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Helgoland-Düne, Nordbake

Geogr. Lage: 54°11´06,48´´N 07°54´52,00´´O    Standort: Helgoland-Düne
    Errichtet: 1899    Niedergelegt: 1932






1899

Abbruch der Richtungsbaken und Errichtung von Leuchtfeuerbaken
[N.f.S. No. 1644-1 v. 17.6.1899]

   Nach Abbruch der hölzernen Richtungsbaken auf der Düneninsel von Helgoland sind als Hülfsmittel für das Einlaufen in die Häfen von Helgoland drei eiserne Leuchtfeuerbaken errichtet worden. Dieselben haben die Gestalt abgekürzter Pyramiden, auf denen die Laterne mit Galerie und darüber ein Toppzeichen an einer Stange sich befindet.
   Die nördliche Leuchfeuerbake ist etwa 50 m nordwestlich vom Standorte der niedergelegten Richtungsbake errichtet worden.
Dieselbe ist weiß angestrichen, über dem Erdboden 7,7m hoch und mit einem rothen, mit der Spitze nach oben zeigenden Kegel als Toppzeichen versehen. Auf dieser Bake brennt 10,5m über Hochwasser ein 5Sm weit sichtbares weißes Feuer, welches innerhalb der rw. Peilungen von 122° bis 134° (S58°O bis S46°O) als unterbrochenes und von 65° bis 73° (N65°O bis N73°O) als festes Licht erscheint...

Nordbake
   Hellrote, eiserne Bake mit einem mit der Spitze nach oben zeigenden Kegel als Toppzeichen.

Aenderung des Feuers der nördlichen Leuchtfeuerbake
[N.f.S. Nr. 1990 v. 15.7.1899]

   Das Feuer der nördlichen Leuchtfeuerbake auf der Düneninsel von Helgoland ist innerhalb der rw. Peilungen von 65° bis 73° (N65°O bis N73°O) ein unterbrochenes weißes Feuer und nicht ein festes weißes Feuer, wie in der No. 1644 d. diesj. "Nachr. f. Seef." angegeben worden ist.

Berichtigung der Angaben über die Lage, Sichtweite und die Beleuchtungsgrenzen der Leuchtfeuer
[N.f.S. No. 2195-1 v. 12.8.1899]

   Nach Bericht des Kommandanten S.M. Vermessungsfahrzeug "Hyäne" vom 21. Juli d.J. sind die genauen geographischen Positionen der neuen Leuchtbaken auf der Düneninsel von Helgoland sowie die Sichtweiten und die seitlichen Begrenzungen der auf diesen Baken angebrachten Leuchtfeuer folgende:
Nordbake:
Das weiße unterbrochene Feuer befindet sich 10,5m über Hochwasser, ist 4 Sekunden lang sichtbar, 6 Sekunden verdunkelt und 5Sm weit sichtbar und zwar in der Nordeinfahrt des Hafens zwischen den Richtungen rw. 120° (SOzO3/80) und 135° (SO), ferner zur Bezeichnung der Lage der Telegraphenkabel zwischen rw. 65° (NOzO3/4O) und 83° (O5/8N) (vgl. No.1990 d.diesj. "Nachr. f. Seef.").
   Die Nord- und Ostbake decken sich in der Richtung rw. 127,5° (SO5/8O). Die Deckpeilung der West- und Ostbake liegt in der Richtung rw. 20,5° (NzO7/8O). Die Toppzeichen bzw. die Feuer der Baken müssen beim Ein- und Auslaufen genau senkrecht unter einander gehalten werden, um die Untiefen zu vermeiden.
   Die in No. 1644 d. diesj. "Nachr. f. Seez." gemachten Angaben sind dem Bevorstehenden entsprechend zu berichtigen.
1902

Änderung der Charakteristik
[NfS. Seefahrer No. 510 v. 15.3. + No. 632 v. 5.4.1902]

   Nach Mitteilung des Lotsenkommandos Wilhelmshaven vom 11. März d. J. wird die Charakteristik des weißen Blinkfeuers der N-Bake und des rothen Blinkfeuers der W-Bake auf der Düne von Helgoland derart verändert, daß die Dauer der Blinke 2sek und die der Verdunklung 1,5sek beträgt.
1903

Bakenfeuer
[N.f.S. Nr. 1295 v. 20.6.1903]

   Nach Mitteilung des Lotsenkommandos Wilhelmshaven vom 11. Juni d. J. werden die N-Bake und die W-Bake auf der Düneninsel Helgoland in nächster Zeit einen hellroten Anstrich erhalten.
1906

N-Bakenfeuer wird verändert
[N.f.S. Nr. 8 v. 6.1.1906]

   Das weiße, unterbrochene Feuer auf der N-Nake der Helgoland-Düne wird zur Kennzeichnung der Loreley-Bank einen dritten Sektor zwischen den Peilungen rw. 258° (mw. W) und 269,5° (mw. WzN) erhalten.
Die Fertigstellung ist im März zu erwarten. Während der Umänderung der Laterne muß das Feuer außer Betrieb gesetzt werden.


