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Leuchtbake Altenbruch

Geogr. Lage: 53°51´N, 8°46´O     Standort: am Einlauf des Hafenpriels     Angezündet: 15. November 1873     Gelöscht + beseitigt: 1897










   Bis 1873 war die Altenbrucher Kirche mit ihren Doppeltürmen das einzige — aber bedeutende — Seezeichen zur Einsteuerung in die Elbe.


"Die Unterelbe" Bl. II, (Glückstadt bis Cuxhaven, Hamburg 1865)


1873

Berichtigungen und Zusätze zum "Verzeichnis der Leuchtfeuer"
[NfS. No. 348 v. 12. Juli 1873]

   No. 18 Altenbruch — Dieses Feuer befindet sich bereits im Bau; es wird ein weisses, festes Feuer zeigen, mit Linsen-Leuchtapparat 4. Ordnung. Die Höhe der Flamme über Hochwasser wird 13,2 Met. und die Sichtweite 8 Seem. betragen.
Ferner wird dieses Feuer in östlicher Richtung zwischen den weissen und schwarzen Tonnen leuchten.
Leuchtbake Altenbruch in Betrieb genommen

Anzündung von zwei Leuchtfeuern
[N.f.S. No. 573 v. 22.11.1873]

   Nach Mittheilung der "Deputation für Handel und Schiffahrt" zu Hamburg ist am 15. November d. J. auf jeder der beiden Leuchtbaken bei Brunsbüttel und Altenbruch je ein weisses Feuer angezündet werden, welches täglich von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang brennen wird. ...
   Das Feuer zu Altenbruch leuchtet die Elbe stromaufwärts bis an die schwarzen Tonnen LL, M, N und O; stromabwärts frei von dem Grodener Sand und der alten Liebe bei Cuxhaven
1878

Beschreibung der Leuchtbake Altenbruch
["Die Schiffahrtszeichen an der deutschen Küste, Reichskanzler-Amt, 1878]

   Altenbruch, Leuchtbake am Einlauf des Altenbrucher Hafenpriels.

Geogr. Lage: 53°50´5´´N-Br., 8°47´7´´O-Lg.
Lichterscheinung: Ein weißes festes F. Beleuchtet stromaufwärts das Fahrwasser bis an die schwarzen Tonnen LL, M, N, O stromabwärts frei von dem Grodener Stack und der Alten Liebe bis Cuxhaven.
Beschreibung des Leuchtapparates: Linsen-Apparat VI. Ordnung mit 1 Lampe.
Art des Erleuchtungsmittel: Petroleum
Höhe des Feuers über Hochwasser: 13,2 m
Höhe über Erdboden: 7,5 m
Sichtweite: 8 Sm
Höhe des Leuchtfeuergebäudes: 10,1 m.
Beschreibung:Weisses, viereckiges, hölzernes Thürmchen mit schwarzer Kuppe.
Bedienung des Feuers: 1 Wärter.





"Die Mündung der Jade, Weser & Elbe" (Hydrogr. Bureau der Kaiserl. Admiralität, 1878)

1885

Veränderung des Leuchtfeuers
[N.f.S. No. 800 v. 30.5.1885]

   Die "Deputation für Handel und Schiffahrt" zu Hamburg hat am 21. Mai d.J. bekannt gemacht, daß am 26. Mai d. J. das bisher auf der Leuchtbake bei Altenbruch brennende weiße feste Feuer zur besseren Unterscheidung in ein weißes unterbrochenes Feuer, alle 30 Sekunden 20 Sekunden sichtbar und 10 Sekunden verdunkelt, umgeändert werden wird.
1893

Sichtbarkeit des Leuchtfeuers von Altenbruch
[N.f.S. No. 2344 v. 18.11.1893]

   Die "Deputation für Handel und Schiffahrt" zu Hamburg hat bekannt gemacht, daß der Beleuchtungswinkel des Leuchtfeuers auf der Bake von Altenbruch verändert worden ist. Dasselbe ist jetzt sichtbar zwischen den Peilungen S82°W über West, Nord und Ost bis S49°O. Letztere Peilung schneidet mit dem Bollwerk "Alte Liebe ab.
   Geogr. Lage des Feuers: 53°50´7´´N-Br. 8°47´19´´O-Lg.
1894

