Küste der Niederlande > Friesische Inseln > Insel Rottum

Quelle: "Spieghel der Zeevaert, 1585"

Baken auf der Insel Rottum (Rottumeroog)

Geogr. Lage: 53°32´N-Br., 6°32´O-Lg.    Standort: Rottum (Rottumeroog)
    Errichtet: um 1539    Niedergelegt: Groninger Bake: 1931



Die niederländische Insel Rottumeroog(h) lag im 16. Jahrhundert dort, wo jetzt Rottumerplaat liegt. Damals hieß es noch einfach Rottum und war 9-10 km lang.
Ab 1833 entstand westlich von Rottumeroog eine Sandbank, die um 1860 solche Abmessungen hatte, dass sie den Namen Rottumerplaat
1539
Groninger- und Emder-Bake errichtet

Beschreibung
[A.W.Lang "Geschichte des Seezeichenwesens" 1965]

"... Die Stadt Emden errichtete um 1539 zwei Kapen auf der niederländischen Insel Rottum, die, in Deckpeilung gebracht, eine Linie bezeichneten, auf der die Ansegelungstonne der Westerems zu finden war."


C. Anthonisz., Vertonung von Rottumeroog. (Amsterdam, um 1545)

1583

"Spiegelh der Zeevaert"(Waghenaer 1583)


Ferner ist das beste, in die Ems einzulaufen, so südlich des Buschs hinein. Und wenn man von Rottum kommt, so halte man sich von dort mit den Tiefen über einen Stillstand hinweg, bis man an die Westertonne gelangt, welche vom Tief her liegt. Die westliche Tonne führt man an, danach setzt man auf sechs Faden Wasser. Von dort bis zur dritten Tonne, die bei Niedrigwasser auf vier Faden liegt. Danach weiter zu den anderen Tonnen auf vier Faden; das Fahrwasser hat dort etwa sechs Faden Tiefe. Und weiter hält man das ganze Tief bis etwa sieben oder acht Faden Wasser, bis zum Hubertus-Platz. Danach zieht es sich entlang des Riffs weiter bis nach Borkum.
1588

Beseitigung und Wiedererrichtung
der Emder Seezeichen

Während des Seekrieges um England wurde am 6. August 1588 der Befehl erteilt, alle Seezeichen in der Emsmündung, auch die Rottumer Kapen, zu beseitigen, was auch erfolgte.
Nach dem Krieg sind diese von Emden, und auf deren Rechnung, wieder errichtet worden.
1591

Rottum liegt zweieinhalb Meilen bei der "Gotterker Dogh" und ist auch ein kleines Inselchen von etwa einer Meile Länge. Dort stehen zwei große Kappen (Seezeichen), und auf der Ostseite der Insel brennt ein Leuchtfeuer. Das sind die Kennzeichen der äußeren Tonnen (Seezeichen), die "de Vries" nennt.
Auf der Insel selbst befindet sich ebenfalls ein Licht, das man sieht, wenn man von den Rottumern her kommt. Auf der Westseite stehen zwei Häuser, in denen man im Sommer wohnt. Das Land ist niedrig und flach.
Zwischen Rottum und der Dogh pflegten früher kleine Inselchen zu liegen; manche davon sind inzwischen versunken, andere wurden zeitweise bepflügt - jetzt sieht man dort nichts mehr als einen flachen Rand.
Zwischen diesen beiden "Buschhäusern" (Marken) laufen zwei steinerne Fahrwasser: eines in die Lauwers, das andere in die Zijl. Und zwischen diesen beiden Fahrwassern zieht sich die "Bostcher Rinne" noch ein gutes Stück ins Meer hinaus; sie ist schwarz.

A. Haeyen, "Beschreibung einiger friesischer Inseln und Seegaten" [aus den Amsterdamschen Zeecaerten, Leiden, 1591]

1631


Rottum
Die Insel Rottum ist ein kleines Inselchen, etwa eine große Meile lang und sehr gut erkennbar. Das Westende ist hoch und steil, der übrige Teil ist niedriges, dünenartiges Land. Am Ostende stehen zwei Kappen (Seezeichen); die nördliche, auch "der Läufer" genannt, steht am Ostende auf dem schwarzen Strand, die kleinere an der Seite der Düne. Dort stehen auch zwei Häuser: eines am Westende, das andere mitten im Land in einer Senke.

