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Quermarkenfeuer Bielenberg

Geogr. Lage: 53°45´9´´N, 9°26´15´´O    Standort: Bielenberger Marsch    In Betrieb: 1. November 1907    Gelöscht: 1982



1907
Leuchtfeuer Bielenberg in Betrieb

Bielenberg-Feuer angezündet
[NfS. Nr. 2404 v. 26. Oktober 1907]

   Vom Abend des 1. November 1907 an werden das hierunter beschriebene neue Feuer Bielenberg und das vorhandene Feuer Steindeich-Elsfleth (Kamperreihe) in der ebenfalls hierunter näher bezeichneten abgeänderten Weise regelmäßig von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang gezeigt werden:

Bielenberg, im Ort gleichen Namens unmittelbar hinter dem Elbdeich

Geogr. Lage: 53°45´9´´N-Br., 9°26´15´´O-Lg.
Kennung: Ubr. Grp. w. & r. & gn., Eindochtige Petroleumlampe, Otternblenden-Apparat
Höhe des Feuers über Hochwasser: 13,5 m
Höhe des Leuchtfeuergebäudes über Erdboden: 16 m
Sichtweite: 12 Sm
Angaben: Viereckige, weiße, turmartige Bake mit runder Laterne an einem Wohnhause mit rotem Dach.

1911

Befeuerung geändert
[NfS. No. 1330 v. 17. Juni 1911]

   Am 20. Juni 1911 wird die nachstehend beschriebene geänderte Befeuerung des Fahrwassers der Elbe zwischen Scheelenkuhlen und Bielenberg in Betrieb gesetzt werden:

Bielenberg, im Orte gleichen Namens unmittelbar hinter dem Deich

Geogr. Lage: 53°45´9´´N, 9°26´15´´O
Kennung: Ubr. Grp. w. & r. & gn.
Art des Feuers: Linse 175 H-K., Eindochtige Petroleumlampe, Otterapparat
Höhe des Feuers über Hochwasser: 13,5 m
Höhe des Turmes über Erdboden: 16,0 m
Sichtweite: 12 sm
Tragweite: 9/6/5 sm
Gestalt, Farbe des Leuchtfeuergebäudes: Weißer, viereckiger Turm mit runder Laterne an einem Wohnhause mit rotem Dach.

1914

   Bielenberg (Nr. 945), im Orte gleichen Namens, unmittelbar hinter dem Deich







Geogr. Lage: 53°45´9´´N, 9°26´15´´O, (Petroleum)
Kennung: Ubr. Grp. w. & r. & gn.
Höhe des Feuers über Hochwasser: 13,5 m
Höhe des Turmes über Erdboden: 16 m
Tragweite: 9/6/5 sm
Beschreibung: Weißer, viereckiger Turm mit runder Laterne, an einem Wohnhaus mit rotem Dach.

1916

Sektorengrenzen verändert
[NfS. Nr. 2206 v. 4.11.1916]

   Das weiße, rote und grüne, unterbrochene Feuer mit Gruppen von zwei Unterbrechungen in Bielenberg leuchtet wie folgt:

grün von 331,5° über N bis 48°
weiß von da bis 67°
rot von da über O bis 105°.

Ungf. Lage: 53°45´9´´N 9°26´15´´O
1926

Umstellung des Leuchtfeuers
[NfS. Nr. 1810 v. 1.5.1926]

   Das jetzt mit Petroleumdochtlicht betriebene Leuchtfeuer Bielenberg auf ungf. 53°45´N 9°26´O wird voraussichtlich im Juni 1926 eine Flüssiggasglühlichtanlage erhalten und unbewacht brennen.
Die Tragweite des Feuers beträgt nach dem Umbau weiß 12, rot 7 und grün 6 Sm.

Feuer geändert
[NfS. Nr. 2877 v. 3.7.1926]

   Der Einbau der Flüssiggas-Glühlichtanlage in das Bielenberg-Feuer auf ungf. 53°45´N 9°26´O ist vollendet. An Stelle des bisherigen Petroleumdochtlichtes brennt das Flüssiggas-Glühlicht zunächst probeweise. Das neue Feuer ist weiß 12, rot 7 und grün 6 sm sichtbar.

