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Leuchtturm Bülk

Geogr. Lage: 54°27,4´N-Lg., 10°11,9´O-Br.    Standort: Bülker Huk    In Betrieb seit: 1.10.1815



1784
Die erste staatliche Lotsenstation nimmt in Bülk ihren Dienst auf.
1807
Nördlich von Strande, am Bülker Huk, wurde unter dänischer Regie im Jahre 1807 ein kombiniertes Lotsen- und Leuchthaus errichtet.
1815
Leuchtfeuer auf der Bülker Hucke errichtet

Leuchtfeuer wird in Betrieb genommen
["Chronologische Sammlung der im Jahre 1815 ergangenen Verordnungen und Verfügungen"
Bekanntmachung No. 75 v. 28.9.1815]

   Zufolge Allerhöchsten Befehl sind, zu größerer Sicherheit und Erleichterung der Schiffahrt auf der Eider und dem Schleswig-Holsteinischen Canal, folgende Veranstaltungen getroffen worden:

1. Stationierung einer Lootsen-Galliote an der Eidermündung

2. Auf der Kieler Föhrde sind drei Leuchtfeuer errichtet, nämlich:

         a) an der Canalmündung

         b) auf der Festung Friedrichsort

         c) auf der sogenannten Bülker Hucke ...

Diese Feuer werden am 1sten October d. J. angezündet.

     Königl. Canal-, Hafen- Und Leuchtfeuer-Direction den 28. Sept. 1815.


"Fyr og Sjømærker paa de danske Kyster" Kopenhagen, 1847

1838

Dänische Seekarte "Kieler Bugt" v. 1838

1843

Leuchtfeuer zerstört
["Bohemia", Nr. 152 v. 19. Dezember 1843]

   "In Kiel war am 6. Dezember 1843 ein Gewitter, welches in der Nähe der Stadt in drei Orten einschlug.
In Bülk, am Eingang der Kieler Rhede, schlug der Blitz in den Leuchtthurm und die Lootsenwohnung ein, und die Gebäude sind abgebrannt. Zwei Kinder kamen dabei um, und eine Frau wurde stark beschädigt."

1844

Leuchtfeuer verändert

1857

Kanone als Nebelsignal eingeführt
[Veithmeyer, "Zeitschrift für Bauwesen" Jahrg. 1876]

Nach erfolgreichen Versuchen an der irischen, englischen und amerikanischen Küste wurde auch in Deutschland, zuerst in Bülk, eine Kanone als Nebelsignal eingeführt. Verwendet wurde hierzu eine 18-Pfünder mit 3 Pfund Pulverladung.
Diese wurde aber nur beim Passieren des Kopenhagenener Dampfschiffes und nur auf dessen Verlangen (wenn es zuerst einen Schuss abgab) abgefeuert.
In den Jahren 1857 bis 1875 incl. sind im Jahre 17 bis 40 Schüsse abgegeben, die meisten im December bis incl. März ...
1859

["Die Leuchtthürme, Leuchtbaaken und Feuerschiffe der ganzen Erde", 1859]

   
1863
Unter dänischer Herrschaft wurde 1862/63 mit dem Bau des neuen Leuchtturmes begonnen. Wie in Dänemark üblich, wurde als Gründung ein Findlingsstapel errichtet und darauf ein dickes Fundament gemauert. Als der Sockel 4 m hoch war begann der Deutsch-Dänische-Krieg.

Umbau des Bülk-Leuchtfeuers
["Verhandlungen der zwölften Holsteinischen Provinzialständeversammlung" v. 1863]

    Die zunehmende Dampfschifffahrt auf Kiel macht eine Verbesserung der Leuchtfeuer im Kieler Fiord nothwendig. Das gegenwärtige Leuchtfeuer bei Bülk hat nicht hinreichende Lichtstärke und nur eine Lichtweite von 2½ Meilen, und es ist demnach in dem Leuchtfeuerplane in Vorschlag gebracht, es in ein festes Linsenfeuer dritter Ordnung zu verändern und um 96 Fuß zu erhöhen, wodurch es 3½ Meilen weit leuchten wird. Dem Ueberschlage zufolge werden die Aufführung eine 78 Fuß hohen Thurmes, mit einem festen Linsenleuchtfeuer dritter Ordnung versehen, die Abbrechung des alten Thurmes und Aenderungen bei der Wohnung und dem Dache derselben den aufgeführten Belauf mitnehmen.
Es wird angemerkt, daß der Zustand des gegenwärtigen Thurmes ein solcher ist, daß eine kostspielige Hauptreparatur unumgänglich vonnöthen werden würde, wenn das Leuchtfeuer nicht umgebaut wird.