Willem Ianz. Blaeuw "Eerste Deel der Zeespiegel" [Amsterdam 1631]

1657

Th.Jacobs "Loots-Mans Zeespiegel" [Amsterdam 1657]

1762

"Kaart van de Waddenzee en de Waddeneilanden, 1762"

1801

Kaap zerstört
["Ostfriesische Geschichte 1786-1806"
T.D. Wiarda, 1807]

"... in der Nacht vom 2. bis 3. November wüthete ein schrecklicher Orkan...
... Auf der Insel Rottum wurde der Kap weggespült, ..."

1802

Kaap wieder errichtet
["Ostfriesische Geschichte 1786-1806"
T.D. Wiarda, 1807]

"... weshalb in dem folgenden Jahre 1802 ein neuer Kap auf dieser Insel errichtet werden mußte. ..."

1811

Groninger Kaap
Emder Kaap

Ausschnitt aus: "Carte de l´isle dite Rottumeroog", 1811; Quelle: Beeldbank Groningen, ID-No. NL-GnGRA_817_2046

1836

Kaap erneuert
[Amtsblatt No. 19, Stettin den 6. Mai 1836]

Betrifft die Schiffahrt nach Ostfriesland

Nach einem uns mitgetheilten Berichte des Königl. Consuls Hüllesheim zu Emden, wird wegen nothwendig gewordener völliger Erneuerung des Kaaps auf der ostfriesischen Insel Rottum, welcher den Schiffern bei dem Einsegeln in die West-Ems zur Richtschnur dient, dieser alte Kaap gegen Ende des Monats Mai d. J. abgebrochen, sofort ein Kaap von gleicher Höhe daselbst wieder aufgerichtet, und dieser Bau etwa um die Mitte des Monats Juni d. J. vollendet sein, so daß von Ende Mai bis Mitte Juni d. J. dieser Kaap fehlen wird.
   Dies wird hierdurch zur Kenntniß des Schiffahrt treibenden Publikums gebracht.

Stettin, den 23sten April 1836
Königl. Regierung, Abtheilung des Innern

1837

["..Berigten en Verhandelingen der Zeevaartkunde, 1837]

- Zuidelijkste Kaap van Rottum (Grootste of Zuidelijkste houten Kaap op Rottum)
- Noordelijkste Kaap van Rottum (Noordelijkste of kleine houten Kaap op Rottum)
1857

Die Insel Rottum
[L.v.Lotzow: "Die Nordsee", 1857]

"Beinahe 8 Meilen NO1/2O. von der Ostspitze von Schiemonikoog liegt das Westende von Rottum, welches ungefähr 3 Meilen Länge, eine etwas halbkreisförmige Gestalt hat, und sehr niedrig ist, ausgenommen nahe der Westseite, wo einige Sandhügel und 2 Baaken sind, Groningen Kaap und Emder Kaap genannt, von denen das erstere N¼W von letzteren liegt."

1864
Hölzernes Kaap wird durch ein eisernes ersetzt

"Heute wurde durch das Marineministerium der Bau eines eisernen Seekaaps sowie deren Aufstellung auf der Insel Rottumeroog ausgeschrieben.
Hierfür waren sechs Angebotszettel eingegangen. Der günstigste Anbieter war die Firma Schretlen & Co. aus Leiden zum Preis von 4684 Gulden."

Quelle: "Opregte Haarlemsche Courant" v. 9.4.1864

1865

["Bremer Handelsblatt" No. 803 v. 2. März 1867]
Nach einer amtlichen Erhebung v. 1865

Leuchtfeuer und Landbaken auf der Insel Rottum
Bemerkung: Auf der westlich von Borkum liegenden niederländischen Insel Rottum befinden sich die folgenden beiden Kaape:

1. Nordwestliches kleines oder Groninger Kaap,
unter 53°32´,4 N. Breite und 6°31´,5 Oestl. Länge:
rothe sechsseitige eiserne Pyramide mit schwarzem Heck.
Höhe über Wasser: 86 Fuß (25 m).
2. Südöstliches großes oder Emder Kaap,
unter 53°32´,2 N. Breite und 6°31´,9 Oestl. Länge:
schwarze dreiseitige Pyramide mit quadratischem Heck.
Höhe über Wasser: 89 Fuß (26 m).
Betonnung der Westerems
Einkommend an Steuerbord zu halten:
Schwarze Boyetonne mit einem Ballon von 2 Fuß Durchmesser, bezeichnet W 1.
Kleine Kaap auf Borkum in einer Linie mit dem dortigen Thurm und die Kaapen auf Rottum ca. 30 Fuß (8,76 m) auseinander.
Einkommend an Backbord zu halten:
Weiße Boyetonne an der Geldsackplate.
Kleine Kaap auf Borkum und der Thurm ca. 6 Fuß (1,75 m) auseinander und die beiden Kaapen auf Rottum in einer Linie.
(1 Hannoversch Fuß = 292,1 mm)
1867

