1826
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Kiesberg-Bake errichtet
Für die Verbesserung der Einsegelung in die Swinemünder Bucht wurden im Jahre 1826 zwei Baken zur
Landerkennung errichtet:
Westliche Bake : die Streckelsberg-Bake auf der Insel
Usedom,

Östliche Bake: die Kiesberg-Bake auf der Insel Wollin.
Der runde Turm steht auf einer ca. 73 m hohen Steilküste und hat bis zur Dachunterkante eine Höhe von 10,2 m. |
1831
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Seezeichen errichtet
["Archiv for Søvæsenet, Kph,83/1831"]
Da an der Westküste der Einfahrt nun ein Turm für die Lotsen errichtet wird, können diese von der dort
befindlichen Galerie, welche 43 Fuß über dem gewöhnlichen Wasserstand liegt, die herankommenden Schiffe in
einer Entfernung von vier Meilen sehen. Die Zeichnung B zeigt die Außenansicht dieses Turmes, der zugleich als
Landkennzeichen dienen kann.
Um auch Schiffsführern, welche mit der Küste nicht vertraut sind, bei Tage eine Landkennung zu geben, anhand derer
sie erkennen können, wann sie sich in der Nähe des Hafens von Swinemünde befinden, hat man sowohl auf der
Insel Usedom als auch auf der Insel Wollin zwei Seezeichen errichtet.
Das auf Wollin, dessen Abbildung in Zeichnung C dargestellt ist, steht auf dem Berge Kiesberg unmittelbar an der Küste
bei Ostersen, östlich des Berges Neuendorf, drei Meilen nordöstlich vom Hafen. Es ähnelt einer
holländischen Windmühle ohne Flügel und ist weiß gestrichen.
Das Seezeichen auf Usedom steht auf dem Berge Streckelberg (auch Witteberg genannt), nahe der Küste. Es ist, wie
Zeichnung D zeigt, eine schwarz gestrichene dreieckige Pyramide, auf deren Spitze sich eine rot gestrichene Tonne befindet.
Seine Entfernung vom Hafen beträgt etwa drei Meilen. Schiffe, die sich von Westen nähern, sollen, sobald sie sich
dem Hafen nähern und die Greifswalder Oie passiert haben, bald das Seezeichen auf dem Streckelberg erkennen und dann nur
noch ihren Kurs Südost (SO) nach dem Kompass beibehalten, um Swinemünde zu erreichen.
Die nachfolgenden Landansichten geben eine richtige Vorstellung der Küsten von Wollin und Usedom.
Landansicht E zeigt die Küste von Usedom mit dem Seezeichen auf dem Streckelberg und umfasst den
Küstenabschnitt vom Berge Ueckeritz bis zum Berge Zinnowitz. Sie wurde von einem Punkt aus aufgenommen, der 3 Meilen
nordnordwestlich von Swinemünde und ½ Meile vor der Küste bei 6 Faden Wassertiefe liegt; die Greifswalder
Oie befindet sich dabei Nord bis Nordwest.

Landansicht F der Küste von Wollin mit dem Turm auf dem Kiesberg wurde ½ Meile von der Küste,
Südost von den Tonnen, 3 Meilen nordöstlich von Swinemünde, aufgenommen und umfasst die Küste von
Swinemünde bis zum Berge Neuendorf.

Fernansicht G der Swinemünder Bucht wurde in 2 Meilen Abstand von der Küste aufgenommen; Swinemünde
liegt dabei Ostnordost, der Streckelberg Nordnordwest und der Kiesberg Ostsüdost ½ Süd. Sie umfasst die
Küsten von Wollin und Usedom vom Kiesberg bis zum Streckelberg und zeigt anhand des Turmes und der beiden
Windmühlen, wo der Hafen von Swinemünde liegt.

Fernansicht H zeigt die Einsegelung zwischen den Hafendämmen. Sie wurde von der Einfahrt aus aufgenommen;
zugleich erkennt man darauf die richtige Stellung des Leuchtturms A, des Lotsen- oder Wachtturms B sowie der Osttonnen.