1864
"Bekanntmachung Nr. 108" vom 12. September 1864
1865
Neues Leuchtfeuer Bülk in Betrieb genommen

Neuer Leuchtturm errichtet
["Hansa" No. 45 v. 10. September 1865]

"Bekanntmachung für Seefahrer"

   Vom 15. August d. J. beginnend, wird zu Bülk ein Linsenfeuer 3ter Ordnung, nach Fresnel´schem System, mit feststehendem weissen Licht, und zwar in der Höhe von 95 Fuss über dem mittleren Wasserspiegel der Ostsee brennen.
   Das Feuer ist auf einem massiven runden Thurm von 75 Fuss Höhe angebracht und wird auf ca. 3 ½ geographischer Meilen sichtbar sein.

      Rendsburg, im Inspectorat des Schleswig-Holsteinischen Canals,
      dem 9. August 1865

1871

Anstrich geändert
"Amtsblatt der Regierung in Schleswig" v. 30. September 1871

1872

Bülk, an der Nordseite der Einfahrt in die Kieler Föhrde; 1 festes F., sichtbar von rw. NW¼W durch Ost und Süd bis SSW¼S. Runder Thurm von 23,2 Meter Höhe.

Geogr. Lage: 54°27,4´N-Br. 10°11,7´O-Lg.
Höhe über Hochwasser: 29,5 m
Sichtweite: 14 Seem.
Errichtet: 1865

1875

Dampf-Sirene als Nebelsignal
[NfS. No. 541 vom 11.09.1875]





   Nach Mittheilung der Königlichen Regierung zu Schleswig vom 26. August d.J. soll im Laufe des Monats October an der Einfahrt in die Kieler Förde, bei dem Leuchtthurm von Bülk, ein Nebelsignal (Sirene 1. Klasse) errichtet werden.
   Der Signalapparat wird in einem dicht vor dem Leuchtthurm erbauten Dampfkesselhaus aufgestellt werden. Die Achse des Schallrohrs wird nach missweisend Ost gerichtet sein und soll ungefähr 9,5 Met. über dem Meeresspiegel zu liegen kommen.
   Der Signalapparat ist eine Sirene erster Klasse, welche durch Dampf angeblasen und bei nebeliger Witterung in Pausen von 40 Sekunden Signale von 5 Sekunden Dauer geben wird.
1876

Nebel-Signal-Apparat in Betrieb genommen
[N.f.S. No. 3 v. 15.01.1876] siehe N.f.S.541 v. 1875







   Nach Mittheilung der Königlichen Regierung zu Schleswig, Abteilung des Innern, wird mitgetheilt, das an der Einfahrt in die Kieler Förde bei dem Leuchtthurm Bülk, ein Nebelsignal errichtet worden ist und daß dieses am 1. Januar 1876 in Betrieb gesetzt werden soll.

   Der Nebel-Signal-Apparat befindet sich in einem dicht vor dem Leuchtthurm erbauten Dampfkesselhause, die Achse des Schallrohres ist nach mißweisend Ost gerichtet und liegt ungefähr 9,5 m über dem Meeresspiegel.
Der Apparat ist eine Sirene 1. Klasse, welche durch Dampf angeblasen wird.
   Es war die erste Luftschall Sirene in Deutschland !
1878

Beschreibung des Leuchtturmes
["Die Schiffahrtszeichen an der deutschen Küste, Reichskanzler-Amt, 1878]

   Bülk (Nr. 59)






auf der südöstlichsten steilabfallenden Landspitze der westlichen Seite der Kieler Förde,
gegen die Einwirkungen der Sturmfluten durch eine Steindosierung gesichert;
im Hintergrund einzelne höher gelegene Hölzungen.

Geogr. Lage: 54°27´36´´N-Br., 10°11´56´´O-Lg.

Lichterscheinung: Ein weißes festes F. Beleuchtet 240° des Horizonts von NNW über O und S bis SW1/2S.