N-Bakenfeuer zeitweilig ausgelöscht
[N.f.S. Nr. 166 20.1.1906]

   Das Feuer auf der N-Bake der Helgoland-Düne ist behufs Änderung zeitweilig gelöscht, Die Laterne abgenommen worden.

Feuer zeitweilig gelöscht
[N.f.S. Nr. 414 v. 24.2.1906] vgl. Nr. 8 und 166/1906

   Bei der Änderung des Feuers auf der N-Bake der Helgoland-Düne ist auch ein Versetzen der Laterne auf der O-Bake nötig.
Um jeden Irrtum auszuschließen, werden während der Ausführung der notwendigen Arbeiten im März d. J. außer dem bereits gelöschten N-Bakenfeuer noch die beiden anderen Bakenfeuer auf der Helgoland-Düne sowie das Bakenfeuer S-lich von der Marinemole auf dem Unterlande von Helgoland zeitweilig ausgelöscht werden.

Feuer teilweise in Betrieb
[N.f.S. Nr. 518 v. 17.3.1906]

   Nachdem die Laterne auf der O-Bake versetzt worden ist, sind die Feuer zur Bezeichnung der Einfahrt in den S-Hafen von Helgoland wieder in Betrieb genommen worden.
   Das Feuer auf der N-Bake ist noch nicht fertiggestellt.

Feuer wieder angezündet
[N.f.S. Nr. 800 v. 14.4. + Nr. 820 v. 21.4.1906]

1.   Infolge einer Beschädigung der Dünen-Insel ist die N-Bake um 19 m in der Richtung rw. 127,5° (mw. SO1/2S) versetzt worden.
Am 11. April d. J. ist das weiße, unterbrochene Feuer auf dieser Bake wieder angezündet worden; es brennt jetzt 11 m über H-Wss., hat eine Sichtweite von 6 Sm
...
Das elektrische, weiße Blitzfeuer auf dem S-Ende des Oberlandes und das weiße, unterbrochene Feuer der N-Bake auf der Düneninsel in Linie gehalten, führen über die Loreley-Bank.
Durch die N-liche Grenze des N-Bakenfeuers und durch die S-liche Grenze des O-Bakenfeuers wird der N-Hafen von Helgoland begrenzt.
1908

N-Bake erhält Gasglühlicht
[N.f.S. No. 624 v. 21.3.1908]

A.   Die O- und die W-Bake sollen im April und Mai 1908 versetzt werden;
dabei werden die Feuer auf der N-, O- und W-Bake Gasglühlicht erhalten und verstärkt werden. ...

Feuer verstärkt
[N.f.S. No. 1411 v. 27.6.1908]

1a.   Die O- und die W-Bake sind versetzt worden. Es befindet sich jetzt:


die Ostbake auf: 54°11´1,6´´N-Br., 7°55´2,5´´O-Lg.

die Westbake auf: 54°10´58,3´´N-Br., 7°55´0,2´´O-Lg.

Die neue Deckpeilung beider Baken führt in Höhe des Hogsteans etwa 60 m O-lich von der früheren Deckpeilung.


1b.   Die Feuer auf den N-, O- und W-Baken sind am 23. Juni 1908 wieder angezündet und durch Einführung von Gasglühlicht erheblich verstärkt worden.
Die Feuerhöhe über H-Wss. beträgt bei der O-Bake 17,3 m, bei der W-Bake 11,2 m;
die Höhe der O-Bake (Unterkante des Toppkorbes) über dem Erdboden beträgt 13,1 m, die der W-Bake 12,3 m.

1c.   Die Feuer der O- und der W-Bake haben 13 bzw. 12 Sm Sichtweite,
die mt. Tragweiten betragen für das erstere 10, für das letztere und das Feuer der N-Bake 9 Sm. ...
1914

[Leuchtfeuerverzeichnis Nordsee, 1914]

Nr.: 2006
N-Bake (Unterfeuer)
Position: 54°11´6´´N, 7°54´52´´O
Kennung:Ubr. (Gasglühlicht)
Feuerhöhe über Hochwasser: 11 m
Höhe des Turmes über Hochwasser: 7,7 m
Sichtweite: 10 sm
Angaben:Hellrote, eiserne Leuchtbake mit einem mit der Spitze nach oben zeigenden Kegel als Toppzeichen.


Bemerkungen: Unterstehen der Kaiserlichen Marine.
1921

Umstellung auf Blaugas

   Die Laternen der Leuchtbaken auf der Düne bei Helgoland (der N-Bake, O-Bake und W-Bake) auf ungf. 55°39,5´N, 7°55´O sollen in nächster Zeit für Speisung mit Blaugas eingerichtet werden.
1922

Bake zeitweilig außer Betrieb
[N.f.S. Nr. 84 v. 7.1.1922]

   Feuer der N-Bake auf der Helgoland-Düne auf ungf. 54°11´N, 7°55´O ist infolge Sturmschadens zeitweilig außer Betrieb.

