13´18´´O, auf 23 m Wasser bei mt. Nd-Wss.
1939
Während des II. Weltkrieges war die Position von 1939 bis 1945 unbesetzt.
1945
   Während der Bauzeit eines neues Feuerschiffes versah das Reservefeuerschiff "NORDERNEY" den Dienst auf der Position.

Elbe 1 verlegt
[NfS. Nr. 68 v. 30.10.1945]

   Rotes, 2-mastiges Feuerschiff ("Norderney 1") mit einem gelben Feuerturm zwischen beiden Masten und der weißen Aufschrift "Elbe 1" auf 54°00´00´´N 8°10´40´´O.
Tagmarke: schwarzer Ball an der Stenge des hinteren Mastes.
Kennung: Blk..
1948
   Am 08. November 1948 nahm das neue, 1941 fertiggestellte, im Krieg versenkte und danach wieder gehobene FS "ELBE 1" seine Station wieder ein.
   Es war das größte deutsche Feuerschiff.
1970

Station verlegt
[NfS. Nr. 3393+4007 v. 17.10.1970]

Feuerschiff Elbe 1

Neue geogr. Lage: 54°00´00´´N, 8°06´35´´O, etwa 2,4 sm W-lich vom bisherigen Ort. ...

1971

Radarantwortbake versuchsweise eingerichtet
[NfS. Nr. 20+4587 v. 27.11.1971]

Feuerschiff Elbe 1

Geogr. Lage: 54°00,0´N, 8°06,6´O
Zur Erprobung im praktischen Betrieb befindet sich auf dem Feuerschiff "Elbe I" eine aktive Radarbake. Sie wird bezüglich ihrer elektrischen Werte während der Erprobung verändert werden.
Um ein möglichst umfassendes Ergebnis aus praktischen Beobachtungen zu erhalten, wird die Schiffahrt gebeten, die Bake möglichst oft bei der Vorbeifahrt mit ihrem Bordradargerät zu beobachten.
Kennung: Mo. (O) mit nachfolgendem langem Strich
Karteneintragung: Racon vsw.

1972

Radarantwortbake wird eingerichtet
[NfS. Nr. 4299 v. 11.11.1972]

Zeit der Ausführung: Am 15. November 1972; ohne weitere Nachricht
Geogr. Lage: Ungf. 54°00,0´N 8°06,8´O
Angaben: Der Vermerk vsw. ist zu streichen. Das Bakensignal ist ein etwa 1,8 sm langer Strich. Wiederkehr 48 s
1973

Anstrich geändert
[NfS. Nr. 1835+2478 v. 14.7.1973]

Zeit der Ausführung: Etwa 24. Juli 1973; ohne weitere Nachricht
Geogr. Lage: Ungf. 54°00,0´N 8°06,6´O
Angaben: Der Feuerturm des Feuerschiffes hat einen rotleuchtfarbenen Anstrich erhalten.

Signalstelle eingegangen
[NfS. Nr. 2897 v. 18.8.1973]

Geogr. Lage:

a) 54°00,0´N 8°06,6´O, Feuerschiff Elbe 1
b) 53°59,5´N 8°24,1´O, Feuerschiff Elbe 2
c) 53°57,6´N 8°37,0´O, Feuerschiff Elbe 3

Angaben: Die Signalstellen zu a) bis c) sind zu streichen.
Beim Feuerschiff Elbe 1 zu a) ist der Vermerk V-S. einzutragen.
1980




   Die "ELBE 1" droht nach einem Rammstoss auf Position zu sinken. Die Rettungsaktion verhindert jedoch einen Untergang.
1981
|
1982

Versuchstonnen ztwl. ausgelegt
[NfS. Nr. 1386+4290 v. 1981 + 1175+4098 v. 1982]

Geogr. Lage:

a) 53°59´45´´N, 8°06´06´´E
b) 54°00´15´´N, 8°06´06´´E
c) 54°00´50´´N, 8°19´04´´E
d) 53°59´08´´N, 8°19´04´´E

Angaben: Bis auf weiteres liegt an diesen Orten jeweils eine gelbe, bakenförmige Leuchttonne mit Blz. g. 4 s.
1983

Versuchstonnen ztwl. ausgelegt
[NfS. Nr. 1274 v. 9.4.1983] vgl. NfS. 82-4098

Geogr. Lage:

a) 53°59´45´´N, 8°06´06´´E
b) 54°00´15´´N, 8°06´06´´E
c) 54°00´15´´N, 8°07´06´´E
d) 53°59´45´´N, 8°07´06´´E

Angaben: Bis auf weiteres liegt an diesen Orten jeweils eine gelbe, bakenförmige Leuchttonne mit Blz. g. 4 s.