Beschreibung des Leuchtapparates: Fresnelscher katadioptrischer Linsenapparat III. Ordnung aus 3 Fassungen zu 72° und einer zu 24° zusammengesetzt.
Mittlerer cylindrischer Theil plankovexe Linse von 1 m Durchmesser mit je 6 prismatischen Glasringen über und unter der Linse. Unterer Theil: 4 Zonen prismatischer Ringe. Oberer Theil: 11 Zonen prismatischer Ringe, nach oben allmählig abnehmend.
Sämmtliche Prismen in Metallhülsen gefasst. 3 feste kupferne, versilberte parabolische Spiegel 48,34 cm breit 23 cm hoch, 8,25 cm breit 1 m hoch und 8, 30 cm breit und 43 cm hoch.
2 par. Spiegel mit Charnieren zum Öffnen und Schliessen vermitteln den Zutritt zur Lampe. 1 Moderaturlampe mit Druckkolben. Regulierung des Oelzuflusses mittels eines konischen Stahlstiftes (Degrandsche Lampe), Durchmesser der Lampe 22 cm, Höhe derselben 41 cm, Gewicht des Kolbens 22,5 Kilogr.,
2 concentrische Dochte von 4 cm und 2 cm Durchmesser, Glaslaterne.

Art des Erleuchtungsmittel: Rüboel
Höhe des Feuers über Mittelwasser: 30,42 m
Höhe des Leuchtfeuergebäudes: 27,29 m
Sichtweite: 15 Sm



Beschreibung: Runder weisser Thurm aus Ziegeln, bis zur Plattform 21,82 m hoch, Tambour 1,64 m hoch,
10eckige Laterne von 2,5 m Durchmesser mit vertikalen 1 m hohen Pfosten.
Jedes Fach durch eine horizontale Sprosse in 2 Scheiben verlegt; 2 landwärts belegene Fächer der Laterne statt mit Scheiben mit Kupferplatten geschlossen.
Westlich vom Thurm und mit diesem durch einen geschlossenen Winfang verbunden, massives, einstöckiges Wohnhaus mit steilen Giebeln und rothem Ziegeldach.
Westlich davon und parallel damit eine massive mit Stroh gedeckte Scheune und massives mit Pfannen gedecktes Backhaus.

Bedienung des Feuers: 1 Feuermeister und 2 Assistenten

Beschreibung der Nebelsignaleinrichtung: 1 bronzene 9 cm-Kanone mit hölzerner 2rädiger Schiffslafette.
1 Nebelhorn, Syrene 1. Klasse mit 6 1/2 Sm weit hörbarem Schall, tönt 5 Sek. lang mit 36 Sek. Pause.
Frei stehender Lokomobil-Kessel. Das aus diesem Gebäude herausgestreckte Schallrohr ist nach Osten gerichtet.

Sonstige Signal-Einrichtungen: Flaggensignal für die Lootsen-Station Labö.

Feuer errichtet: 1815
Feuer verändert: 1844 und 1865

Sonstige Bemerkungen: Das Kesselhaus des Nebelsignals liegt ca. 23 m in südöstlicher Richtung von dem Leuchtfeuer, ist massiv erbaut, 7,7 m lang, 4,70 m breit und 4 m hoch in Mauerwerk und mit Schiefer gedeckt.
Der Blechschornstein ragt ca. 7,5 m aus dem Dache hervor. An der nördlichen Giebelseite des Kesselhauses ist in 3,5 m Verlängerung desselben ein Kohlenschuppen aus Fachwerk mit Bretterverschalung und Pultdach angebaut.

1888

Nebelsignale geändert
[NfS. No. 1517 v. 25.8.1888]

   Bei dem Leuchtthürm auf der Spitze von Bülk ist neben der bisherigen Sirene noch eine Sirene nach Lilienthalschem System aufgestellt worden.
   Dieser Apparat giebt einen 2 Sekunden anhaltenden tiefen Ton und nach einer Pause von weiteren 2 Sekunden einen ebenfalls 2 Sekunden dauernden hohen Ton ab, worauf eine Pause von 3 Minuten eintritt.
   Da der letztere Apparat früher als die alte Sirene in Betrieb gesetzt werden kann, wird bei eintretendem Nebel für die erste Stunde der Lilienthalsche Apparat in Funktion treten, demnächst aber die alte Sirene in Thätigkeit sein, welche in Pausen von 40 Sekunden einen 5 Sekunden dauernden hohen Ton giebt.
Bei Betriebsstörungen eines Apparates wird der andere benutzt werden.

Abgabe von Nebelsignalen
[NfS. No. 2134+2303 v. 15.12.1888]; vgl. No. 1517 d.J.

