Küste der Niederlande > Friesische Inseln > Insel Rottum
Quelle: "Spieghel der Zeevaert, 1585"
Geogr. Lage: 53°32´N-Br., 6°32´O-Lg. Standort: Rottum
(Rottumeroog)
Errichtet: um 1539 Niedergelegt: Groninger Bake: 1931
Die niederländische Insel Rottumeroog(h) lag im 16. Jahrhundert dort, wo jetzt Rottumerplaat liegt. Damals hieß es noch einfach Rottum und war 9-10 km lang. |
1539 |
Groninger- und Emder-Bake errichtet
Beschreibung
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1583 |
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"Spiegelh der Zeevaert"(Waghenaer 1583) ![]() Ferner ist das beste, in die Ems einzulaufen, so südlich des Buschs hinein. Und wenn man von Rottum kommt, so halte man sich von dort mit den Tiefen über einen Stillstand hinweg, bis man an die Westertonne gelangt, welche vom Tief her liegt. Die westliche Tonne führt man an, danach setzt man auf sechs Faden Wasser. Von dort bis zur dritten Tonne, die bei Niedrigwasser auf vier Faden liegt. Danach weiter zu den anderen Tonnen auf vier Faden; das Fahrwasser hat dort etwa sechs Faden Tiefe. Und weiter hält man das ganze Tief bis etwa sieben oder acht Faden Wasser, bis zum Hubertus-Platz. Danach zieht es sich entlang des Riffs weiter bis nach Borkum. |
1588 |
Beseitigung und Wiedererrichtung
Während des Seekrieges um England wurde am 6. August 1588 der Befehl erteilt, alle Seezeichen in der
Emsmündung, auch die Rottumer Kapen, zu beseitigen, was auch erfolgte. |
1591 |
Rottum liegt zweieinhalb Meilen bei der
"Gotterker Dogh" und ist auch ein kleines Inselchen von etwa einer Meile Länge. Dort stehen zwei große Kappen
(Seezeichen), und auf der Ostseite der Insel brennt ein Leuchtfeuer. Das sind die Kennzeichen der äußeren Tonnen
(Seezeichen), die "de Vries" nennt.Auf der Insel selbst befindet sich ebenfalls ein Licht, das man sieht, wenn man von den Rottumern her kommt. Auf der Westseite stehen zwei Häuser, in denen man im Sommer wohnt. Das Land ist niedrig und flach. Zwischen Rottum und der Dogh pflegten früher kleine Inselchen zu liegen; manche davon sind inzwischen versunken, andere wurden zeitweise bepflügt - jetzt sieht man dort nichts mehr als einen flachen Rand. Zwischen diesen beiden "Buschhäusern" (Marken) laufen zwei steinerne Fahrwasser: eines in die Lauwers, das andere in die Zijl. Und zwischen diesen beiden Fahrwassern zieht sich die "Bostcher Rinne" noch ein gutes Stück ins Meer hinaus; sie ist schwarz. A. Haeyen, "Beschreibung einiger friesischer Inseln und Seegaten" [aus den Amsterdamschen Zeecaerten, Leiden, 1591] |
1631 |
![]() RottumDie Insel Rottum ist ein kleines Inselchen, etwa eine große Meile lang und sehr gut erkennbar. Das Westende ist hoch und steil, der übrige Teil ist niedriges, dünenartiges Land. Am Ostende stehen zwei Kappen (Seezeichen); die nördliche, auch "der Läufer" genannt, steht am Ostende auf dem schwarzen Strand, die kleinere an der Seite der Düne. Dort stehen auch zwei Häuser: eines am Westende, das andere mitten im Land in einer Senke. Willem Ianz. Blaeuw "Eerste Deel der Zeespiegel" [Amsterdam 1631] |
1657 |
Th.Jacobs "Loots-Mans Zeespiegel" [Amsterdam 1657] |
1762 |
"Kaart van de Waddenzee en de Waddeneilanden, 1762" |
1801 |
Kaap zerstört
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1802 |