Ausschnitt aus: "Originalzeichnung von C. Bertling, Holzstich von Brend´Amour, 1867" (NL-GnGRA_817_10013)

1869
Eisernes Kaap umgestürzt

"Der Marineminister bringt den Betreffenden zur Kenntnis, dass das eiserne Seekaap auf der Insel Rottum durch den letzten Sturm umgeweht worden ist und dass, sobald es möglich ist, dieses Seezeichen wieder aufgerichtet werden wird."

Quelle: "Nederlandsche Courant" v. 31.12.1869



Breite und Länge der wichtigsten Küstenpunkte, Seestädte, Seemarken, Inseln, Felsen und Untiefen
Rottum, 2 Bake: 53°32,3´N-Breite, 6°32,0´O-Länge
1870
Notbake errichtet

1873

Betonnung der Emsmündung
[NfS. 333 v. 5.7.1873]

Der Bau-Inspektor von Emden macht bekannt, dass zur Bezeichnung des Fahrwassers in der Emsmündung am Rottumer Watt 3 schwarze Bakentonnen mit Kegeln ausgelegt worden sind. Dieselben sind 5 Met. über Wasser, schwimmen steil aufrecht und sind ungf. 4 Seem. weit sichtbar. Die Tonnen liegen auf 10½ Met. bei Nierigwasser; die äußere Tonne 11 Seem. vom Borkumer Leuchtthurm entfernt, die anderen etwa 2 Seem. von einander und in folgenden Peilungen:
Erste (äußere) Bakentonne:
Die grosse Bake auf Rottum und der Borkumer Leuchtthurm bilden einen Winkel von 30°10´, wenn die grosse Bake auf Rottum SO peilt.

Zweite Tonne:
Die grosse Bake auf Rottum und der Borkumer Leuchtthurm bilden einen Winkel von 35°10´, bei obiger Peilung der grossen Bake auf Rottum.

Dritte Tonne:
Die grosse Bake auf Rottum und der Borkumer Leuchtthurm bilden einen Winkel von 55°30´, wenn beide Baken auf Rottum ungf. in Linie sind.
1878

Beschreibung
[Die Schiffahrtszeichen an der deutschen Küste, 1878]








Rottum (Emder Bake); No.1132
Geogr. Lage: 53°32´9´´N, 6°31´52´´O
Zweck: Bezeichnet die Lage der Westems-Ansegelungstonne (Nr. 1134)
Beschreibung: Hölzerner Bau
Erkennungsmerkmale: Quadratisches Topzeichen
Höhe der Spitze des Zeichens über Hochwasser: 31,0 m
Höhe der Spitze des Zeichens über Erdboden: 24,9 m
Sichtweite des Zeichens: 13 Sm







Rottum (Groninger Bake); No.1133
Geogr. Lage: 53°32´26´´N, 6°31´29´´O
Zweck: Bezeichnet die Lage der Westems-Ansegelungstonne (Nr. 1134)
Beschreibung: Eisernes Gestell
Erkennungsmerkmale: Quadratisches Topzeichen
Höhe der Spitze des Zeichens über Hochwasser: 31,0 m
Höhe der Spitze des Zeichens über Erdboden: 23,0 m
Sichtweite des Zeichens: 13 Sm
1881

Groninger Kaap in der Nacht vom 14. zum 15 Oktober zerstört

Berichte für Seefahrer
Der Marineminister bringt den Interessierten zur Kenntnis, dass infolge des Sturmes in der Nacht vom 14. auf den 15. Oktober, das Groninger Kaap auf der Insel Rottum umgefallen ist.
Es werden Maßnahmen ergriffen, um den Mangel an dem Seezeichen zu beheben.