Bake wieder angezündet
[N.f.S. Nr. 120 v. 14.1.1922]; Vgl. NfS. 22-84

   Feuer der N-Bake auf der Helgoland-Düne auf ungf. 54°11´N, 7°55´O daß infolge Sturmschadens zeitweilig außer Betrieb war, ist wieder angezündet worden.
1924

Störung am Bakenfeuer
[N.f.S. Nr. 4703 v. 20.12.1924]

1.    Das Unterfeuer auf der N-Bake auf der Helgoland-Düne auf ungf. 55°39,5´N, 7°55´O
brennt infolge Störung zeitweilig als F. w. & r. & gn.
1927

N-Bakenfeuer beschädigt
[N.f.S. Nr. 5417 v. 26.11.1927]

    Die Vorsatzscheibe am grünen Sektor der Nordbake auf der Düne Helgoland auf ungf. 54°11´N, 7°55´O ist durch Sturm fortgeschlagen. Der Sektor zeigt ein weißes Licht; beim Ankern im Kabelfeld ist Vorsicht geboten.
   Die Beseitigung der Störung wird bekanntgegeben.

N-Bakenfeuer wieder i.O.
[N.f.S. Nr. 5440 v. 312.1927]

auf ungf. 54°11´N, 7°55´O ist wieder in Ordnung.
   NfS. 27--5417 wird hierdurch aufgehoben.
1931
Hellrote eiserne Leuchtbake mit Kegel, Spitze oben
1932

Befeuerung wird verändert
[N.f.S. Nr. 3485 v. 8.10.1932]

Angaben: Die N-Bake auf der Düne wird demnächst beseitigt. Infolgedessen wird die Befeuerung der Einfahrt auf der Binnenreede Nord, des Kabelfeldes zwischen Insel und Düne und der Reede östlich der Düne wie folgt geändert:
1. ...
...
3. Nordbake. Feuer wird gelöscht.
Zeit der Ausführung: Ende November 1932; weitere Nachricht folgt
Geogr. Lage: 54°11´6´´N, 7°54´52,5´´O.
Angaben Das Feuer der Nordbake wird endgültig gelöscht und die Bake abgebrochen.

Befeuerung wird geändert
[N.f.S. Nr. 4115 v. 26.11.1932]

Geogr. Lage der Nordbake: Ungf. 54°11,1´N, 7°54,9´O.
Die mit NfS. 32--3486 unter 2 bis 4 angekündigte Änderung der Befeuerung wird voraussichtlich erst Mitte Dezember 1932 ausgeführt werden können. Weitere Nachricht folgt.

Befeuerung ist geändert
[N.f.S. Nr. 4435 v. 24.12.1932]

...
2. Nordbake. Feuer gelöscht
Geogr. Lage: 54°11´6´´N, 7°54´52,5´´O, zwischen der Felswand und der Uferschutzmauer
Angaben: Das Feuer der Nordbake ist endgültig gelöscht und die Bake abgebrochen worden.

3. Feuer angezündet
Geogr. Lage: 54°11´8,2´´N, 7°53´24,5´´O
Karteneintragung: Ubr. w. & r. & gn.
Kennung: Unterbrochenes Feuer mit Einzelunterbrechung, Wiederkehr 3,5 s, und weißen, roten und grünen Sektoren.
Sektoren:
- zur Bezeichnung der Kursänderung aus dem Leitsektor der N-Einfahrt zur Binnenreede Süd:

Weiß von rw. 185° bis rw. 191°
rot von rw. 191° bis rw. 196°
weiß von rw. 196° bis rw. 202°

- Zur Bezeichnung des Kabelfeldes zwischen Insel und Düne:

rot von rw. 243° bis rw. 257°
grün von rw. 257° über W bis rw. 276,5°
rot von rw. 276,5° bis rw. 284,5°

Lichtquelle: Elektrisch
Feuerhöhe über Wasser: 7,7 m
Sichtweite: Weiß 9, grün 6,5 und rot 7,5 Sm
Feuerträger: 4,8 m hoher, hellgrauer, eiserner Mast von 0,3 m Durchmesser mit Umgang und roter Laterne.

... Die hohen Kosten der neuen, massiven Bakenunterbauten ließen die Frage auftauchen, ob die Zahl der Baken nicht vermindert werden konnte. Die Südeinfahrt kann wegen ihrer geringen Breite und der steil aufragenden Klippenränder nur mit einem Richtfeuer sicher befahren werden. Die Richtfeuerlinie Ostbake -- Westbake mußte deshalb bleiben. Die Nordeinfahrt ist dagegen breit genug, um auch nach einem Leitfeuer, also einem Einzelfeuer, angesteuert werden zu können.
So wurde die Nordbake im Jahre 1932 endgültig aufgegeben und das Richtfeuer der Nordeinfahrt durch ein Leitfeuer auf der Ostbake ersetzt.
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