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Tertiussand-Bake

Geogr. Lage: 54°7´24´´N, 8°40´48´´O     Standort: Sandbank Tertius     Errichtet: 1922   
Umbau zur Leuchtbake: 1926     Leuchtbake gelöscht: 1968    Neue Bake errichtet: 1969







   Norder- und Süderpiep sind zwei Fahrwasser zwischen Eider und Elbe, die etwa 3,5 Sm westlich von Büsum durch das sogenannte Dwarsloch miteinander in Verbindung stehen.
   Gemeinsam mit der Buschsand-Bake diente die Tertius-Bake der Einsteuerung in die Norderpiep.
Gleichzeitig erhielt die schwarze, 21 m hohe Ansteuerungsbake auf dem Tertius-Sand als Rettungsbake eine Doppelfunktion.


"Die Mündungen der Jade, Weser & Elbe", (Hydrograph. Burau der Kaiserlichen Admiralität, 1878)


1922

Bake erbaut
[N.f.S. Nr. 772 v. 11. März 1922]


    Als Ansteuerungsmarke für die Norder- und Süderpiep und als Zuflucht für Schiffbrüchige wird etwa im Mai 1922 auf dem Tertiussand auf ungf. 54°8´N, 8°40´O eine schwarze, 21 m über dem Erdboden und etwa 21,5 m über Hochwasser hohe, hölzerne Bake erbaut werden. Sie wird aus einem Mittelständer und vier Eckständern, die gegenüber verstrebt sind, bestehen, an der Spitze ein zylindrisches Toppzeichen von 7,1 m Durchmesser und 6,3 m Höhe und auf einer 6 m über Erdboden liegenden Plattform die Zufluchtshütte für Schiffbrüchige tragen.
Tertiussand-Bake errichtet

Bake fertiggestellt
[N.f.S. Nr. 2330 v. 15. Juli 1922] vgl. NfS. 22--772

   Tertiussand-Bake auf ungf. 54°8´6,2´´N, 8°40´12,7´´O ist fertiggestellt.
1925
Umbau in eine Leuchtbake

Geplanter Umbau in eine Leuchtbake
[N.f.S. Nr. 3730 v. 29.08.1925]


   Auf der S-Seite des Tertiussandes auf ungf. 54°7,4´N, 8°40,8´O wird demnächst ein unbewachtes, ringsum sichtbares, weißes Feuer errichtet werden, das im Winter, solange die Leuchttonnen der Süderpiep wegen Eisgefahr eingezogen sind, zur Bezeichnung des Tertiussandes dienen soll.
   Den Unterbau wird eine fünfpfählige, schwarze, hölzerne Bake von 6 m Höhe über dem Erdboden und 6,5 m über Wasser bilden, in deren Kopf ein Gaskessel von 1,4 m Durchmesser und 1,7 m Höhe mit aufgesetzter Laterne eingebaut wird.

Lichtquelle: Flüssiggas-Gasglühlicht
Feuerhöhe: 7,55 m über Wasser
Sichtweite: 10,4 Sm
mittlere Tragweite: 11,2 Sm
Kennung: wird noch bekanntgegeben

   Das Feuer wird jeweils im Herbst oder Winter, sobald mit der Einziehung der Leuchttonnen im Süderpiep begonnen wird, angezündet nach Wiederauslegung sämtliche Leuchttonnen gelöscht werden. Die erstmalige Inbetriebsetzung erfolgt voraussichtlich Winter 1925/26.
1926

Umbau in eine Leuchtbake
[N.f.S. Nr. 203 v. 9. Januar 1926]

   Leuchtbake auf demTertiussand auf ungf. 54°7,4´N, 8°40,8´O ist im Unterbau, der aus einer fünfpfähligen Bake besteht, fertiggestellt. Wegen der dauernd ungünstigen Witterungsverhältnisse konnten der Gaskessel und die Laterne bisher nicht eingebaut werden. Ihr Einbau und die Inbetriebsetzung des Feuers erfolgen sobald wie möglich.