Quelle: "Algemeen Handelsblad" v. 21.10.1881



Groningerkaap zerstört
[No. 1267 "Berichten aan Zeevarenden" v. 29.10.1881]

Mit dem Sturm vom 14. Oktober d.J., ist das Groningerkaap (nördlichste), auf der Insel Rottumeroog umgeweht.
Während dieser Zeit wird als Ersatz eine Hilfsbake in derselben Richtung, jedoch nur etwa 400 m vom Emder-Kaap entfernt, errichtet.
Vorgesehen ist, die Baken auf neuen östlicheren Standorten aufzubauen.
1883
Bau von zwei neuen Kaap´s aus Eisen

Bekanntmachung an die Seefahrer
Die Leuchtfeuer von Rottumeroog werden erneuert.
Der Marineminister bringt zur allgemeinen Kenntnis, dass die beiden Leuchtfeuer von Rottumeroog im Laufe dieses Sommers erneuert werden sollen und zwar an neuen Standorten, die weiter östlich liegen, jedoch unter Beibehaltung der noch bestehenden alten Kennzeichen, sodass die Leuchtfeuer, die entlang der weißen Dünen der Wattensee erscheinen, erkennbar bleiben.
Die neu errichteten Bauwerke sind sechseckige eiserne Gittertürme, ebenso wie die alten Leuchtfeuer, und sind mit Dioptrik-Optiken ausgestattet.
Die Gesamthöhe beträgt beim nördlichen Groningen-Kap 22 Meter und beim südlichen Eemder-Kap 25 Meter. Der neue Standort des Groninger Kap liegt in der Norddüne der Insel, genau in der Flucht des Vogt-Hauses und des alten Eemderkaps; er befindet sich Nord 271° Ost nach rechtweisendem Kompass, in 526 m Entfernung vom alten Standort, wo im Oktober 1881 das umgestürzte alte eiserne Groningerkap gestanden hat; also neue Lage: 53° 32' 37",55 N. Br. und 6° 31' 48",46 O. L. Der neue Standort des Emder Kap liegt an der Südostspitze der Insel, genau in der Flucht des Vogt-Hauses und des alten Groningerkaps; er befindet sich Süd 332° Ost nach rechtweisendem Kompass, in 540 m Entfernung vom alten Standort, wo das abgebrochene alte Emderkap gestanden hat; also neue Lage: 53° 32' 20",45 N. Br. und 6° 32' 14",69 O. L.
Die neuen Leuchtfeuer kommen somit in 716 m Abstand voneinander zu stehen, in der Richtung Nord 42° West nach rechtweisendem Kompass, sodass sie gleichzeitig sichtbar sind, sogenannte Zwei- oder Doppellichter, je 1½° nach abweichendem Kompass.
Die Inbetriebnahme ist für etwa Mitte Juli vorgesehen; vorläufig werden jedoch - während der notwendigen Arbeiten und bis zum Abschluss derselben - die neu errichteten Gebäude aufgestellt, zunächst weiterhin das bisher als Groningerkap dienende hölzerne Seezeichen sowie das bislang als Eemderkap dienende hölzerne Seezeichen verwendet.
Missweisung 14° 15' Nordwest, Juli 1882.
MINISTERIUM DER MARINE
´s-Gravenhage, 2. April 1883

Hölzerne Baken beseitigt

Bericht an die Seefahrenden
Alte Kappen auf der Insel Rottumeroog geräumt. 1. Distrikt.
Der Marineminister teilt hiermit unter Verweis auf seine Bekanntmachung vom 2. April d. J. Nr. 5 mit, zur Kenntnis der Beteiligten, dass die alten Seezeichen (Kaapen) auf der Insel Rottumeroog geräumt worden sind.
´s-Gravenhage, 29. November 1883.

Neue eiserne Baken errichtet

Bericht an Seefahrende
Neue Seezeichen auf Rottermoog errichtet. 1. Bezirk.
Der Minister für Marine bringt hiermit den Bericht an die Seefahrenden vom 2. April d. J. zur Kenntnis, dass die zwei neuen Seezeichen auf Rottermoog vollständig errichtet worden sind.
´s-Gravenhage, 5. November 1883


Das eiserne Große oder Emder Kaap

Das eiserne Große oder Emder Kaap
1886

... Rottum-Baken sind Lattenwerke in Dreiecksform, mit quadratförmigen Toppzeichen.
Die nördliche der Baken, die kleine oder Groninger Bake genannt, ist 22 m hoch über dem Fußpunkt; die südliche, auch große oder Emdener Bake genannt, ist 25 m hoch und steht SSO1/4O von der kleinen Bake.
Die Richtung: "beide Baken in Linie" führt in die Nähe der Ansegelungstonne und der ersten weißen Tonne der Wester Ems.
Vom Hubert Gat bietet dieselbe einen guten Anhalt zum Aufsuchen des Schild.