   Der Betrieb bei dem Nebelsignalapparat in Bülk ist nunmehr derart geregelt, daß die bei dem Leuchtthurm aufgestellte Sirene nach Lilienthalschem System nunmehr dahin abgeändert worden ist, daß sie dieselben Signale wie die alte Sirene macht, so daß jetzt mit Eintritt des Nebels in Pausen von 40 Sekunden je ein Signal von 5 Sekunden Dauer abgegeben wird.
1889

Veränderter Anstrich und Veränderung des Nebelsignalapparates zu Friedrichsort geplant
[N.f.S. No. 1442 v. 20.07.1889]

   Die Leuchtthürme von Bülk und Friedrichsort erhalten einen veränderten Anstrich und zwar:
Derjenige von Bülk erhält, einschließlich der Laterne, einen weißen Anstrich mit einem rothen horizontalen Streifen von ca. 5,5 m Breite auf halber Höhe des Thurmes. ...
1890

Anstrich geändert
[N.f.S. No. 877 v. 10.05.1890]
vgl. No. 1442 d. "Nachr. f. Seef." 1889







   Der Leuchtthurm von Bülk ist ein runder weißer Thurm mit einem horizontalen Streifen von ca 5,5 m Breite auf halber Höhe des Thurmes, hat eine braune Kuppe und steht neben einigen Gebäuden, in welchen sich die Wärterwohnung und die Nebelsirene befinden.
1895

Signalstation Bülk
[N.f.S. No. 743 v. 30.03.1895]

Beim Leuchtturm befindet sich eine Signalstation.
1897

Eröffnung einer Tag-Signalstation (See-Telegraphenanstalt) bei dem Leuchtthurm von Bülk
[N.f.S. No. 3117 + 3186 v. 04.12.1897]


   Am 10. Dezember d.J. wird bei dem Leuchtthurm von Bülk eine Tag-Signalstation (See-Telegraphenanstalt) mit ständigem Ausguck für den öffentlichen Verkehr in Betrieb gesetzt.
   Diese Anstalt hat die Aufgabe, Telegramme, welche für Schiffe in See bestimmt sind oder von solchen herrühren (Seetelegramme), mit den betreffenden Schiffen auszuwechseln, sobald diese in Signalweite kommen.
   Der See-Telegraphenanstalt liegt ferner die Aufnahme oder Weitergabe der Seetelegramme von oder nach Land auf den anschließenden Telegraphenlinien ob. Der Signaldienst der Anstalt währt von Sonnenaufgang bis Dunkelwerden und erfolgt durch Semaphor- oder Flaggensignale des internationalen Signalbuches. ...
1898

Semaphor Bülk
[NfS. 848 v. 16.4.1898]

   Im Kieler Hafen ist die geographische Position nachstehender Objekte bestimmt worden:

1. Semaphormast bei Bülk: 54°27´27,5´´N-Br. 10°12´8,5´´O-Lg.

1901

Einrichtung als Versuchsstation für Funkentelegraphie

["Torpedo-Versuchskommando B. No 794. Kiel, den 17. Mai 1901]

An das Kaiserliche Küstenbezirksamt III.

   Das Reichs-Marine-Amt hat mit B. III.V.395 vom 7. Mai die Einrichtung von Bülk als Versuchsstation für Funkentelegraphie befohlen mit der Maßgabe, daß die Einrichtung vom Torpedoversuchskommando so zu treffen wäre, daß sie später zu einer dauernden umgestaltet werden können. Die bisherigen Versuche mit Bülk haben ergeben, daß die dauernde Einrichtung sehr ähnlich der jetzigen provisorischen sein kann. Es wird nur nötig sein, die am Geländer des Thurmes befindliche Stange besser zu befestigen und ca. 15 m lang zu machen.
Ferner muß an Stelle des jetzt dort befindlichen Signalhauses ein festes Signalhaus gebaut und auch Raum zur Unterbringung des Bedienungspersonals - 2 Mann - geschaffen werden. Dieses Personal wird voraussichtlich auch die dort befindlichen Landtelegraphen und Telephone gleichzeitig bedienen können.
   Das Torpedoversuchsamt bittet um Mittheilung, ob eine Erweiterung der Signalstation Bülk zur Zeit schon beabsichtigt ist und würde dann die näheren Angaben, welche für die Funkentelegraphie erforderlich sind, machen.
Ich schlage behufs Rücksprache eine Besichtigung der Signalstation am Donnerstag den 23. oder Freitag den 24. vor und bin bereit zur Fahrt nach Bülk ein Torpedoboot zur Verfügung zu stellen.