Kaap wieder errichtet
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1811 |
Groninger Kaap Emder Kaap
Ausschnitt aus: "Carte de l´isle dite Rottumeroog", 1811; Quelle: Beeldbank Groningen, ID-No. NL-GnGRA_817_2046 |
1836 |
Kaap erneuert
Betrifft die Schiffahrt nach Ostfriesland
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1837 |
["..Berigten en Verhandelingen der Zeevaartkunde, 1837]- Zuidelijkste Kaap van Rottum (Grootste of Zuidelijkste houten Kaap op Rottum) |
1857 |
Die Insel Rottum
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1864 |
Hölzernes Kaap wird durch ein eisernes ersetzt
"Heute wurde durch das
Marineministerium der Bau eines eisernen Seekaaps sowie deren Aufstellung auf der Insel Rottumeroog ausgeschrieben.Hierfür waren sechs Angebotszettel eingegangen. Der günstigste Anbieter war die Firma Schretlen & Co. aus Leiden zum Preis von 4684 Gulden." Quelle: "Opregte Haarlemsche Courant" v. 9.4.1864 |
1865 |
["Bremer Handelsblatt" No. 803 v. 2. März 1867]
Leuchtfeuer und Landbaken auf der Insel Rottum |
1867 |
Ausschnitt aus: "Originalzeichnung von C. Bertling, Holzstich von Brend´Amour, 1867" (NL-GnGRA_817_10013) |
1869 |
Eisernes Kaap umgestürzt
"Der Marineminister bringt den Betreffenden zur
Kenntnis, dass das eiserne Seekaap auf der Insel Rottum durch den letzten Sturm umgeweht worden ist und dass, sobald es
möglich ist, dieses Seezeichen wieder aufgerichtet werden wird."Quelle: "Nederlandsche Courant" v. 31.12.1869 Breite und Länge der wichtigsten Küstenpunkte, Seestädte, Seemarken, Inseln, Felsen und Untiefen Rottum, 2 Bake: 53°32,3´N-Breite, 6°32,0´O-Länge |
1870 |
Notbake errichtet
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1873 |
Betonnung der Emsmündung
Der Bau-Inspektor von Emden macht bekannt, dass zur Bezeichnung des Fahrwassers in der Emsmündung am Rottumer
Watt 3 schwarze Bakentonnen mit Kegeln ausgelegt worden sind. Dieselben sind 5 Met. über Wasser, schwimmen steil
aufrecht und sind ungf. 4 Seem. weit sichtbar. Die Tonnen liegen auf 10½ Met. bei Nierigwasser; die äußere
Tonne 11 Seem. vom Borkumer Leuchtthurm entfernt, die anderen etwa 2 Seem. von einander und in folgenden Peilungen:
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1878 |
Beschreibung
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1881 |
Groninger Kaap in der Nacht vom 14. zum 15 Oktober zerstört
Berichte für SeefahrerDer Marineminister bringt den Interessierten zur Kenntnis, dass infolge des Sturmes in der Nacht vom 14. auf den 15. Oktober, das Groninger Kaap auf der Insel Rottum umgefallen ist. Es werden Maßnahmen ergriffen, um den Mangel an dem Seezeichen zu beheben. Quelle: "Algemeen Handelsblad" v. 21.10.1881 Groningerkaap zerstört
Mit dem Sturm vom 14. Oktober d.J., ist das Groningerkaap (nördlichste), auf der Insel Rottumeroog
umgeweht. |
1883 |
Bau von zwei neuen Kaap´s aus Eisen