Anzündung der Leuchtbake
[N.f.S. Nr. 836 v. 20. Februar 1926]


   Tertiussand. Feuer an der S-Seite des Tertiussandes auf ungf. 54°7´N, 8°41´O ist angezündet.

   Der Unterbau der Bake besteht aus einer fünfpfähligen, schwarzen, hölzernen Bake mit aufgesetztem Gaskessel und Laterne. Die Höhe der Bake über dem Erdboden beträgt 6,0 m, die Lichtquelle ist Flüssiggas-Glühlicht, die Feuerhöhe 7,60 m über Wasser, die Sichtweite 10,4 Sm, die mittlere Tragweite für weiß 11,2 Sm, für rot 6 und für grün 5,5 Sm. Das Feuer zeigt folgende Kennung:

ein Blk. Grp. 2 w & r & gn.
Blink 3 s,
kurze Pause 5 s,
Blink 3 s
lange Pause 9 s,
Wiederkehr 20 s.

Es ist sichtbar:

r. von rw. 62° bis rw. 80° zur Deckung des Sandes zwischenSüderpiep und Falschem Tief,
w. von da über O bis rw. 157°,
gn. von da bis rw. 162° als Quermarke zur Bezeichnung der Richtungsänderung im Fahrwasser der Norderpiep,
w. von da über S, W und N bis rw. 62°.

   Das unbewachte Feuer brennt nur im Winter, wenn die Süderpiep-Leuchttonnen eingezogen sind.
   Die genaue Lage der Leuchtbake wird später bekannt gegeben.

Genaue Lage der Leuchtbake
[N.f.S. Nr. 846 v. 27. Februar 1926]

   Die genaue Lage der Leuchtbake ist 54°7´24´´N, 8°40´48´´O

Vorübergehend gelöscht
[N.f.S. Nr. 1701 v. 24. April 1926]

   Tertiussand-Feuer auf ungf. 54°7´N, 8°41´O ist gelöscht, da die Leuchttonnen in der Süderpiep wieder ausliegen.

Veränderung Brenndauer
[N.f.S. Nr. 3500 v. 7. August 1926] vgl. NfS. 26--846

   Die schwarze Leuchttonne 6 a auf ungf. 54°7´N, 8°40´O wird demnächst eingezogen werden. Dafür bleibt die Leuchtbake auf der S-Seite des Tertiussandes auf ungf. 54°7´N, 8°41´O , die bisher nur im Winter nach Einziehung der Leuchttonnen in der Süderpiep angezündet wurde, währen des ganzen Jahres brennen.

Angezündet
[N.f.S. Nr. 3924 v. 4. September 1926] vgl. NfS. 26--3500

   1. Die Leuchtbake ist angezündet.
   2. Die schwarze Leuchttonne ist eingezogen.
1927

Feuer geändert
[N.f.S. Nr. 1120 v. 26. März 1927] vgl. NfS 26--3924

    Der rote Sektor des Feuers an der S-Seite des Tertiussandes auf ungf. 54°7´N, 8°41´O ist beseitigt.
Das Feuer ist nunmehr Blk. Grp. 2 w. & gn. und leuchtet:
grün von rw. 157° bis rw. 162°,
weiß von rw. 162° über S, W, N und O bis rw. 157°.
1940

Feuer zeitweilig gelöscht
[O.K.M. Berlin 24. Juni 1940; (Kriegs-N.f.S. Nr. 271 v. 27.6.1940)]

Süderpiep

Geogr. Lage: Ungf. 54°7,4´N, 8°40,7´O.
Angaben: Das Feuer der Leuchtbake an der S-Seite des Tertiussandes ist bis auf weiteres gelöscht worden.