Feuer geändert
[NfS. Nr. 3291 v. 24.7.1926]

   Das Bielenberg-Feuer auf ungf. 53°45´N 9°26´O brennt seit dem 1. Juli 1926 ab unbewacht mit Flüssiggas-Glühlicht.
1928

Änderungen beabsichtigt
[NfS. Nr. 2218 v. 23. Juni 1928]

   Um die beiden Festfeuer Eßfleth-Steindeich und Twielenfleht leichter auffindbar zu machen, sollen diese Feuer in ihrer Kennung geändert werden, wodurch gleichzeitig auch eine Änderung der Kennung des Leuchtfeuers Bielenberg bedingt wird.
Voraussichtlich im Herbst 1928 ab werden daher die genannten drei Feuer folgende Kennungen zeigen:

...
1.   Quermarkenfeuer Bielenberg
Geogr. Lage: Ungf. 53°45´N, 9°26´O.
Kennungsänderung: Das Festfeuer in ein unterbrochenes Feuer mit Gruppen von zwei Unterbrechungen ...

1968

Bielenberg-Feuer geändert
[NfS. Nr. 2656+3007 v. 24.4.1982]

Mit der Inbetriebnahme des Leuchtfeuers Steindeich wurden die Sektoren des Bielenberg-Feuers angepasst.

Geogr. Lage: Ungf. 53°45,2´N 9°26,1´E
Karteneintragung: F. w. & r. & gn. 11/8/6 sm
Sektoren: Sichtbar grün von 3,7° bis 57,0°; weiß von 57,0° bis 77,6°; rot von 77,6° bis 111,0°.

1970

Feuer wird versetzt
[NfS. Nr. 3092 v. 15.8.1970]

Zeit der Ausführung: Am 20.August 1970 ...
1982
Altes Quermarkenfeuer Bielenberg gelöscht

Bielenberg-Feuer gelöscht
[NfS. Nr. 1533 v. 24.4.1982]

Geogr. Lage: Ungf. 53°45,1´N 9°26,1´E
Angaben: Das Feuer ist zu streichen.






Quermarkenfeuer Bielenberg

Geogr. Lage: 53°45´06,6´´N 9°26´06,6´´O    Standort: 10 m vom alten Feuerträger     In Betrieb seit: 20. August 1970    Gelöscht: April 1982



   Als erster praktischer Großversuch wurde für die äußere Hülle des Feuerträgers glasfaserverstärkter Kunststoff (GFK) eingesetzt. Vorgefertigte farbige Zylinder (weiß + rot), stülpte man beim Hersteller über die Stahlskelett-Konstruktion und transportierte das Ganze zum Aufstellungsort, der ca. 10 m vom alten Leuchtfeuer lag. Man war der Ansicht, dass durch den GFK-Einsatz sich künftige Instandhaltungsarbeiten an der Außenfront des Feuerträgers erübrigen würden.


1970
Neues Quermarkenfeuer Bielenberg in Betrieb

Feuer wird versetzt
[NfS. Nr. 3092 v. 15.8.1970]

   Zeit der Ausführung: Am 20. August 1970







Neue geogr. Lage: 53°45´06,6´´N 9°26´06,6´´O
Sektoren: Sichtbar grün von 4,2° bis 56,6°; weiß von 56,6° bis 77,2°; rot von 77,2° bis 110,5°.
Feuerhöhe über Wasser: 20 m
Tragweite: Weiß 10, rot 7, grün 6 sm
Feuerträger: 20 m hoher, rot-weißer Turm.

1978
1982
Bielenberg-Feuer gelöscht

Bielenberg-Feuer gelöscht
[NfS. Nr. 1533 v. 24.4.1982]

Geogr. Lage: Ungf. 53°45,1´N 9°26,1´E
Angaben: Das Feuer ist zu streichen.
1987
Turm des gelöschten Bielenberg-Feuers zurückgebaut.

Leuchtturm beseitigt
(WSA Hamburg 87/87) 41/87 v. 9.10.1987

Geogr. Lage: 53°45,1´N 9°26,1´E


   Es zeigten sich nach Jahren negative Erscheinungen am Feuerträger. Die unterschiedlich eingesetzten Materialien, GFK und Stahl, führten zu Rissbildungen, da die Wärmeausdehnungskoeffizienten zu unterschiedlich waren. Auch aus diesem Grunde entschied man sich, eine neue Leuchtbake bei Kollmar zu errichten.

   Glasfaserverstärkte Kunststofftürme wurden jedoch weiter eingesetzt, jedoch ohne Stahlskelett:

         - Kahler Sand (1973)
         - Scheelenkuhlen-Oberfeuer (1976)
         - Krautsand-Unterfeuer (1978)


   Die ehemaligen Feuerträger sind heute noch erkennbar (google earth):


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