Bekanntmachung an die SeefahrerDie Leuchtfeuer von Rottumeroog werden erneuert. Der Marineminister bringt zur allgemeinen Kenntnis, dass die beiden Leuchtfeuer von Rottumeroog im Laufe dieses Sommers erneuert werden sollen und zwar an neuen Standorten, die weiter östlich liegen, jedoch unter Beibehaltung der noch bestehenden alten Kennzeichen, sodass die Leuchtfeuer, die entlang der weißen Dünen der Wattensee erscheinen, erkennbar bleiben. Die neu errichteten Bauwerke sind sechseckige eiserne Gittertürme, ebenso wie die alten Leuchtfeuer, und sind mit Dioptrik-Optiken ausgestattet. Die Gesamthöhe beträgt beim nördlichen Groningen-Kap 22 Meter und beim südlichen Eemder-Kap 25 Meter. Der neue Standort des Groninger Kap liegt in der Norddüne der Insel, genau in der Flucht des Vogt-Hauses und des alten Eemderkaps; er befindet sich Nord 271° Ost nach rechtweisendem Kompass, in 526 m Entfernung vom alten Standort, wo im Oktober 1881 das umgestürzte alte eiserne Groningerkap gestanden hat; also neue Lage: 53° 32' 37",55 N. Br. und 6° 31' 48",46 O. L. Der neue Standort des Emder Kap liegt an der Südostspitze der Insel, genau in der Flucht des Vogt-Hauses und des alten Groningerkaps; er befindet sich Süd 332° Ost nach rechtweisendem Kompass, in 540 m Entfernung vom alten Standort, wo das abgebrochene alte Emderkap gestanden hat; also neue Lage: 53° 32' 20",45 N. Br. und 6° 32' 14",69 O. L. Die neuen Leuchtfeuer kommen somit in 716 m Abstand voneinander zu stehen, in der Richtung Nord 42° West nach rechtweisendem Kompass, sodass sie gleichzeitig sichtbar sind, sogenannte Zwei- oder Doppellichter, je 1½° nach abweichendem Kompass. Die Inbetriebnahme ist für etwa Mitte Juli vorgesehen; vorläufig werden jedoch - während der notwendigen Arbeiten und bis zum Abschluss derselben - die neu errichteten Gebäude aufgestellt, zunächst weiterhin das bisher als Groningerkap dienende hölzerne Seezeichen sowie das bislang als Eemderkap dienende hölzerne Seezeichen verwendet. Missweisung 14° 15' Nordwest, Juli 1882. MINISTERIUM DER MARINE ´s-Gravenhage, 2. April 1883 Hölzerne Baken beseitigt
Bericht an die SeefahrendenAlte Kappen auf der Insel Rottumeroog geräumt. 1. Distrikt. Der Marineminister teilt hiermit unter Verweis auf seine Bekanntmachung vom 2. April d. J. Nr. 5 mit, zur Kenntnis der Beteiligten, dass die alten Seezeichen (Kaapen) auf der Insel Rottumeroog geräumt worden sind. ´s-Gravenhage, 29. November 1883. Neue eiserne Baken errichtet
Bericht an SeefahrendeNeue Seezeichen auf Rottermoog errichtet. 1. Bezirk. Der Minister für Marine bringt hiermit den Bericht an die Seefahrenden vom 2. April d. J. zur Kenntnis, dass die zwei neuen Seezeichen auf Rottermoog vollständig errichtet worden sind. ´s-Gravenhage, 5. November 1883 Das
eiserne Große oder Emder Kaap Das
eiserne Große oder Emder Kaap |
1886 |
... Rottum-Baken sind Lattenwerke in Dreiecksform, mit quadratförmigen Toppzeichen. |
1887 |
Beabsichtigte Versetzung der Baken
Nach einer Mittheilung des Königlich Niederländischen Lootsen-Inspektors des 1. Distriktes, vom 19. Juli d. J.,
sollen im nächsten Frühjahr wegen des Abbruches der NW-Kante der Insel Rottum (Rotterumeroog) die dort
befindlichen beiden Baken abgebrochen und ostwärts versetzt werden, und zwar soll schon in kurzer Zeit mit dem Abbruch
der nördlichsten oder der Groninger-Bake begonnen werden. Als Ersatz dieses Seezeichens soll zeitweise 100 m
landeinwärts von demselben in der Richtungslinie der beiden jetzigen Baken eine Nothbake errichtet werden. |
1888 |
Baken werden versetzt
Nach einer Mittheilung des Königlich Niederländischen Lootsen-Inspektors des 1. Distriktes, vom 30. Juli d. J.