Versuchstonnen ztwl. ausgelegt
[NfS. Nr. 4105 v. 5.11.1983] vgl. NfS. 83-1274

Geogr. Lage:

a) 53°59´45´´N, 8°06´06´´E
b) 54°00´15´´N, 8°06´06´´E
c) 54°00´50´´N, 8°19´04´´E
d) 53°59´08´´N, 8°19´04´´E

Angaben: Bis auf weiteres liegt an diesen Orten jeweils eine gelbe, bakenförmige Leuchttonne mit Blz. g. 4 s.
1984

Versuchstonnen ztwl. ausgelegt
[NfS. Nr. 1389 v. 7.4.1984] vgl. NfS. 83-4105

Geogr. Lage:

a) 53°00´15´´N, 8°07´06´´E
b) 53°59´45´´N, 8°07´06´´E

Angaben: Bis auf weiteres liegt an diesen Orten jeweils eine gelbe, bakenförmige Leuchttonne mit Blz. g. 4 s.

Versuchstonnen ztwl. ausgelegt
[NfS. Nr. 1591 v. 21.4.1984] NfS. 84-1389 wird hiermit aufgehoben

Geogr. Lage:

a) 53°59´45´´N, 8°06´06´´E
b) 54°00´15´´N, 8°06´06´´E
c) 54°00´15´´N, 8°07´06´´E
d) 53°59´45´´N, 8°07´06´´E

Angaben: Bis auf weiteres liegt an diesen Orten jeweils eine gelbe, bakenförmige Leuchttonne mit Blz. g. 4 s.

Versuchstonnen ztwl. ausgelegt
[NfS. Nr. 1591 v. 21.4.1984] NfS. 84-1591 wird hiermit aufgehoben

Geogr. Lage:

a) 53°59´45´´N, 8°06´06´´E
b) 54°00´15´´N, 8°06´06´´E
c) 54°00´50´´N, 8°19´04´´E
d) 53°59´08´´N, 8°19´04´´E

Angaben: Bis auf weiteres liegt an diesen Orten jeweils eine gelbe, bakenförmige Leuchttonne mit Blz. g. 4 s.
1986

Elbe 1 ztwl. eingezogen
(NWN Nr. 443, Cuxhaven 1986) v. 24.10.1986

Geogr. Lage: Ungf. 53°00,0´N, 8°06,6´E
Angaben: Das Feuerschiff ist bis auf weiteres eingezogen.
1988

Elbe 1 wird durch UFS ersetzt
[WSA Cuxhaven 12/1988 (NfS. 9 v. 4.3.1988)]

Geogr. Lage: 54°00´00´´N, 8°06´35´´E
Angaben: Das Feuerschiff wird voraussichtlich im April 1988 durch ein unbemanntes rotes Schiff von 26 m Länge, 6,5 m Breite, mit einem 12 m hohen, angestrahlten roten Turm als Feuerträger, Aufbau achtern, ersetzt.

Änderungen
[WSA Cuxhaven 21/88, NfS. 15/88 v. 15.4.1988]

Geogr. Lage: 54°00,0´N 8°06,6´E
Tragweite: von 16 auf 17 sm.
Angaben: Racon, SS beseitigt.


Bemannte Feuerschiff-Station aufgehoben

   Am 22. April 1988 wurde die FS-Station endgültig aufgehoben und das Feuerschiff zum WSA Cuxhaven gebracht.
Als Ersatz wurde die Station mit dem unbemanntem Feuerschiff FS 2 besetzt.

Museumsfeuerschiff "ELBE 1" in Cuxhaven



   Nach der Außerdienststellung des Feuerschiffes "Elbe 1" von 1948 hat die Stadt Cuxhaven das Schiff von der Wasser- und Schiffahrtsverwaltung des Bundes übernommen und es gemeinsam mit dem "Förderverein Schiffahrtsgeschichte Cuxhaven Elbe 1 e.V." und dem Niedersächsischen Hafenamt Cuxhaven so aufbereitet, dass es der Öffentlichkeit als Museumsschiff zugänglich gemacht werden konnte.


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