Anhand des nachfolgenden Situationsplans des Hafens von Swinemünde wird jedermann leicht die Lage der Tonnen, der
Hafendämme und der Einfahrt erkennen können.  |
1839
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Kiesberg-Bake zerstört
In der Nacht vom 6ten zum 7ten August 1839 ist die Kiesberg-Bake abgebrannt. |
1841
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Kiesberg-Bake wieder aufgebaut
["Amtsblatt No. 5 und 6, Stettin den 5. Februar 1841]
Publikandum, No. 1332. Januar 1841
"Die in der Nacht vom 6ten zum 7ten August 1839 abgebrannte, in Form einer holländischen
Windmühle ohne Flügel, drei Meilen östlich von Swinemünde auf dem Kiesberge (Insel Wollin)
befindlich gewesene Landbaake, welche in Verbindung mit der auf dem Streckelberg (Insel Usedom) drei Meilen westlich
von Swinemünde errichteten Landbaake den ansegelnden Shiffen zum Auffinden der Swinemünder Bucht
diente, ist jetzt in der früheren Gestalt wieder hergestellt, was hiermit in Bezug auf die frühere Bekanntmachung
vom 17ten August 1839 zur Kenntniß des Schiffahrt treibenden Publikums gebracht wird."
Stettin, den 16ten Januar 1841
Königliche Preußische Regierung, Abtheilung des Innern.
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1867
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Leuchtfeuerverzeichnis
["Die Handels-Marine der preussischen Provinzen Pommern und Preussen, 1867"]

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1868
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Verzeichnis der Leuchtfeuer und Land-Baaken ...
["Die Handels-Marine ..." 1868]
Landbaake Swinehoeft (Insel Wollin) 12 m. O. von Swinemünde
Geogr. Lage: 54°59,0´N-Br. 14°35,3´O-Lg.
Farbe und Form: weisse holländische Windmühle ohne Flügel mit schwarrzem Kopf
Höhe über Wasser (Fuss.): ?
⇒ Landbaake auf dem Streckelberge (Insel
Usedom) 12 m. NW. von Swinemünde ...
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1873
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Segel-Anweisung für die nach Swinemünde bestimmten Schiffe
Stettin 1873
Der Hafen von Swinemünde hat in der Einfahrt eine mittlere Wassertiefe von 7 Meter (22 Fuß 6 Zoll
rheinländisch Maaß), und das Fahrwasser hat hier eine Breite von 110 bis 150 Meter (30 bis 40 Ruthen). Derselbe
macht sich den aus See kommenden Schiffern durch einen 69 Meter (220 Fuß) hohen Leuchtthurm kenntlich und liegt sehr
nahe in der Mitte einer Küstenbucht, deren beide äußere Enden von ziemlich hohem Uferlande, und zwar im Ost
von Swinehöft und im West vom Strekelberge gebildet werden.

Auf Swinehöft, dem sogenannten Kiesberge, sehr nahe 12 Seemeilen östlich vom Swinemünder
Hafen entfernt, steht eine Baake in Form einer holländischen Windmühle ohne Ruthen.