werden die Baken auf Rottum nunmehr versetzt , so daß dieselben augenblicklich nicht als Landmarken zu beutzen
sind. |
1899 |
Änderung des Toppzeichens geplant
Nach einer Mittheilung des Inspekteurs des Lootsenwesens sind die Baken auf der Insel Rottum von See aus nicht
hinreichend genug von einander zu unterscheiden, und es soll deshalb die südlichste oder Große Bake, auch
Emdener-Bake genannt, außer dem jetzigen Toppzeichen noch einen Ball von 3 m Durchmesser erhalten. |
1902 |
Segel-Anweisung
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1903 |
Am 7. Mai 1903 wurde das Leuchtfeuer Rotterumoog angezündet |
1904 |
Groninger- und Emder-Bake werden im Monat August versetzt
Kapen werden verlegtRottumeroog. Mündung der Ems. 1. Distrikt. Gemäß früherer Mitteilung werden im Laufe des Monats August 1904 die beiden Kapen auf Rottumeroog verlegt. Die neuen Standorte der Kapen werden sein: Groninger oder Kleine Kape auf ungefähr 53° 32' 49" nördlicher Breite und 1° 39' 42" östlicher Länge Emder- oder Große Kape auf ungefähr 53° 32' 38" nördlicher Breite und 1° 40' 9" östlicher Länge Die beiden Kapen werden in einem Abstand von etwa 626 m in der Richtung N 13° O zueinander zu stehen kommen. Während der Arbeiten zur Verlegung können sie nicht als Seezeichen benutzt werden. Quelle: "De Telegraaf" v. 11.08.1904 Rottum-Baken versetzt
Die beiden Baken auf Rottum sind versetzt worden und stehen jetzt 626 m in der Richtung 143° (SO¾S)
voneinander. |
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Rettungsbootstelle auf Rottumeroog eingerichtet
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1915 |
Im Hintergrund die Kleine Bake Baken werden versetzt
Auf der Insel Rottum sind Arbeiten im Gange, die große Bake nach
53°32´23´´N, 6°33´53´´O (nach deutschen Karten) und die kleine Bake
nach der bisherigen Stelle der großen Bake zu versetzen. |
1920 |
Rottumer Baken sind pyramidenförmig, die nordwestliche Kleine Bake oder Groninger Bake ist 22 m hoch mit Quadrat als Toppzeichen, die Große Bake oder Emdener Bake ist 25 m hoch mit Ball über einem Quadrat als Toppzeichen. Die Richtlinie dieser Baken rw. 130° (mw. SO½S) führt in die Nähe der Ansteuerungsbakentonne der Westerems. |
1929 |
Ausschnitt aus "Hydrographische Kaart Rottumeroog, 1929 |
1931 |
Groninger-Bake zerstört und beseitigt
Landmarken zerstört
Geogr. Lage: Ungf. 53°32,7´N, 6°33,2´O. |
1936 |
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1940 |
Emder Kaap ![]() |
1946 |
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1965 |
Rottum ist unbewohnt
Im Jahre 1965 musste Jan Toxopeus, der letzte Vogt auf Rottum mit seiner Familie das Eiland verlassen. Seitdem ist
es unbewohnt. Zur Erinnerung hat die Tochter des Vogts, Wiepke Toxopeus,
ihre Jugendzeit in dem Buch "Ik ben van Rottum" aufgeschrieben |
1981 |
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1986 |
Änderungen auf Rottumeroog
Eingegangen sind die
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1989 |
Zeekaap Rottumeroog wird komplett restauriert
Rottumeroog-Bake abgängig
Die Große Bake auf 53°32´39´´N 6°34´37´´E ist bis voraussichtlich bis
August 1990 zu streichen |
1990 |
Zeekaap Rottumeroog wieder errichtet
Rottumeroog-Bake wiederhergestellt
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1998 |
Kaap versetzt
Durch die Herbststürme des Jahres 1998 wurden die Dünen derart in Mitleidenschaft gezogen, sodass das Grote Kaap im Wasser stand. Um es für die Zukunft zu erhalten wurde es ca. 150 m in südlicher Richtung vom bisherigen Standort versetzt, da die Insel auf dieser Seite wieder anwächst. ![]() |
2025 |
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