      gez. Obenheimer


["Kaiserliches Küstenbezirksamt III. J. No 745. Kiel, den 18. Mai 1901]

Zum Schreiben vom 17. d. M. No 794

   Der Hafenkapitän ist mit der besseren Befestigung der am Geländer des Thurmes befindlichen Stange und Verlängerung derselben bis zu 15 m einverstanden. Einrichtungen in dem neu zu errichtenden Signalhauses sehr wünschenswert. Ueber eine Erweiterung der Signalstation ist hier beim Amte nichts bekannt.
Einer Besichtigung am 23 dieses Monats kann ich, da ich vom 21. dieses Monats ab mich auf Seezeichenbesichtigungsreisen befinde, nicht beiwohnen. Die Besprechung an Ort und Stelle wird meines Erachtens auch erst dann von Erfolg sein, wenn das Stationskommando die Angaben über eine eventuelle Erweiterung der Signalstation gemacht haben wird, wozu mir eine Anfrage seitens des Torpedoversuchskommandos bei der Station direkt empfehlenswert erscheint.

      gez. Lavand

1905
Die Feuerschiff-Station "Bülk" wird eingerichtet.
1906

Feuer wird verstärkt und geändert
[N.f.S. No. 164 v. 20.01.1906]

   In nächster Zeit wird das Feuer von Bülk durch Einführung von Petroleum-Glühlicht verstärkt werden. ...
Geogr. Lage: 54°27´25´´N, 10°12´4´´O.

Feuer verstärkt und geändert
[N.f.S. No. 566 v. 24.03.1906]

1910

Feuer teilweise außer Betrieb
(N.f.S. No. 1218 v. 14.05.1910)

2. Das weiße und rote Festfeuer auf dem Leuchtturm Bülk wird wegen Umbaues vom 20. Mai 1910 ab bis auf weiteres außer Betrieb sein.

Beabsichtigte Anzündung
(N.f.S. No. 2227 v. 20.08.1910)

Das umgeänderte Leuchtfeuer von Bülk wird voraussichtlich Anfang September 1910 probeweise in Betrieb genommen.
   Es wird leuchten: Als Blitzfeuer mit Einzelblitzen von 0,25 sek Dauer, Wiederkehr 3 Sek, über 132° von rw. 130° über S bis rw. 262°
   Als Blitzfeuer mit Gruppen von 3 Blitzen über W und N bis rw. 17°.
Lage: 54°27´25´´N, 10°12´4´´O.

Geändertes Feuer angezündet
(N. f.S. No. 3442 v. 31.12.1910)

Das neue Feuer auf dem Leuchtturm von Bülk brennt seit Anfang September 1910 in der durch N.f.S. 10 — 2227 angekündeten Weise.
1913

   Bülk, auf der Bülker Huk, an der W-Seite der Einfahrt zur Föhrde (Lfd.-Nr. 924





Position: 54°27´25´´N, 10°12´4´´O., (Petr.-Glühlicht)
Kennung: Blz. & Blz.Grp.
Höhe: des Feuers über Mittelwasser 30,2 m
Höhe des Turmes über Erdboden: 27,2 m

Angaben: Weißer, runder Turm mit einer Galerie in Höhe der zylindrischen, eisernen Laterne mit kegelförmigem, kupfernen Dach, und einem 5,5 m breiten, roten, wagerechten Streifen auf halber Höhe des Turmes.
Neben dem Turm das Wärter- und Nebel-Signalgebäude.

Bemerkungen: Bei Nebel oder unsichtigem Wetter:
Signale mit Sirene: Einzelton 5 sek, Pause 40 sek, Wiederkehr 45 sek.
Liegt das Feuerschiff Bülk" auf Station, so werden vom Leuchtturm "Bülk" keine Nebelsignale gemacht..

1921

Funkstelle Bülk, Sturmwarnungs- und Funkdienst
[NfS. Nr. 21 v. 08.01.1921)

   Die Funkstelle Bülk gibt täglich Wettervoraussage für die W-liche Ostsee 12 Uhr mittags mit der Wellenlänge 600 und 820 m, außerdem Sturmwarnungen für die deutsche Ostseeküste, und zwar findet einmalige Abgabe sofort nach Bekanntwerden auf Wellenlänge 600 und 820 m, außerdem Wiederholung um 6 Uhr vormittags, 12 Uhr mittags und 6 Uhr nachmittags statt. ...
Ungef. Lage: 54°27´N , 10°12´O.
1939