Tertius-Leuchtbake zerstört
[Kriegs-N.f.S. Nr. 598 v. 19.12.1940]; vgl. NfS. Nr. 40-271

Geogr. Lage: Ungf. 54°7,4´N, 8°40,7´O, an der S-Seite des Sandes
Angaben: Die Leuchtbake mit Blk. Grp. (2) w. & r. &. gn. ist zerstört.
Die Wiedereinrichtung wird bekanntgegeben.
1941

Bake zerstört
[St-K. Wilhelmshaven 18. November 1941;
(Kriegs-N.f.S. Nr. 1032 v. 27.11.1941)]; Frühere Kriegs-N.f.S.: 40 --271

Leuchtbake Tertiussand
Geogr. Lage: Ungf. 54°7,4´N, 8°40,7´O.
Angaben: Die Leuchtbake ist zerstört.
1942

Leuchtbake wieder errichtet
[St-K. Wilhelmshaven 6. Januar 1942 (Skl H 206);
Kriegs-N.f.S. Nr. 39 v. 15. Januar 1941];
Frühere Kriegs-N.f.S.: 41 --1032

Neue geogr. Lage: 54°7´28´´N, 8°41´4´´O, etwa 2,3 Kblg. rw. 71° vom bisherigen Ort.
Angaben: Die Leuchtbake ist am obigen Ort in der früheren Form wieder errichtet worden.
Kennung, Feuerhöhe, Sichtweite und Tragweite unverändert.
Das Feuer wird bis auf weiteres nicht angezündet.
1949

Die Tertius-Bake wurde im Oktober 1949 im oberen Teil durch Sturm beschädigt.

Rettungsbake teilweise zerstört
[WSA Tönning, 28. X. 1949; (N.f.S. Nr. 3133 v. 5. November 1949)]

Geogr. Lage: 54°7´51´´N, 8°41´7´´O,
Angaben: Die Peil- und Rettungsbake auf Tertiussand ist im oberen Teil vom Sturm zerstört.
1950

   Leuchtbake Tertiussand, (Lfv. Nr. 728)




Position: 54°7´N, 8°41´O
Kennung: Blk. Grp. (2) w. & r. & gn.
Feuerhöhe über HW: 6 m
Turmhöhe über Erdboden: 7,5 m
Tragweite: 7/4/3 sm

Angaben: An der S-Seite des Tertiussandes,
Fünfpfählige, schwarze, hölzerne Bake mit Gaskessel und Laterne.

1951

Rettungsbaken wieder errichtet
[WSA Tönning, 3. IV. 1951; (N.f.S. Nr. 411 + 1186 v. 7. April 1951)];
Frühere NfS.: 49--3133

Tertiussand-Rettungsbake

Geogr. Lage: 54°7´51´´N, 8°41´7´´O,
Beschreibung: Graue Bake in Dreibockform mit schwarzem Zylindertoppzeichen.
Unter dem Toppzeichen befindet sich eine Plattform mit Schutzhütte.
Höhe der Bakenspitze über dem Erdboden etwa 22,5 m, über mittlerem Hochwasser 24,0 m.

Angaben: Über die genauen Lagen der Baken folgt weitere Nachricht nach Einmessung.
1952

Tertius-Leuchtbake versetzt und geändert
[W.S.A. Tönning, 27. V. 1952; (N.f.S. Nr. 1918 + 2296 v. 5. Juli 1952)]

Neue geogr. Lage: 54°07´31,0´´N, 8°41,5´28,5´´O.
Karteneintragung: Ubr. Grp. (4) w. & r. & gn. 10/7/6 sm.
Kennungsänderung: Das Blk. Grp. (2) w. & r. & gn. in ein weißes, unterbrochenes Feuer mit einer Gruppe von vier Unterbrechungen.
Feuerhöhe über Wasser: 7,50 m
Tragweite: Weiß 10,7, rot 7,2, grün 6,0 sm
Sichtweite: 10,3 sm
Feuerträger: 8,15 m hohe, hellgraue Bake in Dreibockform mit hellgrauer runder Laterne und Kegeldach.