Der Strekelberg, sehr nahe 12 Seemeilen westlich von Swinemünde entfernt, ist kenntlich an einer auf demselben stehenden
pyramidenartigen Baake mit einer schwarzen Tonne auf deren Spitze.
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1878
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Kiesberg-Bake (Thurm), bei Swinhöft auf der Insel Wollin in der Nähe der Rettungsstation
Neuendorf.
Zweck: Land-Erkennungsmarke. Bezeichnet die Ansegelung der Bucht von Swinemünde.
Lage: 53°59´NBr. 14°35´OLg.
Beschreibung: In Form einer holländischen Windmühle ohne Ruthen, kegelförmig sich oben verjüngend,
aus Ziegelsteinen erbaut, mit schwarzem, spitz zulaufendem Dache.
Erkennungsmerkmale: Weiß.
Sichtweite: 12 Sm
Erbaut: 1826
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1886
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Der Aussichtsturm wurde auch als Kieckturm bezeichnet (kiecken = gucken, hinschauen)
"Kreis Usedom - Wollin", (Reichsamt für Landesaufnahme Berlin, 1913)
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1899
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Kiesberg, Dorf östlich von Swinhöft;
Signalstelle 1. Klasse (Sturmsignalstation); dieselbe untersteht der Regierung zu Stettin. Die Signale werden an den
Armen der Bake geheißt.
Kiesberg-Bake auf dem hohen steilen Ufer, 3 Sm östlich von Swinhöft stehend, besteht aus einem
16 m hohen, weißen, runden Thurm mit schwarzem Dach. Unterhalb des Daches ist an jeder Seite des Thurmes ein
horizontaler Arm angebracht.
Größere Schiffe, welche an der Küste entlang steuern, sollten östlich von Swinhöft
größeren Abstand vom Lande halten, da sich nördlich und nordöstlich von der Kiesberg-Bake
Tiefen von 9 m bis auf 2,2 Sm von der Küste erstrecken.
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1911
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Kiesberg-Bake
auf dem hohen Steilufer besteht aus einem 16 m hohem, weißen, runden Turm mit schwarzem Dach.
Sie steht im Gehölz, von dem sie sich nur wenig abhebt.
Sturmwarnungsstelle,
der Signalmast steht neben der Kiesberg-Bake.
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1913
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Kiesberg (Lfd. Nr. 360)
Position: 53°59´N 14°35´O
Kennung: Blz. (Petroleum-Glühlicht)
Höhe des Feuers über Mittelwasser: 103 m
Höhe des Turmes über Erdboden: 29 m
Angaben: Turm
Beabsichtigt: Ausführung voraussichtlich 1914
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1945
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Als Ergebnis des II. Weltkrieges wurde es polnisches Staatsgebiet.
Die Bake wurden umbenannt in:
Kikut (Wisełka)
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1959
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... Die Kiesberg-Bake (auch Kiekut-Bake genannt), ein weißer
runder Turm mit schwarzem Dach, auf dem gleichnamigen Berg östlich von Swinhöft ist wegen des
hochgewachsenen Waldes schlecht auszumachen.
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Die Kiesberg-Bake war bis ~ 1959 ein weißer runder Turm mit schwarzem Dach. Ab 1962 ist es ein grauer Turm.
Wahrscheinlich mußte der Turm zur Aufnahme der neuen Laterne baulich verstärkt werden, so daß der Turm mit
Feldsteinen ummauert wurde. |
1962
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Bake wird zum Leuchtturm ausgebaut
[Nfv. Nr. 10 (P) v. 6. Januar 1962]
Zeit der Ausführung: Etwa 15. Januar 1962
Geogr. Lage: 53°58´59´´N, 14°34´56´´O.
Kennung: Blk.
Feuerhöhe über Wasser: 91,5 m
Tragweite: 12 sm
Feuerträger: 18,2 m hoher, grauer, runder Turm mit weißer Galerie und Kuppel mit weißem
Dach.
Leuchtturm Kiekut in Betrieb genommen
Kiekut-Feuer angezündet
(W.Z. Nr. 6/61. Gdynia 1962)
[NfS. Nr. 766 v. 24.2.1962]
Geogr. Lage: 53°58´59´´N, 14°34´56´´O.
Karteneintragung: Blk. 12 sm.
Feuerhöhe über Wasser: 91,5 m
Tragweite: 12 sm
Feuerträger: 18,2 m hoher, grauer, runder Turm mit weißer Galerie und Kuppel mit weißem Dach.
Angaben: Bei Störungen brennt ein Reservefeuer mit gleicher Kennung und 11 sm Tragweite.
Foto: Klaus Hülse
⇒ Latarnia Morska Kikut
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2025
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