1887

Beabsichtigte Versetzung der Baken
("B.a.Z" No. 30/976. ´sGravenhage 1887.)
[NfS. No. 1282 v. 30. Juli 1887]

Nach einer Mittheilung des Königlich Niederländischen Lootsen-Inspektors des 1. Distriktes, vom 19. Juli d. J., sollen im nächsten Frühjahr wegen des Abbruches der NW-Kante der Insel Rottum (Rotterumeroog) die dort befindlichen beiden Baken abgebrochen und ostwärts versetzt werden, und zwar soll schon in kurzer Zeit mit dem Abbruch der nördlichsten oder der Groninger-Bake begonnen werden. Als Ersatz dieses Seezeichens soll zeitweise 100 m landeinwärts von demselben in der Richtungslinie der beiden jetzigen Baken eine Nothbake errichtet werden.
Sowohl über die Aufstellung und Form dieser Seezeichen als auch über den Abbruch der Groninger-Bake werden nähere Bekanntmachungen erlassen.

Veränderte Bake auf Rottum
("B.a.Z." No. 39/1240. ´sGravenhage 1887.)
[NfS. No. 1692 v. 1. Oktober 1887]; vgl. No. 1282/1887)

Nach einer Mittheilung des Königlich Niederländischen Lootsen-Inspektors des 1. Distriktes, vom 16. September d. J. ist auf der Insel Rottum an Stelle der bisherigen nördlichen oder Groninger-Bake, welche in nächster Zeit abgebrochen werden soll, eine Nothbake errichtet worden. Dieselbe steht 118 m von der nördlichen oder Groninger-Bake nach Innen zu, in derselben Richtung der beiden bisherigen Baken.
Im Topp dieser Bake befinden sich zwei über Kreuz stehende runde Scheiben von 3,5 m Durchmesser, so daß dieses Toppzeichen, von Weitem gesehen, wie ein Ball erscheint. Die Bake ist schwarz und hat eine Höhe von 20 m über Hochwasser.
Näheres wird später mitgetheilt werden.

Beabsichtigte Versetzung der beiden Baken
[NfS. No. 1742 v. 8. Oktober 1887];
vgl. No. 1282+1692/1887

Das Marine-Ministerium zu ´s Gravenhage hat am 18. September d. J. mitgetheilt, daß wegen der
Abspülung des westlichen Dünenrandes der Insel Rottum es nothwendig wird, die beiden Baken auf dieser Insel ostwärts zu versetzen
Nach einer Angabe des Chefs der Vermessung der Niederländischen Seegaten,
sollen diese Baken in folgenden Positionen versetzt werden:
Groninger (Kleine oder Nord-) Bake in 53°32´49´´N-Br. 6°32´22´´O-Lg.
Emder (Größere oder Süd-) Bake in 53°32´33´´N-Br. 6°32´50´´O-Lg.
Nach dieser Versetzung werden die Baken 726 m von einander entfernt und
in der Richtung N45°41´W -- S45°41´O zu einander stehen.
Die Richtungslinie soll dann gerade ostwärts frei von der weißen Tonne No. 1 der Wester Ems führen.
1888

Baken werden versetzt
("B.a.Z." No. 31/1015. ´sGravenhage 1888.)
[NfS. No. 1432 v. 11. August 1888];
(vgl. No. 1742 d. "N.f.S." 1887)

Nach einer Mittheilung des Königlich Niederländischen Lootsen-Inspektors des 1. Distriktes, vom 30. Juli d. J. werden die Baken auf Rottum nunmehr versetzt , so daß dieselben augenblicklich nicht als Landmarken zu beutzen sind.
Von der nördlicheren oder kleineren Bake wird das dreieckige Toppzeichen fortgenommen.
Die neuen Positionen der beiden Baken sind bestimmt zu:
Nördliche oder kleine Bake: 53°32´49´´N-Br., 6°32´22´´ O-Lg.
Südliche oder große Bake:   53°32´33´´N-Br., 6°32´50´´ O-Lg.
Die Richtung der beiden Baken zu einander ist rw. N45°40´56´´W, und der Abstand beträgt 725,6 m.
Groninger- und Emder-Bake versetzt