1953

Tertius-Leuchtbake, Sektoren geändert
[St-K. Wilhelmshaven 6. Januar 1942 (Skl H 206);
N.f.S. Nr. 2643 v. 25.7.1953]

Geogr. Lage: 54°7,5´N, 8°41,5´O.
1954

Tertius-Leuchtbake zerstört, Feuer gelöscht
[N.f.S. Nr. 473 v. 6. Februar 1954]

Geogr. Lage: 54°08´N, 8°41´O.
1960

Tertius-Bake, Feuer angezündet
[N.f.S. Nr. 5359 v. 24. Dezember 1960]


   Tertius-Bake, (Lfv. Nr. 1165)



Geogr. Lage: 54°07´51´´N, 8°41´07´´O.
Kennung: F. w. & r.
Feuerhöhe über Wasser: 9,2 m
Feuerhöhe über Erdboden: 8,9 m
Tragweite: Weiß 10,3, rot 6,9 sm
Feuerträger: Laterne an der Westseite des Rettungshauses auf der Bake.

1961

Kennung der Tertius-Leuchtbake geändert
[W.S.A. Tönning, 8. VI. 1961 (38); [N.f.S. Nr. 2513 v. 17. Juni 1961]]

Geogr. Lage: Ungf. 54°07,8´N, 8°41,1´O.
Karteneintragung: Blk. w. & r.
1968
Tertius Bake-Feuer gelöscht, Rettungsstelle beseitigt

Tertius Bake-Feuer gelöscht, Rettungsstelle beseitigt
[W.S.A. Tönning, 22. V. 1968 (37); (N.f.S. Nr. 2156 v. 1. Juni 1968)]

Zeit der Ausführung: Etwa 10. Juni 1968; ohne weitere Nachricht
Geogr. Lage: Ungf. 54°07,9´N, 8°41,1´O.
Angaben: Das Feuer und der Vermerk Z-S. sind zu streichen.
Die baufällige Bake bleibt bis auf weiteres stehen.


Tertius Bake beseitigt
(W.S.A. Tönning, 24. VII. 1968 (58); [N.f.S. Nr. 3247 v. 10. August 1968])

Geogr. Lage: Ungf. 54°07,9´N, 8°41,1´O., auf dem Fundament.
Karteneintragung: 4 m hohe, grüne Spiere mit grünem Balltoppzeichen.
1969
Neue Tertius Bake errichtet

Neue Tertius Bake errichtet
(W.S.A. Tönning, 22. I. 1969 (10); [N.f.S. Nr. 532 v. 1. Februar 1969])





Geogr. Lage: 54°08´08´´N, 8°40´01´´O.
Karteneintragung: Bk. mit Radarreflektor.
Beschreibung: 16 m hoher Rohrmast mit Zylindertoppzeichen.
Angaben: Der Vermerk Tertius-Bk. auf ungf. 54°07,9´N, 8°41,2´O ist zu streichen.


Spiere und Fundament beseitigt
(W.S.A. Tönning, 28. II. 1969 (18); [N.f.S. Nr. 970 v. 8. März 1969])

Geogr. Lage: Ungf. 54°07,9´N, 8°41,1´O.
Angaben: Die Spiere ist zu streichen; das Fundament der ehemaligen Tertius-Bake ist beseitigt worden.
1989

Tertius Bake zeitweilig beseitigt
[WSA Tönning 76/89 (NfS. 26 v. 30.6.1989)

Geogr. Lage: 54°08,1´N 8°40,0´E
Bis voraussichtlich Mitte Juli 1989 ist die Bake wegen Instandsetzungsarbeiten bis auf 2 m über Grund zurückgebaut.
Der Bakenfuß ist mit einer schwarz-rot-schwarzen Stange bezeichnet.
2010
2016

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