Veränderung des Leuchtfeuers von Altenbruch
[N.f.S. No. 1588 v. 14.7.1894]







   Nach Mittheilung der "Deputation für Handel und Schiffahrt" zu Hamburg wird das unterbrochene Feuer von Altenbruch, welches bisher eine Verdunkelung von 10 Sekunden zwischen je zwei hellen weissen Lichtblinken von 20 Sekunden Dauer zeigte, am 15. Juli d.J. dahin geändert, dass es abwechselnd einen Lichtblink von 4 Sekunden Dauer und eine Verdunkelung von 2 Sekunden zeigt. Das Feuer wird also demnach im Laufe einer Minute zehnmal 4 Sekunden hell scheinen und zehnmal 2 Sekunden verdunkelt sein.
1895

Beabsichtigte Anzündung
[N.f.S. No. 1517 v. 22.6.1895]

   Nach einem Berichte des Kommandanten S.M.S. "Albatroß" ist beabsichtigt, zwischen Altenbruch und der Kirche von Groden ein festes Feuer und am Deich bei der Groden-Bake sowie am Eingange zum Hafen von Altenbruch je ein Blinkfeuer anzuzünden.
Die Blinkfeuer mit dem festen Feuer in Linie sollen das Fahrwasser elbabwärts bis zum Feuerschiff "Elbe IV" und elbaufwärts bis zur Oste-Bank kennzeichnen; von dort soll dann das Blinkfeuer von Soesmenhusen weiterführen.


Beabsichtigte Anzündung verschoben
[NfS. No. 1764 v. 20.7.1895]; vgl. No. 1517 d.J.

   Die "Deputation für Handel und Schiffahrt" zu Hamburg hat mitgetheilt, daß eine Errichtung von Leuchtfeuern bei Altenbruch und Groden zur besseren Bezeichnung des Fahrwassers vom Elb-Feuerschiff No. IV nach dem Feuerschiff "Oste Riff" wohl in Vorbereitung, aber von einer beabsichtigten Anzündung dieser Feuer noch nicht die Rede ist.
1897

Leuchtbake Altenbruch wird beseitigt
[Nf.S. No. 2056 v. 31.7.1897]




    Nach Mittheilung des "Kaiserlichen Küstenbezirksamtes V" in Bremerhaven werden die Leuchtbaken bei Altenbruch und Otterndorf nach Einrichtung der im Bau befindlichen neuen Befeuerungsanlagen voraussichtlich im Herbst d.J. außer Benutzung kommen.
Die Leuchtfeuerapparate sollen theils in Cuxhaven, theils im oberen Elbe-Bezirk anderweitige Verwendung finden. Die Neubefeuerung bei Neufelde, Groden und Altenbruch für die Fahrwasserstrecke zwischen den Feuerschiffen "Elbe IV" und "Oste-Riff" ist soweit vorgeschritten, daß im Herbst d.J. die Inbetriebsetzung erfolgen kann.
Der aus rothen Ziegeln errichtete Leuchtthurm bei Neufelde ist bereits fertig.

Leuchtbake Altenbruch außer Betrieb genommen

Leuchtbake Altenbruch beseitigt
[N.f.S. No. 3064 v. 20.11.1897]

   Nach Mittheilung der "Deputation für Handel und Schiffahrt" in Hamburg vom 15. November d. J. werden am 25. November d. J. zur besseren nächtlichen Bezeichnung des Fahrwassers der Elbe vom Feuerschiff "Elbe No. 4" bis zum Feuerschiff "Oste-Riff" die folgenden Feuer angezündet, verändert bezw. ausgelöscht werden:

A.     Neue Leuchtfeuer

1. Neufeld. ...

2. Osterende Groden. ...

3. Altenbruch.

C.     Ausgelöschte Feuer

   Nach Inbetriebnahme der vorgenannten neuen Leuchtfeuer und gleichzeitig erfolgter Abänderung des Cuxhavener Feuers werden die Leuchtfeuer von Otterndorf (Im Busch) und Altenbruch sowie das untere Feuer im Leuchtthurm von Cuxhaven ausgelöscht; die Leuchtbaken Otterndorf und Altenbruch werden alsdann abgebrochen.


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