Baken sind versetzt
("Bericht aan Zeevarenden" No. 43/1456. ´sGravenhage 1888.)
[NfS. No. 2043 v. 10. November 1888]

Nach einer Mittheilung des Königlich Niederländischen Lootsen-Inspektors des 1. Distriktes, vom 21. Oktober d. J. ist die Versetzung der Baken auf Rottum nunmehr beendet.
1899

Änderung des Toppzeichens geplant
("Bericht aan Zeevarenden" No. 99/622. ´sGravenhage 1899.)
[NfS. No. 1464 v. 27. Mai 1899]

Nach einer Mittheilung des Inspekteurs des Lootsenwesens sind die Baken auf der Insel Rottum von See aus nicht hinreichend genug von einander zu unterscheiden, und es soll deshalb die südlichste oder Große Bake, auch Emdener-Bake genannt, außer dem jetzigen Toppzeichen noch einen Ball von 3 m Durchmesser erhalten.
Ungef. geogr. Lage: 53°32´33´´N-Br., 6°32´50´´ O-Lg. (1°39´46´´O-Lg. v. Amsterdam).


Änderung des Toppzeichens ausgeführt
[NfS. No. 2542 v. 16. September 1899]

Die Königliche Wasserbauinspektion zu Emden hat unter dem 14. September d. J. bekannt gemacht, daß einer Mittheilung des Lootsen-Inspektors zu Delfzyl zufolge von dem Aufbau des "Großen Kaaps" (Emdener oder Große Bake) auf Rottum der dreieckige Theil entfernt ist, so daß der Aufbau jetzt ein Viereck bildet.
Über diesem Viereck ist ein Ball von 3 m Durchmesser angebracht.

1902

Segel-Anweisung
[Segel-Handbuch, I. Theil Drittes Heft, 1902]







Die Rottum-Baken sind Lattenwerke, welche sich nach oben verjüngen. Die nördliche der Baken, die Kleine oder Groninger Bake genannt, ist 22 m hoch über dem Fußpunkt und hat ein quadratisches Toppzeichen; die südliche, auch Große oder Emdener Bake genannt, ist 25 m hoch und steht rw. 133,9° 725,6 m von der kleinen Bake. Sie trägt, um sie von See aus besser von der Kleinen Bake unterscheiden zu können, einen Ball als Toppzeichen. Die Richtungslinie der Baken führt in die Nähe der Ansegelungstonne der Wester-Ems.
1903
Am 7. Mai 1903 wurde das Leuchtfeuer Rotterumoog angezündet
1904
Groninger- und Emder-Bake werden im Monat August versetzt

Kapen werden verlegt
Rottumeroog. Mündung der Ems.
1. Distrikt.

Gemäß früherer Mitteilung werden im Laufe des Monats August 1904 die beiden Kapen auf Rottumeroog verlegt. Die neuen Standorte der Kapen werden sein:
Groninger oder Kleine Kape auf ungefähr 53° 32' 49" nördlicher Breite und 1° 39' 42" östlicher Länge
Emder- oder Große Kape auf ungefähr 53° 32' 38" nördlicher Breite und 1° 40' 9" östlicher Länge
Die beiden Kapen werden in einem Abstand von etwa 626 m in der Richtung N 13° O zueinander zu stehen kommen. Während der Arbeiten zur Verlegung können sie nicht als Seezeichen benutzt werden.

Quelle: "De Telegraaf" v. 11.08.1904



Rottum-Baken versetzt
[NfS. Nr. 1654+2054 v. 15.10.1904]

Die beiden Baken auf Rottum sind versetzt worden und stehen jetzt 626 m in der Richtung 143° (SO¾S) voneinander.
Die ungf. geogr. Lage der
Kleinen oder Groninger-Bake ist: 53°32´49´´N-Br. 6°32´46´´O-Lg. (1°39´42´´O-Lg. v. Amsterdam)
Großen oder Emder-Bake ist:       53°32´36´´N-Br. 6°33´13´´O-Lg. (1°40´9´´O-Lg. v. Amsterdam)