Sichtweite herabgesetzt
[Kriegs-NfS. Nr. 71 v. 2.11.1939]

Die Sichtweite der nachstehend aufgeführten Feuer ist herabgesetzt worden:

1. Leuchtfeuer Bülk auf ungf. 54°27´N 10°12´O

a) Der 1-Blz-Sektor von rw. 130° bis rw. 156°
b) der 3-Blz-Sektor von rw. 280° über N bis rw. 31°

2. Leuchtfeuer Friedrichsort ...
1941

Leuchtturm erhält Tarnanstrich
[Kriegs-NfS. Nr. 691 v. 21.08.1941]

b) Leuchtturm Bülk

Geogr. Lage: Ungf. 54°27,4´N, 10°12,0´O
Angaben: Die weißen Flächen des weißen Turmes mit rotem Mittelstreifen sowie die weißen Wände des Hauses des Leuchtturmgehöfts haben einen olivgrüngrauen Tarnanstrich erhalten.

1966

Sturmsignalmast versetzt
[NfS. Nr. 3158 v. 20.08.1966]

Neue geogr. Lage: 54°27´24,5´´N, 10°11´57,0´´O
1969

Feuer zeitweilig gelöscht, Hilfsfeuer angezündet
(WSA. Kiel, 28. VIII. 1969 (149)); [NfS. Nr. 3275 + 3465 v. 06.09.1969]

Geogr. Lage: Ungf. 54°27´N, 10°12´O, etwa 50 m O-lich vom Bülk-Feuer.
Kennung: F. w/gn.
Feuerhöhe über Wasser: 25 m
Tragweite: Weiß 13, grün 9 sm
Feuerträger: 21 m hoher, grauer Mast.
Angaben: Wegen Bauarbeiten ist das Bülk-Feuer zeitweilig gelöscht.

Feuer wird wieder angezündet und geändert
(WSA. Kiel, 18. XI. 1969 (198)); [NfS. Nr. 4620 v. 29.11.1969]

Zeit der Ausführung: Demnächst
Geogr. Lage: Ungf. 54°27´N, 10°12´O.
Kennung: F. w/r/gn.
Feuerhöhe über Wasser: 29 m
Tragweite: Weiß 14, rot 11, grün 10 sm
Feuerträger: 25 m hoher, weißer Turm mit schwarzem Band und Podest.
Angaben: Das zeitweilig am obigen Ort errichtete Hilfsfeuer wird nach Inbetriebnahme des Bülk-Feuers gelöscht.
1970

Feuer wieder angezündet und geändert
(WSA. Kiel, 15. VI. 1970 (99)); [NfS. Nr. 2219 v. 20.06.1970]

Geogr. Lage: Ungf. 54°27,4´N, 10°11,9´O.
Karteneintragung: Blz. w/r/gn. 3s 14/11/10 sm
Feuerhöhe über Wasser: 29,5 m
Feuerträger: 25,5 m hoher, weißer Turm mit schwarzem Band und zwei Galerien.
1973

Sturmwarnsignalstelle wird eingehen
[NfS. Nr. 609 v. 17.2.1973]

Zeit der Ausführung: 1. März 1973; ohne weitere Nachricht
Geogr. Lage: Ungf. 54°27,4´N, 10°12,0´O. beim Bülk-Feuer.
Angaben: Der Vermerk Strm-S. ist zu streichen. Der Flaggenmast bleibt stehen.
2009









Der Leuchtturm Bülk, ein 29 m hoher, weißer Turm mit schwarzem Band und 2 Galerien.
2011










Vom 19.9. bis 30.9.2011 wurden die Vorarbeiten zur Errichtung einer Radarantenne auf dem Kopf des Leuchtturmes ausgeführt.









Zur besseren Überwachung der Kieler Förde hat der Leuchtturm nun im Rahmen der Modernisierung und Rationalisierung der Verkehrstechnik an der deutschen Ostseeküste eine Radarantenne.
2018









Bülk (C 1216 / 202600)

Geogr. Lage: 54°27,31´N 010°11,84´E
Kennung: Fl.WRG.3s
Höhe über Wasser: 29 m
Höhe über Unterbau: 25 m
Nenn-TW: 14/11/10 M
Angaben: Turm, weiß/schwarz, horizontal gestreift, 2 Galerien, Wärterhaus












Die alte Laterne des Leuchtturmes Bülk, mit der Wetterfahne von 1910, stand 2011 in der Marina Wendtorf in einem erbärmlichen Zustand.



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