1910
Rettungsbootstelle auf Rottumeroog eingerichtet
1915

Im Hintergrund die Kleine Bake



Baken werden versetzt
[NfS. Nr. 1666 v. 28. August 1915]

Auf der Insel Rottum sind Arbeiten im Gange, die große Bake nach 53°32´23´´N, 6°33´53´´O (nach deutschen Karten) und die kleine Bake nach der bisherigen Stelle der großen Bake zu versetzen.
Die Richtlinie bleibt unverändert.
Groninger- und Emder-Bake versetzt

Baken sind versetzt
[NfS. Nr. 2021 v. 9. Oktober 1915]

Die durch N.f.S. 15—1666 angekündigte Versetzung der Baken auf der Insel Rottum hat stattgefunden.
Die kleine Bake steht jetzt auf dem früheren Platze der großen, der Abstand zwischen beiden Baken beträgt 711 m; die Richtlinie ist unverändert.
1920

Rottumer Baken sind pyramidenförmig, die nordwestliche Kleine Bake oder Groninger Bake ist 22 m hoch mit Quadrat als Toppzeichen,
die Große Bake oder Emdener Bake ist 25 m hoch mit Ball über einem Quadrat als Toppzeichen.
Die Richtlinie dieser Baken rw. 130° (mw. SO½S) führt in die Nähe der Ansteuerungsbakentonne der Westerems.
1929

Ausschnitt aus "Hydrographische Kaart Rottumeroog, 1929

1931
Groninger-Bake zerstört und beseitigt

Landmarken zerstört
[B. a. Z. Nr. 72/755. Haag 1931
(NfS. No. 1106 v. 2. April 1931)]

Geogr. Lage: Ungf. 53°32,7´N, 6°33,2´O.
Angaben: Die kleine Bake (Groninger Bake) und das Wohnhaus des Voigts sind zerstört.
Die Bake wird nicht wieder errichtet werden.

Rettungsbootstelle auf Rottumeroog aufgehoben

Rettungsbootsstelle eingegangen
[B. a. Z. Nr. 187/2115. Haag 1931
(NfS. No. 2964 v. 15.8.1931)]

Geogr. Lage: Ungf. 53°32,5´N, 6°33,5´O.
Angaben: Auf Rottumeroog ist kein Rettungsboot mehr.
Der Vermerk R-S. ist zu streichen.
1936
1940

 Emder Kaap
1946
1965
Rottum ist unbewohnt
Im Jahre 1965 musste Jan Toxopeus, der letzte Vogt auf Rottum mit seiner Familie das Eiland verlassen. Seitdem ist es unbewohnt. Zur Erinnerung hat die Tochter des Vogts, Wiepke Toxopeus, ihre Jugendzeit in dem Buch "Ik ben van Rottum" aufgeschrieben
1981
1986

Änderungen auf Rottumeroog
(WSA Emden 129, 133787; NL Krt. 1812) 39/87 v. 25.9.1987

Eingegangen sind die
Küstenwache und Rettungsstelle auf 53°32,5´N 6°34,6´E
Zufluchtstelle auf 53°32,1´N 6°30,5´E



1986 wurde der noch erhaltene eiserne Unterbau der Großen oder Emdener Bake als nationales Denkmal mit sehr hohem kulturellen und historischen Wert eingestuft.
(Rijksmonumenten-Nummer: 338545)
1989
Zeekaap Rottumeroog wird komplett restauriert

Rottumeroog-Bake abgängig
[NL 39/583/89 (NfS. 40 v. 6.10.1989)

Die Große Bake auf 53°32´39´´N 6°34´37´´E ist bis voraussichtlich bis August 1990 zu streichen

Foto: Mevrouw Dijk (Archief SVRR)

1990
Zeekaap Rottumeroog wieder errichtet

Rottumeroog-Bake wiederhergestellt
[NL 45/573/90 (NfS. 46 v. 16.11.1990) NfS 40/89 aufgehoben


Die Große Bake auf 53°32´39´´N 6°34´37´´E ist wieder hergestellt.

1998
Kaap versetzt

Durch die Herbststürme des Jahres 1998 wurden die Dünen derart in Mitleidenschaft gezogen, sodass das Grote Kaap im Wasser stand.
Um es für die Zukunft zu erhalten wurde es ca. 150 m in südlicher Richtung vom bisherigen Standort versetzt, da die Insel auf dieser Seite wieder anwächst.

2025

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